B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-725/2012
U r t e i l v o m 3 0 . J u l i 2 0 1 2
Besetzung
Richter Stefan Mesmer (Vorsitz),
Richterin Franziska Schneider,
Richter Francesco Parrino,
Gerichtsschreiber Marc Wälti.
Parteien
X._______,
vertreten durch Y._______,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,
1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Gegenstand
Invalidenversicherung, Abweisung eines Revisions-
gesuches, Verfügung vom 24. Januar 2012.
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass der Beschwerdeführer, vertreten durch Y._______, am 8. Februar
2012 die Verfügung der Eidgenössischen Invalidenversicherung, IV-
Stelle für Versicherte im Ausland (IVSTA, im Folgenden auch:
Vorinstanz), vom 24. Januar 2012 betreffend Abweisung eines
Gesuches um Rentenrevision beim Bundesverwaltungsgericht
angefochten hat,
dass das Gericht gemäss Art. 31 des Bundesgesetzes vom 17. Juni
2006 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) zur
Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen
gemäss Art. 33 VGG zuständig ist, sofern keine Ausnahme nach Art.
32 VGG vorliegt,
dass die IVSTA als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten
hat, und vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit aus-
zumachen ist (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom
19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]), so
dass das Gericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zu-
ständig ist,
dass die übrigen Prozessvoraussetzungen ohne Zweifel gegeben sind,
dass die Vorinstanz am 13. Juni 2012 ihre Vernehmlassung vorgelegt
hat und beantragt, die Beschwerde sei im Sinne des Eventualantrages
gutzuheissen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die
Sache sei zu ergänzender psychiatrischer Abklärung und zu anschlies-
sendem neuem Entscheid an die IVSTA zurückzuweisen (B-act. 5),
dass sich der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 29. Juni 2012 dem
Antrag der Vorinstanz anschliesst und die Gutheissung seines Even-
tualantrags unter Kosten- und Entschädigungsfolgen beantragt,
dass damit nach übereinstimmender Auffassung der Parteien, welcher
sich das Bundesverwaltungsgericht anschliessen kann, feststeht, dass
die angefochtene Verfügung vom 24. Januar 2012 auf einer mangel-
haft ermittelten sachverhaltlichen Grundlage beruht,
dass Art. 49 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über
das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) die unvollständige
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ausdrücklich als
Beschwerdegrund nennt,
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dass die Beschwerde demnach gutzuheissen und die Sache an die
Vorinstanz zurückzuweisen ist (Art. 61 Abs. 1 VwVG) mit der An-
weisung, die erforderlichen zusätzlichen psychiatrischen Abklärungen
durchführen zu lassen und anschliessend neu zu verfügen,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu
erheben sind (Art. 63 Abs. 1 und 2 VwVG),
dass dem obsiegenden Beschwerdeführer eine von der Vorinstanz zu
entrichtende Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 und
2 VwVG),
dass die Parteientschädigung gemäss Art. 14 Abs. 2 des Reglements
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem
Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) aufgrund der Akten
zu bestimmen ist,
dass der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in seiner Eingabe
vom 29. Juni 2012 einen anwaltlichen Zeitaufwand von 7,5 Std. und
Auslagen von Fr. 27.- geltend macht, diesen Aufwand aber nicht
detailliert im Sinne einer Honorarnote ausweist,
dass das einer Partei zu entschädigende Anwaltshonorar sich nach
dem notwendigen Zeitaufwand des Vertreters bestimmt, wobei ein
anwaltlicher Stundenansatz von Fr. 200.- bis Fr. 400.- geltend gemacht
werden kann (Art. 10 VGKE),
dass im vorliegenden Verfahren aufgrund der Akten ein Anwalts-
aufwand von knapp 7,5 Std. angemessen und notwendig erscheint, der
zu einem Stundenansatz von Fr. 250.- zu entschädigen ist,
dass das zu entschädigende Anwaltshonorar (einschliesslich Aus-
lagen, keine Mehrwertsteuer geschuldet) daher auf Fr. 1'902.- festzu-
setzen ist (Art. 64 VwVG in Verbindung mit Art. 9 und Art. 10 VGKE).
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefochtene
Verfügung vom 24. Januar 2012 aufgehoben und die Sache mit der Wei-
sung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, die erforderlichen zusätz-
lichen psychiatrischen Abklärungen durchführen zu lassen und anschlies-
send neu zu verfügen.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3.
Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung in der Höhe von
Fr. 1'902.- zugesprochen, die von der Vorinstanz zu leisten ist.
4.
Dieses Urteil geht an:
– den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref-Nr._______; Gerichtsurkunde)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen
Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:
Stefan Mesmer Marc Wälti
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Voraussetzungen
gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom
17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die
Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-
terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel
sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42
BGG).