Abtei lung II I
C-8137/2007/frj/fas
{T 0/2}
U r t e i l v o m 2 6 . F e b r u a r 2 0 0 8
Richter Johannes Frölicher (Vorsitz),
Richter Eduard Achermann,
Richter Francesco Parrino,
Gerichtsschreiberin Susanne Fankhauser.
E._______,
vertreten durch Advokat Guido Ehrler, Rebgasse 1,
Postfach 321, 4005 Basel
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2
Vorinstanz.
Invalidität (Einspracheentscheid vom 29. Oktober 2007).
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-8137/2007
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend: IV-Stelle)
mit Einspracheentscheid vom 29. Oktober 2007 die Einsprache von
E._______ gegen die negative Verfügung vom 1. März 2006 im
Wesentlichen mit der Begründung abwies, der Versicherte sei aus
psychiatrischer Sicht vollumfänglich arbeitsfähig,
dass E._______, vertreten durch Advokat Guido Ehrler, diesen
Entscheid mit Beschwerde vom 29. November 2007 beim Bundesver-
waltungsgericht anfocht und die Zusprechung einer ganzen Invaliden-
rente ab 1. Mai 2004, das Einholen eines psychiatrischen Gutachtens
durch das Gericht und die Gewährung der unentgeltlichen Rechts-
pflege mit Advokat Guido Ehrler als Rechtsbeistand beantragte,
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Bundesge-
setzes vom 17. Juni 2006 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG,
SR 173.32) zur Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen von
Vorinstanzen gemäss Art. 33 und 34 VGG zuständig ist, sofern keine
Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,
dass die IV-Stelle als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten
hat, und vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszu-
machen ist (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom
19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG] SR 831.20), so
dass das Gericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde
zuständig ist,
dass die IV-Stelle den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes
wegen ermittelt (vgl. Art. 43 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG] SR
830.1 und Art. 69 Abs. 2 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die
Invalidenversicherung [IVV] SR 831.201),
dass der Beschwerdeführer insbesondere geltend macht, auf das von
der IV-Stelle eingeholte psychiatrische Gutachten könne nicht abge-
stellt werden, weil der Gutachter sich mit wesentlichen medizinischen
Stellungnahmen nicht auseinandergesetzt habe und das Gutachten
weder nachvollziehbar noch schlüssig sei,
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dass die IV-Stelle mit Vernehmlassung vom 24. Januar 2008 beantragt,
die Beschwerde sei gutzuheissen und die Angelegenheit zur Durch-
führung einer weiteren psychiatrischen Begutachtung an die Verwal-
tung zurückzuweisen,
dass mit dem Beschwerdeführer und der Vorinstanz davon auszu-
gehen ist, dass der angefochtene Entscheid auf einer unvollständigen
und gegebenenfalls unrichtigen Feststellung des rechtserheblichen
Sachverhalts beruht (Art. 49 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember
1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG] SR 172.021),
dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt,
dass die Beschwerde demnach gutzuheissen und die Sache zur
Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist (Art. 61 Abs. 1
VwVG),
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu
erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG),
dass dem obsiegenden Beschwerdeführer zu Lasten der Vorinstanz
eine Parteientschädigung zuzusprechen ist, welche unter Berücksich-
tigung des gebotenen und aktenkundigen Aufwands, pauschal auf
Fr. 2'000.-- festgesetzt wird (Art. 64 VwVG in Verbindung mit Art. 7,
Art. 10 und Art. 14 Abs. 2 des Reglements vom 11. Dezember 2006
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungs-
gericht [VGKE] SR 173.320. 2),
dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege damit gegenstands-
los geworden ist.
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen als der Einsprache-
entscheid vom 29. Oktober 2007 aufgehoben und die Sache zur Neu-
beurteilung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird.
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2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3.
Dem Beschwerdeführer wird für das vorliegende Verfahren eine
Parteientschädigung in der Höhe von Fr. 2'000.- zugesprochen. Diese
Entschädigung ist von der Vorinstanz zu leisten.
4.
Dieses Urteil geht an:
- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ...)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
- Personalvorsorgestiftung REBAG, Dietikon
Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Johannes Frölicher Susanne Fankhauser
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die
Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind.
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene
Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Beschwerdeführer
in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).
Versand:
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