Abtei lung II I
C-7456/2009/mes
{T 0/2}
U r t e i l v o m 2 9 . A p r i l 2 0 1 0
Richter Stefan Mesmer (Vorsitz),
Richterin Madeleine Hirsig,
Richterin Franziska Schneider,
Gerichtsschreiber Roger Stalder.
X._______,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur.
Abelardo Vazquez Conde, avenida La Habana, 9-1°,
ES-32003 Ourense,
Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,
1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Invalidenversicherung, Verfügung vom
8. September 2009.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-___/2009
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die Beschwerdeführerin am 26. November 2009 die Verfügung
der Eidgenössischen Invalidenversicherung, IV-Stelle für Versicherte
im Ausland (IVSTA), vom 8. September 2009 betreffend Abweisung
eines Leistungsbegehrens beim Bundesverwaltungsgericht ange-
fochten hat,
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des
Bundesgesetzes vom 17. Juni 2006 über das Bundes-
verwaltungsgericht (VGG, SR 173.32) zur Beurteilung von Be-
schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG
zuständig ist, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,
dass die IVSTA als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten
hat und vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit aus-
zumachen ist (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom
19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG], SR 831.20), so
dass das Gericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde
zuständig ist,
dass die weiteren Prozessvoraussetzungen ohne Zweifel erfüllt sind,
dass die Vorinstanz am 19. April 2010 ihre Vernehmlassung vorgelegt
hat, die der Beschwerdeführerin zur Kenntnisnahme zuzustellen ist,
dass die Vorinstanz beantragt, die Beschwerde sei teilweise gutzu-
heissen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache
sei zur Durchführung einer psychiatrischen Begutachtung in der
Schweiz und zum anschliessenden neuen Entscheid an die Verwaltung
zurückzuweisen,
dass der ärztliche Dienst der Vorinstanz (Dr. Y._______) in seiner
Stellungnahme vom 7. April 2010 festhält, aus medizinischer Sicht sei
eine weitere psychiatrische Begutachtung in der Schweiz angezeigt
(act. 45),
dass die Beschwerdeführerin bereits in ihrer Beschwerde eventualiter
eine neue Begutachtung beantragt hat, da die Vorinstanz den medi-
zinischen Sachverhalt ungenügend abgeklärt habe,
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dass damit nach übereinstimmender Auffassung der Parteien, welcher
sich das Bundesverwaltungsgericht anschliessen kann, feststeht, dass
die angefochtene Verfügung vom 8. September 2009 auf einer mangel-
haft ermittelten tatbeständlichen Grundlage beruht,
dass Art. 49 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über
das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) die unvollständige
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ausdrücklich als
Beschwerdegrund nennt,
dass die Beschwerde demnach gutzuheissen und die Sache zur Neu-
beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Art. 61 Abs. 1
VwVG) mit der Anweisung, die erforderliche zusätzliche psychiatrische
Begutachtung in der Schweiz durchführen zu lassen und neu in der
Sache zu verfügen,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu
erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG),
dass der obsiegenden Beschwerdeführerin eine von der Vorinstanz zu
entrichtende Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 und
2 VwVG),
dass die Parteientschädigung gemäss Art. 14 Abs. 2 des Reglements
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem
Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) aufgrund der Akten
zu bestimmen ist,
dass das zu entschädigende Anwaltshonorar (einschliesslich Aus-
lagen) vorliegend aufgrund der Akten auf Fr. 1'400.- festzusetzen ist
(Art. 64 VwVG in Verbindung mit Art. 9 und Art. 10 VGKE).
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die ange-
fochtene Verfügung aufgehoben und die Sache mit der Weisung an die
Vorinstanz zurückgewiesen wird, eine zusätzliche psychiatrische
Begutachtung in der Schweiz durchführen zu lassen und anschlies-
send in der Sache neu zu verfügen.
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2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3.
Der Beschwerdeführerin wird für das Beschwerdeverfahren eine
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 1'400.- zugesprochen, die
von der Vorinstanz zu leisten ist.
4.
Ein Doppel der Vernehmlassung der Vorinstanz vom 19. April 2010
geht zur Kenntnisnahme an die Beschwerdeführerin.
5.
Dieses Urteil geht an:
- die Beschwerdeführerin (Einschreiben mit Rückschein; Beilage:
Vernehmlassung der Vorinstanz vom 19. April 2010)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ________________)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:
Stefan Mesmer Roger Stalder
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die
Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des
Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110)
gegeben sind. Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung
mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der
angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die
beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42
BGG).
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