B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-949/2019
Ur t e i l vom 1 4 . M a i 2 0 1 9
Besetzung
Einzelrichter Christoph Rohrer,
Gerichtsschreiberin Nadja Francke.
Parteien
A._______, (Schweden),
Beschwerdeführer,
gegen
Swissmedic Schweizerisches Heilmittelinstitut,
Vorinstanz.
Gegenstand
Heilmittelrecht, Einfuhr von Arzneimitteln,
Eintretensvoraussetzungen
(Verfügung vom 4. Februar 2019).
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic (im Folgenden:
Institut oder Vorinstanz) nach Durchführung eines Vorbescheidverfahrens
mit Verfügung vom 4. Februar 2019 die Rücksendung an den Absender der
in der Schweiz nicht zugelassenen und deshalb vom Zollinspektorat
B._______ zurückgehaltenen Arzneimittel C._______ 20 mg (180 Kapseln)
abgelehnt, deren Vernichtung verfügt und der Verfügungsadressatin eine
Verwaltungsgebühr von Fr. 300.- auferlegt hat (vgl. Akten im Beschwerde-
verfahren [im Folgenden: BVGer-act.] 1 Beilage 1),
dass die Vorinstanz in der Verfügung vom 4. Februar 2019 insbesondere
festgehalten hat, dass auch der Import von Arzneimitteln für Drittpersonen
nicht erlaubt sei,
dass einzig A._______ (im Folgenden: Beschwerdeführer), selbst nicht
Verfügungsadressat, diese Verfügung mit Beschwerde vom 21. Februar
2019 beim Bundesverwaltungsgericht angefochten und dabei unter ande-
rem ausgeführt hat, er selber habe diese Arzneimittel an die Adresse seiner
Freundin (Verfügungsadressatin) bestellt (vgl. BVGer-act. 1; zur Be-
schwerdebefugnis von Dritten, die nicht Verfügungsadressaten sind, vgl.
Urteil des Bundesgerichts 1A.253/2005 vom 17. Februar 2006 E. 2.1.1 mit
Hinweis),
dass gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005
(VGG, SR 1732.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen
Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968
über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern
keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,
dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten, zu
welchen auch das Institut als öffentlich-rechtliche Anstalt des Bundes ge-
hört und als solche zum Erlass von Verfügungen im Bereiche des Heilmit-
telrechts zuständig ist (vgl. Art. 33 Bst. h VGG sowie Art. 66 und Art. 68
Abs. 2 des Heilmittelgesetzes vom 15. Dezember 2000 [HMG, SR
812.21]),
dass Verfügungen der Vorinstanz im Bereich der Marktüberwachung vor
Bundesverwaltungsgericht anfechtbar sind (vgl. Art. 84 Abs. 1 HMG),
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dass sich das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht gemäss
Art. 37 VGG und Art. 84 Abs. 1 HMG nach dem VwVG richtet, soweit die
beiden Gesetze nichts anderes bestimmen,
dass die Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts zur Instruktion der
vorliegenden Beschwerde mithin gegeben ist, weshalb weiter die Eintre-
tensfrage zu klären ist,
dass, nachdem der Beschwerdeführer aufforderungsgemäss seine Be-
schwerde verbessert hatte (vgl. BVGer-act. 2 und 3), er mit Zwischenver-
fügung vom 11. März 2019 gestützt auf Art. 63 Abs. 4 VwVG aufgefordert
wurde, innert 30 Tagen ab Erhalt einen Kostenvorschuss von Fr. 800.- zu
leisten, verbunden mit der Androhung, dass auf die Beschwerde nicht ein-
getreten werde, sollte der Kostenvorschuss nicht innert der angesetzten
Frist bezahlten werden (vgl. BVGer-act. 4),
dass diese eingeschrieben versandte Zwischenverfügung vom 11. März
2019 dem Beschwerdeführer am 13. März 2019 zur Abholung gemeldet
und am 17. März 2019 eröffnet wurde (vgl. BVGer-act. 6),
dass, berechnet sich eine Frist nach Tagen und bedarf sie der Mitteilung
an die Parteien, sie an dem auf ihre Mitteilung folgenden Tage zu laufen
beginnt (Art. 20 Abs. 1 VwVG),
dass die Frist für die Zahlung eines Kostenvorschusses gewahrt ist, wenn
der Betrag rechtzeitig (französisch: avant son échéance; italienisch: tem-
pestivamente) zu Gunsten der Behörde der Schweizerischen Post überge-
ben oder einem Post- oder Bankkonto in der Schweiz belastet worden ist
(Art. 21 Abs. 3 VwVG),
dass gesetzliche oder behördliche Fristen, die nach Tagen bestimmt sind,
still stehen vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach
Ostern (Art. 22a Abs. 1 lit. a VwVG),
dass vorliegend die 30-tägige Frist für die Bezahlung des Kostenvorschus-
ses am 18. März 2019 zu laufen begonnen und unter Berücksichtigung des
Fristenstillstands über Ostern am 1. Mai 2019 abgelaufen ist,
dass der Beschwerdeführer den Vorschuss innert der gesetzten Frist nicht
geleistet hat (vgl. BVGer-act. 4),
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dass er auch nicht um Fristverlängerung oder um Wiederherstellung der
versäumten Frist ersucht hat,
dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf
die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),
dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können,
wenn Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als
unverhältnismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen
(Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR
173.320.2]),
dass keine Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 7 Abs. 3 VGKE).
(Das Dispositiv befindet sich auf Seite 5)
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.
3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
4.
Dieses Urteil geht an:
– den Beschwerdeführer (Einschreiben mit Rückschein)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Gerichtsurkunde)
– die Verfügungsadressatin (zur Kenntnis; Einschreiben)
– das Eidgenössische Departement des Innern (Einschreiben).
Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin:
Christoph Rohrer Nadja Francke
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Ange-
legenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 BGG). Die Rechts-
schrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren
Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten.
Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie der Be-
schwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42 BGG).
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