Abtei lung II I
C-7777/2009
{T 0/2}
U r t e i l v o m 2 0 . J a n u a r 2 0 1 0
Richter Beat Weber (Vorsitz),
Richter Francesco Parrino,
Richter Vito Valenti,
Gerichtsschreiber Daniel Stufetti.
Stiftung Auffangeinrichtung BVG,
Zweigstelle Deutschschweiz, Erlenring 2, Postfach 664,
6343 Rotkreuz,
Gesuchstellerin.
Gesuch um Berichtigung des Urteils des
Bundesverwaltungsgerichts C-8161/2008 vom 16.
November 2009.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-7777/2009
Sachverhalt:
A.
Mit Urteil C-8161/2008 vom 16. November 2009 hiess das Bundes-
verwaltungsgericht die Beschwerde von S._______ vom 17. Dezember
2008 (Beschwerdeführer) teilweise gut (Dispositivziffer 1). Es änderte
die Dispositivziffer 3 der Verfügung der Stiftung Auffangeinrichtung
BVG, Rotkreuz, (Vorinstanz) vom 18. November 2008 dahingehend,
als der Beschwerdeführer verpflichtet wird, der Vorinstanz einen Be-
trag von Fr. 8'041.- zuzüglich Zins von 5 % ab dem 10. Juni 2008 zu
bezahlen. In diesem Umfang wird gemäss Dispositivziffer 6 der Ver-
fügung der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 2081849 des Be-
treibungsamtes (Ort) aufgehoben. Im Übrigen wird die angefochtene
Verfügung bestätigt (Dispositivziffer 2). Dem Beschwerdeführer wurden
ermässigte Verfahrenskosten von Fr. 750.- auferlegt, mit dem ge-
leisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'000.- verrechnet und ihm der
Saldobetrag von Fr. 250.- zurückerstattet (Dispositivziffer 3). Partei-
entschädigungen wurden keine zugesprochen (Dispositivziffer 4).
B.
Mit Eingabe vom 2. Dezember 2009 ersucht die Stiftung Auffangein-
richtung BVG (Gesuchstellerin) um Berichtigung des Urteils vom 16.
November 2009 dahingehend, als in Dispositivziffer 2 des erwähnten
Urteils des Bundesverwaltungsgerichts der Rechtsvorschlag im Um-
fang von Fr. 8'566.- zu beseitigen sei.
Das Bundesverwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1.
Die Erläuterung oder Berichtigung eines Urteils des Bundesver-
waltungsgerichts richtet sich nach Art. 48 des Verwaltungsgerichts-
gesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32). Gemäss Abs. 1 dieser
Bestimmung ist für die Erläuterung und die Berichtigung von Ent-
scheiden des Bundesverwaltungsgerichts Art. 129 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) sinngemäss
anwendbar. Gemäss Art. 129 Abs. 1 BGG nimmt das Bundesgericht
auf Gesuch einer Partei oder von Amtes wegen die Erläuterung oder
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Berichtigung vor, wenn das Dispositiv eines bundesgerichtlichen Ent-
scheids unklar, unvollständig oder zweideutig ist, seine Bestimmungen
untereinander oder mit der Begründung in Widerspruch stehen oder es
Redaktions- oder Rechnungsfehler enthält,
2.
Die Gesuchstellerin macht geltend, das Bundesverwaltungsgericht
habe in Erwägung 3.7 des erwähnten Urteils die von der Vorinstanz
dem Beschwerdeführer in Rechnung gestellten Verfügungskosten von
insgesamt Fr. 525.- als Rechtens befunden, diese Forderung indes
irrtümlich nicht zu den in Erwägung 4.1 dieses Urteils ebenfalls an-
erkannten Forderungen von insgesamt Fr. 8'041.- hinzugerechnet.
Somit würde sich die Gesamtforderung der Vorinstanz gegenüber dem
Beschwerdeführer auf Fr. 8'566.- belaufen. Daher sei der Rechtsvor-
schlag im Umfang von Fr. 8'566.- zuzüglich Verzugszins, und nicht wie
in Erwägung 4.1 in fine aufgeführt von Fr. 8'041.- zuzüglich Verzugs-
zins, aufzuheben.
3.
3.1 Wie im Urteil aufgeführt (vgl. Sachverhalt Bst. B und C) hatte die
Vorinstanz in ihrer angefochtenen Verfügung vom 18. November 2008
(Dispositivziffer 3) dem Beschwerdeführer eine fällige Forderung von
insgesamt Fr. 15'231 zuzüglich 5 % Verzugszins auf Fr. 14'981.- seit
dem 10. Juni 2008 in Rechnung gestellt. Diese Forderung liess die
Vorinstanz am 17. Juni 2008 beim Betreibungsamt (Ort) in Betreibung
setzen. Gegen den Zahlungsbefehl des Betreibungsamtes (Ort) vom
18. Juni 2008 erhob der Beschwerdeführer am 20. Juni 2008 Rechts-
vorschlag. Diesen hob die Gesuchstellerin in ihrer besagten Verfügung
(Dispositivziffer 6) im Umfang von Fr. 15'231.- zuzüglich 5 % Soll-
zinsen auf.
3.2 Mit dem erwähnten Urteil hat das Bundesverwaltungsgericht die
Forderung der Vorinstanz auf insgesamt Fr. 8'041 zuzüglich Zins von
5 % herabgesetzt. Dies hatte – wie in Erwägung 4.1 in fine erwähnt –
zur Folge, dass der erhobene Rechtsvorschlag auch nur im Umfang
von Fr. 8'041.- zuzüglich 5 % Verzugszins aufzuheben war. Hingegen
waren die Kosten der vorinstanzlichen Verfügung von insgesamt
Fr. 525.- (vgl. Dispositivziffer 7), welche dem Beschwerdeführer auf-
erlegt wurden, im Zeitpunkt des Urteils noch nicht fällig. Daher
bildeteten sie denn auch nicht Gegenstand der erwähnten (früher
erfolgten) Betreibung, weshalb diesbezüglich auch kein Rechtsvor-
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schlag erhoben wurde, der vorliegend zu beseitigen gewesen wäre
(Art. 69 i.V.m. Art. 74 und Art. 79 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 11.
April 1889 über Schuldbetreibung und Konkurs [SchkG] SR 281.1;
Urteil des Bundesgerichts 5A_315/2007 vom 13. Dezember 2007 E. 3
und 4.1.2).
4.
Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 16. November 2009
steht daher bezüglich Dispositivziffer 2 mit den Erwägungen 3.7 sowie
4.1 weder in Widerspruch, noch liegt ein Redaktions- Rechnungs- oder
Kanzleifehler vor. Das Gesuch erweist sich daher als unbegründet und
ist abzuweisen.
5.
Für das vorliegende Verfahren sind der Gesuchstellerin gemäss Art. 64
Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Ver-
waltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) keine Kosten aufzuerlegen.
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Das Berichtigungsgesuch wird abgewiesen.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3.
Dieses Urteil geht an:
- die Gesuchstellerin (Gerichtsurkunde)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
4.
Mitteilung geht an:
- _______, vertreten durch _______ (Einschreiben, zur Kenntnis)
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
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Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:
Beat Weber Daniel Stufetti
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff.
und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR
173.110]). Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit
Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der an-
gefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die be-
schwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42
BGG).
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