Abtei lung II I
C-7298/2008
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U r t e i l v o m 2 0 . M a i 2 0 0 9
Richter Michael Peterli (Vorsitz),
Richter Beat Weber,
Richterin Madeleine Hirsig,
Gerichtsschreiberin Sandra Tibis.
A._______,
vertreten durch B._______,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,
1211 Genf 2,
Vorinstanz.
IV (Rente).
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-7298/2008
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die IV-Stelle Luzern A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer)
mit Verfügung vom 6. November 2002 für die Zeit vom 1. Juni 1999 bis
zum 30. November 1999 eine ganze Invalidenrente, für die Zeit vom
1. Dezember 1999 bis zum 30. Juni 2001 eine halbe Rente und ab
1. Juli 2001 eine ganze Invalidenrente zugesprochen hat;
dass diese Verfügung mit Urteil der sozialversicherungsrechtlichen Ab-
teilung des Verwaltungsgerichts Luzern vom 22. Dezember 2003
rechtskräftig bestätigt worden ist;
dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IV-Stelle),
welche aufgrund der Rückkehr des Beschwerdeführers nach Öster-
reich zuständig geworden ist, ein Rentenrevisionsverfahren eingeleitet
hat;
dass die IV-Stelle mit Verfügung vom 21. Oktober 2008 gestützt auf die
Beurteilung von Dr. med. C._______ vom 8. Mai 2008 die Rente des
Beschwerdeführers per 1. Januar 2009 mangels Vorliegens einer
rentenbegründenden Invalidität aufgehoben hat;
dass der Beschwerdeführer diese Verfügung mit Beschwerde vom
6. November 2008 angefochten und die Zusprechung einer ganzen
Rente beantragt hat;
dass der Beschwerdeführer, vertreten durch B._______, mit
Beschwerde-Ergänzung vom 16. Januar 2009 die Aufhebung der
Verfügung vom 21. Oktober 2008 unter Kosten- und Entschädi-
gungsfolge beantragt hat;
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung
mit Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über
die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) zur Beurteilung von Be-
schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG
zuständig ist;
dass die IV-Stelle eine Vorinstanz gemäss Art. 33 lit. d VGG ist und
vorliegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt;
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dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes
vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist;
dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht
(Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember
1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) und der
einverlangte Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 300.-- fristgerecht
geleistet wurde und somit auf die Beschwerde einzutreten ist;
dass die IV-Stelle mit Vernehmlassung vom 22. April 2009 mit Verweis
auf die Stellungnahme von Dr. med. D._______ des medizinischen
Dienstes der IV-Stelle vom 16. April 2009 beantragt hat, die Beschwer-
de sei gutzuheissen und die angefochtene Verfügung sei aufzuheben,
da kein aktueller, ausführlicher psychiatrischer Bericht vorliege und im
Jahr 2008 zudem aus körperlicher Sicht auch noch Änderungen einge-
treten seien, welche der Bericht von Dr. med. C._______ noch nicht
berücksichtige;
dass diese Vernehmlassung sowie die Stellungnahme von
Dr. med. D._______ dem Beschwerdeführer am 27. April 2009 zur
Kenntnis zugestellt wurde;
dass in Übereinstimmung mit der Stellungnahme von
Dr. med. D._______ festzustellen ist, dass es für die Beurteilung der
Frage, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit
der Festlegung der Rente in relevantem Ausmass verbessert hat,
aktueller und ausführlicher Berichte (insbesondere psychiatrischer
Natur) bedarf, welche zur Zeit noch nicht vorliegen;
dass sich das Bundesverwaltungsgericht dem Vorschlag von
Dr. med. D._______ anschliesst, Berichte gemäss Auflistung im
Annex I vom 18. April 2009 zur Stellungnahme vom 16. April 2009
anfertigen zu lassen;
dass der Sachverhalt somit im heutigen Zeitpunkt ungenügend festge-
stellt ist und die Berichte gemäss Annex I einzuholen und auszuwerten
sind;
dass das Bundesverwaltungsgericht daher nicht in der Lage ist, auf-
grund der vorliegenden Akten einen Entscheid in der Sache zu fällen;
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dass die Beschwerde daher in dem Sinn gutzuheissen ist, dass die an-
gefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache gestützt auf Art. 61
Abs. 1 VwVG zur Neubeurteilung an die IV-Stelle zurückzuweisen ist,
verbunden mit der Anweisung, den Sachverhalt mit den erforderlichen
Berichten zu ergänzen, diese zu beurteilen und anschliessend in der
Sache neu zu verfügen;
dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind (Art. 63 Abs. 1 und 2
VwVG) und dem Beschwerdeführer der geleistete Kostenvorschuss in
der Höhe von Fr. 300.-- nach Rechtskraft auf ein von ihm anzugeben-
des Konto zurückzuerstatten ist;
dass dem obsiegenden Beschwerdeführer, der sich anwaltlich vertre-
ten liess, zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung zuzu-
sprechen ist, welche auf Fr. 1'000.-- festgesetzt wird (Art. 64 VwVG in
Verbindung mit Art. 7 ff. des Reglements vom 21. Februar 2008 über
die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht
[VGKE, SR 173.320.2]).
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird in dem Sinn gutgeheissen, dass die Verfügung
vom 21. Oktober 2008 aufgehoben und die Sache zur Neubeurteilung
im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz zurückgewiesen wird.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der geleistete Kostenvor-
schuss von Fr. 300.-- wird dem Beschwerdeführer nach Eintritt der
Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.
3.
Dem Beschwerdeführer wird eine Parteientschädigung von Fr. 1'000.--
zu Lasten der Vorinstanz zugesprochen.
4.
Dieses Urteil geht an:
- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Formular Zahl-
adresse)
- die Vorinstanz
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Michael Peterli Sandra Tibis
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff.
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG,
SR 173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung
mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der
angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die
beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42
BGG).
Versand:
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