Abtei lung II I
C-8264/2008/
{T 0/2}
U r t e i l v o m 2 2 . S e p t e m b e r 2 0 0 9
Richter Beat Weber (Vorsitz),
Richterin Madeleine Hirsig,
Richter Francesco Parrino,
Gerichtsschreiber Daniel Stufetti.
E._______,
Zustelldomizil: Z._______,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,
1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Invalidenversicherung; Verfügung der IVSTA vom
24. November 2008.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-8264/2008
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die IV-Stelle für Versicherte im Ausland (nachfolgend IV-Stelle
oder Vorinstanz) mit Verfügung vom 24. November 2008 das Gesuch
von E._______ (Beschwerdeführer) um Ausrichtung einer Invaliden-
rente abgewiesen hat (IV/39),
dass der Beschwerdeführer diese Verfügung mit Beschwerde vom
19. Dezember 2008 (Datum der Postaufgabe) angefochten und die
Aufhebung der Verfügung sowie die Ausrichtung einer Rente beantragt
hat,
dass das Bundesverwaltungsgericht die Vorinstanz mit Zwischenverfü-
gung vom 10. Februar 2009 ersuchte, bis zum 14. April 2009 eine Ver-
nehmlassung einzureichen,
dass der durch die IV-Stelle konsultierte Arzt Dr. A._______ in seiner
Stellungnahme vom 22. Mai 2009 ausführt, die eingereichten Arztbe-
richte und übrigen Akten liessen keine eindeutigen Schlüsse dazu zu,
ob und in welchem Masse der Beschwerdeführer an einer rentenrele-
vanten psychischen Erkrankung leide und ob diese auf den Krieg im
Kosovo oder die Folgen des am 14. September 1994 erlittenen Ver-
kehrsunfalls zurückzuführen seien, und eine entsprechende Abklärung
lasse sich nur in der Schweiz durchführen (IV/41),
dass die IV-Stelle erwog, aufgrund der Beurteilung des medizinischen
Dienstes erweise sich eine bidisziplinäre Untersuchung in den Berei-
chen Psychiatrie und Rheumatologie als notwendig (IV/43),
dass die Vorinstanz in ihrer Stellungnahme vom 10. August 2009 bean-
tragte, die Beschwerde sei gutzuheissen, die angefochtene Verfügung
aufzuheben und die Sache im Sinne der Stellungnahme des ärztlichen
Dienstes der IV-Stelle an die Verwaltung zurückzuweisen (act. 10),
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Verwaltungs-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) in Verbindung
mit Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes über die Invalidenversi-
cherung vom 19. Juni 1959 (IVG, SR 831.20) zur Beurteilung von Be-
schwerden gegen Verfügungen von Vorinstanzen gemäss Art. 33 und
34 VGG zuständig ist,
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dass die IV-Stelle eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG ist, und
vorliegend keine Ausnahme im Sinne von Art. 32 VGG vorliegt,
dass der Beschwerdeführer im Sinne von Art. 59 des Bundesgesetzes
vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche-
rungsrechts (ATSG, SR 830.1) beschwerdelegitimiert ist,
dass die Beschwerde im Übrigen frist- und formgerecht eingereicht
wurde (Art. 60 ATSG und Art. 52 des Bundesgesetzes vom 20. Dezem-
ber 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) und so-
mit auf die Beschwerde einzutreten ist,
dass nach den Ausführungen der IV-Stelle in ihrer Stellungnahme vom
10. August 2009 in Verbindung mit der IV-ärztlichen Stellungnahme die
Verfügung vom 24. November 2008 auf einem mangelhaft eruierten
Sachverhalt beruht und sich die Einholung eines rheumatologisch-psy-
chiatrischen Gutachtens als notwendig erweist,
dass der Beschwerdeführer in der Beschwerde sinngemäss eine
weitere Begutachtung beantragt und replikweise zum Antrag der
Vorinstanz auf Gutheissung der Beschwerde und Rückweisung zu
weiterer Abklärung nicht Stellung genommen hat,
dass nach Einsicht in die Akten keine Anhaltspunkte bestehen, wes-
halb dem Antrag der IV-Stelle nicht entsprochen werden sollte,
dass Art. 49 Bst. b VwVG die unvollständige Feststellung des rechtser-
heblichen Sachverhalts ausdrücklich als Beschwerdegrund nennt,
dass eine Sache gemäss Art. 61 Abs. 1 VwVG mit verbindlichen Wei-
sungen an die Vorinstanz zurückgewiesen werden kann,
dass die Beschwerde deshalb gutzuheissen, die angefochtene Verfü-
gung vom 24. November 2008 aufzuheben und die Sache zur Feststel-
lung des rechtserheblichen Sachverhalts und zum Erlass einer neuen
Verfügung an die Vorinstanz zurückzuweisen ist,
dass eine Rückweisung praxisgemäss als Obsiegen der Beschwerde
führenden Partei gilt (BGE 132 V 215 E. 6),
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten auf-
zuerlegen sind (Art. 63 Absätze 1 und 2 VwVG),
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dass die Beschwerdeinstanz gemäss art. 64 Abs. 1 VwVG der ganz
oder teilweise obsiegenden Partei von Amtes wegen oder auf Begeh-
ren eine Entschädigung für ihr erwachsene notwendige und verhältnis-
mässig hohe Kosten zusprechen kann,
dass dem nicht vertretenen Beschwerdeführer keine verhältnismässig
hohen Kosten entstanden sind, weshalb ihm keine Parteientschädi-
gung zuzusprechen ist (Art. 8 des Reglements vom 21. Februar 2008
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsge-
richt (VGKE, SR 173.320.2).
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird insoweit gutgeheissen, als die angefochtene
Verfügung vom 24. November 2008 aufgehoben und die Sache zur
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts im Sinne der Erwä-
gungen und zum Erlass einer neuen Verfügung an die Vorinstanz zu-
rückgewiesen wird.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3.
Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.
4.
Dieses Urteil geht an:
- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. 756.4126.3261.76)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:
Beat Weber Daniel Stufetti
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öf-
fentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die Vor-
aussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesge-
richtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind.
Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Be-
gehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Un-
terschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismit-
tel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, bei-
zulegen (vgl. Art. 42 BGG).
Versand:
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