B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
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Abteilung III
C-6429/2013
Ur t e i l vom 2 2 . M ä r z 2 0 1 6
Besetzung
Richter Beat Weber (Vorsitz),
Richterin Franziska Schneider, Richter Christoph Rohrer,
Gerichtsschreiberin Susanne Flückiger.
Parteien
A._______, (Kosovo),
Zustelladresse: B._______,
Beschwerdeführer,
gegen
Schweizerische Ausgleichskasse SAK,
Vorinstanz.
Gegenstand
AHV; Waisenrente;
Einspracheentscheid der SAK vom 24. Oktober 2013.
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die Schweizerische Ausgleichskasse (nachfolgend: SAK oder Vor-
instanz) A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer), Sohn des am
23. Oktober 2000 verstorbenen C._______ (Vorakten [SAK] 1 S. 1, SAK 8
S. 1), mit Verfügung vom 25. Juni 2001 eine ordentliche Waisenrente ab
1. November 2000 zugesprochen hat (SAK 16 S. 2, 104 S. 1),
dass die SAK die Weiterausrichtung der Rente – nach weiteren Abklärun-
gen in Pristina/Kosovo und Skopje/Mazedonien (SAK 30, 71, 103 S. 141,
103 S. 68) – per April 2003 eingestellt und A._______ mit Schreiben vom
12. Juni 2008 mitgeteilt hat, es bestehe keinen Anspruch auf Waisenrente,
da die eingereichten Studienbestätigungen gefälscht seien (SAK 103
S. 10, 27, 65),
dass das Bundesverwaltungsgericht mit einzelrichterlichem Urteil vom
2. Mai 2013 (Verfahren C-2612/2012) auf eine Beschwerde von A._______
vom 4. Mai 2012 (SAK 103 S. 3) – in welcher dieser um Ausrichtung einer
Waisenrente für die Zeit vom 1. Februar 2001 bis zum 30. Juni 2007 er-
suchte – nicht eintrat und die Eingabe vom 2. Juli 2008 (SAK 103 S. 62)
zur Prüfung als Einsprache und Durchführung des Einspracheverfahrens
an die SAK zurückwies (SAK 112),
dass die SAK – nach versuchten weiteren Abklärungen in Skopje
(SAK 118) und Nichteinreichen der Original-Studienbelege durch
A.________– mit Einspracheentscheid vom 24. Oktober 2013 seinen An-
trag auf weitere Auszahlung einer Waisenrente bis Juni 2007 abgewiesen
hat (SAK 121; Beilage zur Beschwerdeakte [B-act.] 1),
dass A._______ mit Eingabe vom 28. Oktober 2013 (Poststempel: 30. Ok-
tober 2013) bei der Vorinstanz beglaubigte Unterlagen betreffend seine
Ausbildung eingereicht hat (SAK 122; Beilagen zu B-act. 1) und diese die
Eingabe am 13. November 2013 zuständigkeitshalber an das Bundesver-
waltungsgericht weiterleitete (SAK 123; B-act. 1),
dass der Beschwerdeführer dem Bundesverwaltungsgericht am 11. De-
zember 2013 (Poststempel) seine Zustelladresse in der Schweiz einreichte
und am 28. Februar 2014 (Poststempel) aufforderungsgemäss Beschwer-
deanträge stellte sowie seine Beschwerde begründete (B-act. 6, 9),
dass die Vorinstanz mit Stellungnahme vom 23. Mai 2014 mitteilte, sie
könne die nun eingereichten Original-Studienbestätigungen vor Ort auf ihre
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Echtheit überprüfen lassen, die entsprechenden Schritte bei der Vertretung
in Skopje seien eingeleitet worden (B-act. 11),
dass Verfügungen der Vorinstanz gemäss Art. 85bis Abs. 1 des AHVG
(SR 831.10) vor Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind,
dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 ATSG (SR 830.1) be-
schwerdelegitimiert ist,
dass die Beschwerde frist- und formgerecht eingereicht wurde (Art. 52
VwVG, Art. 60 Abs. 1 ATSG),
dass das Ministerium für auswärtige Angelegenheiten der Republik Maze-
donien mit diplomatischer Note vom 22. Januar 2016 mitteilte, dass das
Diplom und die erworbene Universitätsqualifikation echt seien (B-act. 25
Beilage 1 f.; B-act. 27),
dass die Vorinstanz mit Stellungnahme vom 10. Februar 2016 mitteilte, sie
habe vom Schreiben des Ministeriums für auswärtige Angelegenheiten der
Republik Mazedonien vom 22. Januar 2016 Kenntnis genommen und be-
antrage, dass die Beschwerde vom 4. Mai 2012 (recte: Beschwerde vom
30. Oktober 2013) gutzuheissen und festzustellen sei, dass der Anspruch
des Beschwerdeführers auf Waisenrente ab dem 1. April 2003 durchge-
hend bis Ende Juli 2007 (Zeitpunkt, in welchem der Beschwerdeführer
seine Diplomprüfung abgelegt und bestanden habe) bestanden habe und
die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen sei, damit sie die dem
Beschwerdeführer zustehende Waisenrente berechnen, verfügen und aus-
zahlen könne,
dass nach Einsicht in die Akten für das Bundesverwaltungsgericht keine
Anhaltspunkte ersichtlich sind, weshalb dem Antrag der SAK nicht entspro-
chen werden sollte, zumal dieser Antrag vollumfänglich den Beschwerde-
anträgen entspricht,
dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtserheb-
lichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt,
dass eine Sache gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG mit verbindlichen Weisun-
gen an die Vorinstanz zurückgewiesen werden kann,
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dass die Beschwerde vom 30. Oktober 2013 deshalb gutzuheissen, der
angefochtene Einspracheentscheid vom 24. Oktober 2013 aufzuheben
und die Sache zur Berechnung der Waisenrente vom 1. April 2003 bis
31. Juli 2007, zum Erlass einer neuen Verfügung und zur Auszahlung der
Waisenrente an die Vorinstanz zurückzuweisen ist,
dass eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde füh-
renden Partei gilt (BGE 132 V 215 E. 6),
dass das Verfahren unentgeltlich ist (Art. 85bis Abs. 2 AHVG),
dass die Beschwerdeinstanz gemäss Art. 64 Abs. 1 VwVG der ganz oder
teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begehren eine
Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnismässig hohe
Kosten zusprechen kann,
dass dem nicht anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer keine notwendi-
gen und verhältnismässig hohe Kosten entstanden sind, weshalb ihm kei-
ne Parteientschädigung ausrichten ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG).
(Dispositiv: siehe nächste Seite)
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen. Der Einspracheentscheid vom
24. Oktober 2013 wird aufgehoben und die Sache zur Berechnung der
Waisenrente vom 1. April 2003 bis 31. Juli 2007, zum Erlass einer neuen
Verfügung und zur Auszahlung der Waisenrente an die Vorinstanz zu-
rückgewiesen.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3.
Dem Beschwerdeführer wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
4.
Dieses Urteil geht an:
– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Doppel Stellung-
nahme der Vorinstanz vom 10. Februar 2016)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Beat Weber Susanne Flückiger
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100
BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die
Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel
sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42
BGG).
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