Abtei lung II I
C-7295/2009
{T 0/2}
U r t e i l v o m 1 0 . D e z e m b e r 2 0 0 9
Richter Andreas Trommer (Vorsitz),
Richterin Elena Avenati-Carpani,
Richter Antonio Imoberdorf,
Gerichtsschreiber Daniel Grimm.
X._______,
Beschwerdeführer,
vertreten durch lic. iur. Peter Wicki, Rechtsanwalt,
Denkmalstrasse 2, Postfach, 6000 Luzern 6,
gegen
Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.
Teilweise Gutheissung einer Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten und Rückweisung an das
Bundesverwaltungsgericht zu neuem Entscheid;
Urteil des Bundesgerichts 1C_211/2009 vom
14. September 2009.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-7295/2009
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass das BFM in einer Verfügung vom 24. Juni 2005 die erleichterte
Einbürgerung von X._______ für nichtig erklärte,
dass der Beschwerdeführer dagegen mit einer Rechtsmitteleingabe
vom 26. Juli 2005 an das damals zuständige Eidgenössische Justiz-
und Polizeidepartement (EJPD) gelangte,
dass er dabei unter anderem rügte, im erstinstanzlichen Verfahren sei
rechtsfehlerhaft nicht über einen in seinem Namen gestellten Antrag
auf Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege entschieden worden,
dass das in der Rechtsmaterie seit 1. Januar 2007 zuständige Bundes-
verwaltungsgericht in einem Urteil vom 31. März 2009 die Beschwerde
im Hauptpunkt (Nichtigerklärung der erleichterten Einbürgerung) ab-
wies (Ziffer 1 des Dispositivs),
dass das Bundesverwaltungsgericht die Rüge hinsichtlich der unent-
geltlichen Rechtspflege vor dem Bundesamt teilweise guthiess, soweit
es um die Befreiung von Verfahrenskosten ging, im Übrigen aber be-
treffend Bestellung eines unentgeltlichen Reichtsbeistandes abwies
(Ziffer 2 des Dispositivs),
dass das Bundesverwaltungsgericht dem Beschwerdeführer für das
Rechtsmittelverfahren eine Parteientschädigung von Fr. 500.- zusprach
(Ziffer 3 des Dispositivs) und Rechtsanwalt Peter Wicki als unentgeltli-
chen Rechtsbeistand mit Fr. 2'000.- entschädigte (Ziffer 4 des Disposi-
tivs),
dass der Beschwerdeführer hierauf Beschwerde in öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten beim Bundesgericht einreichte und die Aufhe-
bung der Dispositiv-Ziffern 1 und 2 des Urteils des Bundesverwal-
tungsgerichts vom 31. März 2009 sowie der Verfügung des BFM vom
24. Juni 2005 beantragte,
dass das Bundesgericht mit Urteil vom 14. September 2009 die Be-
schwerde teilweise guthiess und Ziffer 2 des Urteils des Bundesver-
waltungsgerichts vom 31. März 2009 insoweit aufhob, als dem Be-
schwerdeführer die Gewährung eines unentgeltlichen Rechtsbeistan-
des für das Verfahren vor dem Bundesamt verweigert worden war,
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dass die Beschwerde im Übrigen abgewiesen wurde, soweit das Bun-
desgericht darauf eintrat,
dass das Bundesgericht die Angelegenheit zur neuen Beurteilung im
Kosten- und Entschädigungspunkt an das Bundesverwaltungsgericht
zurückwies,
dass der Rechtsvertreter mit Eingabe vom 18. September 2009 um
„vollumfängliche Gutheissung der Kostennoten“ (Kostennote von Für-
sprecher Werner Spirig, Bern, für das Verfahren vor dem BFM, Hono-
rarrechnung von Rechtsanwalt Peter Wicki für das Rechtsmittelverfah-
ren vor dem EJPD bzw. dem Bundesverwaltungsgericht) ersucht,
dass in Nachachtung des bundesgerichtlichen Urteils dem Gesuch um
unentgeltliche Rechtsverbeiständung im erstinstanzlichen Verfahren
stattzugeben, Fürsprecher Werner Spirig als amtlicher Anwalt zu be-
stellen und sein Honorar entsprechend der Kostennote vom 10. Okto-
ber 2005 auf Fr. 1'027.15 festzusetzen ist (Art. 65 Abs. 1 und 2 des
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfah-
ren [VwVG, SR 172.021] i.V.m. Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Feb-
ruar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesver-
waltungsgerichts [VGKE, SR 173.320.2]),
dass entsprechend dem teilweisen Obsiegen vor dem Bundesgericht
der Anteil der auszurichtenden Parteientschädigung zu erhöhen ist,
sich aber an der Berechnung der vergütbaren Auslagen vor der ersten
Rechtsmittelinstanz als solcher nichts ändert,
dass auf die Eingabe vom 18. September 2009, soweit der Beschwer-
deführer bzw. sein Rechtsvertreter darin um eine höhere Entschädi-
gung für das Rechtsmittelverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht
ersuchen, infolge Rechtskraft des Urteils des Bundesverwaltungsge-
richts vom 31. März 2009 nicht einzutreten ist.
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Dem Beschwerdeführer wird im Rahmen der unentgeltlichen Rechts-
pflege für das Verfahren vor der Vorinstanz in der Person von Fürspre-
cher Werner Spirig ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestimmt. Die-
ser ist für seine Bemühungen von der Vorinstanz mit Fr. 1'027.15
(MwSt. inkl.) zu entschädigen.
2.
Die dem Beschwerdeführer von der Vorinstanz für das Verfahren vor
dem Bundesverwaltungsgericht auszurichtende Parteientschädigung
wird in Abänderung von Ziffer 3 des Urteils des Bundesverwaltungsge-
richts vom 31. März 2009 neu auf Fr. 1'000.- (MwSt. inkl.) festgelegt.
3.
Die dem unentgeltlichen Rechtsbeistand des Beschwerdeführers für
das Rechtsmittelverfahren zu Lasten der Gerichtskasse auszurichten-
de Entschädigung wird in Abänderung von Ziffer 4 des Urteils des
Bundesverwaltungsgerichts vom 31. März 2009 neu auf Fr. 1'500.-
(MwSt. inkl.) festgelegt.
4.
Soweit der Beschwerdeführer und sein Rechtsvertreter mit Eingabe
vom 18. September 2009 eine Erhöhung der Entschädigung verlan-
gen, die ihnen mit Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 31. März
2009 unter dem Titel Parteientschädigung und Armenhonorar insge-
samt zugesprochen wurde, wird auf ihr Begehren nicht eingetreten.
5.
Dieses Urteil geht an:
- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz zum Vollzug (ad Ref-Nr. [...])
Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:
Andreas Trommer Daniel Grimm
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtli-
chen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die
Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begeh-
ren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel
sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizu-
legen (vgl. Art. 42 BGG).
Versand:
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