Abtei lung II I
C-7383/2008/shl
{T 0/2}
U r t e i l v o m 1 9 . M a i 2 0 0 9
Richter Michael Peterli (Vorsitz),
Richterin Franziska Schneider,
Richter Vito Valenti,
Gerichtsschreiberin Lucie Schafroth.
A._______, Thailand,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,
1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Invalidenrente.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-7383/2008
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IV-Stelle)
mit Verfügung vom 14. Oktober 2008 die A._______ bis dahin
gewährte ganze Invalidenrente per Dezember 2008 durch eine halbe
Rente ersetzt hat,
dass A._______ (nachfolgend: Beschwerdeführer), vertreten durch
seine Schwester B._______, gegen diese Verfügung mit Eingabe vom
15. November 2008 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht
erhoben und sinngemäss die Rückweisung der Sache an die
Vorinstanz zwecks Einholung eines ergänzenden medizinischen Gut-
achtens beantragt hat,
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung
mit Art. 69 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über
die Invalidenversicherung (IVG, SR 831.20) zur Beurteilung von Be-
schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG
zuständig ist,
dass die IV-Stelle eine Vorinstanz gemäss Art. 33 lit. d VGG ist und
vorliegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt,
dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes
vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist,
dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht
wurde (Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) und so-
mit darauf einzutreten ist,
dass Dr. med. C._______ in seinem Bericht vom 12. April 2009 zu
Handen der IV-Stelle die Durchführung einer umfassenden
fachärztlichen (psychiatrischen, reumatologisch-neurologischen und
internistischen) Begutachtung in der Schweiz empfohlen hat, da die
der angefochtenen Verfügung zu Grunde liegenden medizinischen
Unterlagen aus Thailand für eine zuverlässige Beurteilung
ungenügend seien,
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dass die IV-Stelle mit Vernehmlassung vom 24. April 2009 beantragt
hat, die Beschwerde gutzuheissen, die angefochtene Verfügung aufzu-
heben und die Sache im Sinne des IV-ärztlichen Berichts an die Ver-
waltung zurückzuweisen,
dass sich in Übereinstimmung mit dem Bericht von Dr. med.
C._______, sowie der Vernehmlassung der IV-Stelle, die Durchführung
einer umfassenden fachärztlichen Begutachtung zur Überprüfung des
aktuellen Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers als
notwendig erweist,
dass damit feststeht, dass die angefochtene Verfügung vom 14. Okto-
ber 2008 auf einem mangelhaft ermittelten Sachverhalt beruht,
dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt,
dass die Beschwerde demnach gutzuheissen und die Sache zur Neu-
beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Art. 61 Abs. 1
VwVG), verbunden mit der Anweisung, die erforderliche fachärztliche
Begutachtung durchführen zu lassen und anschliessend in der Sache
neu zu verfügen,
dass keine Verfahrenskosten zu erheben sind (Art. 63 Abs. 1 und 2
VwVG),
dass dem obsiegenden Beschwerdeführer, welcher sich nicht anwalt-
lich vertreten liess und dem auch sonst keine notwendigen und ver-
hältnismässig hohen Kosten entstanden sind, für das Beschwerdever-
fahren vor dem Bundesverwaltungsgericht somit keine Parteientschä-
digung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG in Verbindung mit Art. 7
Abs. 1 und 4 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten
und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR
173.320.2]).
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird gutgeheissen und die angefochtene Verfügung
vom 14. Oktober 2008 aufgehoben.
2.
Die Sache wird mit der Weisung an die Vorinstanz zurückgewiesen, die
erforderliche fachärztliche Begutachtung im Sinne der Erwägungen
durchführen zu lassen und anschliessend in der Sache neu zu verfü-
gen.
3.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben und es wird keine Partei-
entschädigung zugesprochen.
4.
Dieses Urteil geht an:
- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Doppel Vernehm-
lassung vom 24. April 2009 samt Bericht von Dr. med. C._______
vom 12. April 2009 in Kopie [act. 77])
- die Vorinstanz
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Michael Peterli Lucie Schafroth
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff.
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit
Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der
angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die
beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42
BGG).
Versand:
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