B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-7294/2016
Ur t e i l vom 1 9 . D e z embe r 2 0 1 6
Besetzung
Einzelrichter Vito Valenti,
Gerichtsschreiberin Madeleine Keel.
Parteien
A._______, (Deutschland),
vertreten durch Dr. Christian Krähe,
Beschwerdeführer,
gegen
SVA …,
Vorinstanz.
Gegenstand
Invalidenversicherung, Rentenzusprache, Beschwerde
gegen den Vorbescheid vom 24. Oktober 2016.
C-7294/2016
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die SVA … (nachfolgend: SVA) A._______ (nachfolgend: Versicherter
oder Beschwerdeführer) einerseits mit Vorbescheid vom 22. September
2016 einen Anspruch auf berufliche Massnahmen abgewiesen hat (Akten
im Beschwerdeverfahren [BVGer-act.] 3, S. 2) und andererseits mit Schrei-
ben vom selben Datum und unter der Überschrift „Zusprache einer Invali-
denrente“ den Versicherten darüber informierte, dass ab (…) und bis (…)
Anspruch auf eine ganze Invalidenrente bestanden habe (BVGer-act. 3,
S. ff.),
dass die Vorinstanz dem Versicherten sodann mit Schreiben vom 24. Ok-
tober 2016 (mit dem Titel „Arbeitsvermittlung – Ersetzt den Vorbescheid
vom 22.09.2016“) mitteilte, dass sie den Anspruch auf Arbeitsvermittlung
erneut geprüft und bejaht habe, wobei diese Mitteilung das Verfahren nicht
abschliesse und allfällige weitere Leistungsansprüche noch geprüft würden
(BVGer-act. 3, S. 9),
dass der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Krähe, mit Be-
schwerde vom 24. November 2016 (Eingang am 25. November 2016;
vgl. BVGer-act. 1 samt Beilagen) an das Bundesverwaltungsgericht ge-
langte und beantragte, die Verfügung der SVA vom 24. Oktober 2016 sei
teilweise abzuändern und es sei ihm über den (…) hinaus eine ganze In-
validenrente zuzüglich der gesetzlichen Zinsen zuzusprechen, unter Kos-
ten- und Entschädigungsfolge,
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 VGG Beschwerden
gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, sofern keine Ausnahme
nach Art. 32 VGG vorliegt und eine Behörde im Sinne von Art. 33 VGG die
Verfügung erlassen hat,
dass gemäss Art. 57a Abs. 1 IVG (SR 831.20) die IV-Stelle der versicher-
ten Person den vorgesehenen Endentscheid über ein Leistungsbegehren
oder den Entzug bzw. die Herabsetzung einer bisher gewährten Leistung
mittels Vorbescheid mitteilt und die versicherte Person Anspruch auf recht-
liches Gehör im Sinne von Artikel 42 ATSG (SR 830.1) hat,
dass laut Art. 73ter der IVV (SR 831.201) die Parteien innerhalb einer Frist
von 30 Tagen Einwände zum Vorbescheid vorbringen können (Abs. 1), die
versicherte Person ihre Einwände schriftlich oder mündlich bei der IV-Stelle
vorbringen kann und bei mündlich vorgetragenen Einwänden die IV-Stelle
ein summarisches von der versicherten Person zu unterzeichnendes Pro-
tokoll erstellt (Abs. 2),
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dass weiter nach Art. 74 IVV die IV-Stelle über die Leistungsbegehren be-
schliesst, wenn die Abklärung der Verhältnisse abgeschlossen ist (Abs. 1)
und die Begründung des Beschlusses sich mit den für den Beschluss rele-
vanten Einwänden zum Vorbescheid der Parteien auseinanderzusetzen
hat (Abs. 2),
dass für Personen im Ausland bzw. für Grenzgänger, wie den Beschwer-
deführer, die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IVSTA)
zum Erlass der anfechtbaren Verfügung zuständig ist (Art. 40 Abs. 1 lit. b
IVV i.V.m. Art. 40 Abs. 2 IVV bzw. Art. 41 Abs. 1 lit. d IVV),
dass das Bundesverwaltungsgericht zur Beurteilung von Beschwerden ge-
gen Verfügungen der IVSTA zuständig ist (Art. 31 VGG in Verbindung mit
Art. 69 Abs. 1 Bst. b IVG und Art. 33 Bst. d VGG),
dass vorliegend der vom Beschwerdeführer angefochtene Rechtsakt offen-
sichtlich als Vorbescheid der kantonalen IV-Stelle im Sinne der obgenann-
ten Vorschriften zu betrachten ist, welcher vor Bundesverwaltungsgericht
nicht anfechtbar ist,
dass dem Beschwerdeführer gemäss seinen eingereichten Akten offen-
sichtlich irrtümlicherweise von der SVA auch ein Entwurf für die von der
IVSTA zu erlassende Verfügung zugestellt wurde, welcher eine Rechtsmit-
telbelehrung an das Bundesverwaltungsgericht enthält (Beilage zu BVGer-
act. 1),
dass die IVSTA dem Bundesverwaltungsgericht jedoch explizit bestätigt
hat, dass sie noch keine anfechtbare Verfügung erlassen hat und dass dem
Versicherten am 5. Dezember 2016 eine Frist von 30 Tagen gesetzt wurde,
um fehlende Unterlagen einzureichen (BVGer-act. 5),
dass demnach davon auszugehen ist, dass noch Abklärungen bei der IV-
STA im Gange sind,
dass es sich mithin auch beim irrtümlicherweise zugestellten Verfügungs-
entwurf (noch) nicht um eine Verfügung der IVSTA im Sinne vom Art. 5
VwVG handelt, gegen welche Beschwerde an das Bundesverwaltungsge-
richt geführt werden könnte,
dass nach dem Gesagten im einzelrichterlichen Verfahren auf die hier vor-
liegende Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),
wurde doch noch keine Verfügung im Sinne von Art. 5 VwVG von der zu-
ständigen Vorinstanz (IVSTA) erlassen, welche anfechtbar wäre,
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dass der Beschwerdeführer allfällige Einwände gegen den Vorbescheid bei
der IVSTA zu erheben hat,
dass die Sache zur weiteren Bearbeitung an die IVSTA zu überweisen ist
(vgl. Art. 58 Abs. 3 ATSG),
dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können,
wenn – wie hier – Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es
als unverhältnismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen
(Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.
320.2]),
dass bei diesem Verfahrensausgang keine Parteientschädigung auszurich-
ten ist.
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Beschwerdeakten werden zur Behandlung an die IVSTA überwiesen.
3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und es wird keine Parteient-
schädigung ausgerichtet.
4.
Dieses Urteil geht an:
– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. …; Gerichtsurkunde: Beilage: Doppel der
Rechtsschrift des Beschwerdeführers vom 24. November 2016 samt
Beilagen)
– die IVSTA (Einschreiben: Beilage: Beschwerdeakten)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)
Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:
Vito Valenti Madeleine Keel
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100
BGG). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe
der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Ent-
scheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Hän-
den hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
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