B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung III
C-951/2017
Ur t e i l vom 2 9 . M ä r z 2 0 1 7
Besetzung
Einzelrichterin Viktoria Helfenstein,
Gerichtsschreiberin Simona Risi.
Parteien
A._______,
vertreten durch Dr. iur. Helena Hess, Advokatin,
Beschwerdeführerin,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
Avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100, 1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Gegenstand
Invalidenversicherung, Rentenrevision;
Verfügung der IVSTA vom 9. Januar 2017.
C-951/2017
Seite 2
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass die IVSTA die der Beschwerdeführerin vormals ausgerichtete halbe
Invalidenrente mit Verfügung vom 9. Januar 2017 per 1. März 2017 aufhob,
dass die Beschwerdeführerin diesen Entscheid mit Beschwerde vom
13. Februar 2017 beim Bundesverwaltungsgericht angefochten hat
(BVGer-act. 1),
dass gemäss Art. 31 VGG das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden
gegen Verfügungen nach Art. 5 VwVG beurteilt, sofern keine Ausnahme
nach Art. 32 VGG vorliegt,
dass als Vorinstanzen die in Art. 33 VGG genannten Behörden gelten,
dass Verfügungen der IVSTA im Bereich der Rentenrevision vor Bundes-
verwaltungsgericht anfechtbar sind,
dass die Beschwerdeverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht bei
Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen
grundsätzlich kostenpflichtig sind (Art. 69 Abs. 1bis i.V.m. Abs. 2 IVG [SR
831.20]) und Beschwerdeführende in der Regel einen Verfahrenskosten-
vorschuss zu leisten haben (Art. 63 Abs. 4 VwVG),
dass die Beschwerdeführerin mit Zwischenverfügung vom 17. Februar
2017 zur Leistung eines Kostenvorschusses innert 30 Tagen ab Erhalt der
Verfügung aufgefordert wurde, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht ein-
getreten werde (BVGer-act. 2),
dass die Verfügung der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin gemäss
Rückschein der Schweizerischen Post am 20. Februar 2017 zuging
(BVGer-act. 3),
dass die dreissigtägige Frist demnach am 22. März 2017 ablief (vgl. Art. 20
Abs. 1 VwVG),
dass der Vorschuss nicht innert der gesetzten Frist, sondern erst am 24.
März 2017 geleistet wurde,
dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf
die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),
C-951/2017
Seite 3
dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können,
wenn Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als unverhält-
nismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen (Art. 6 Bst. b
des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigun-
gen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),
dass im vorliegenden Fall auf die Erhebung von Verfahrenskosten zu ver-
zichten ist,
dass der (zu spät) einbezahlte Kostenvorschuss der Beschwerdeführerin
zurückzuerstatten ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Parteientschädigung zu-
zusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 VwVG e contrario und Art. 7 Abs. 3 VGKE).
(Dispositiv: nächste Seite)
C-951/2017
Seite 4
Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der einbezahlte Kostenvor-
schuss in der Höhe von Fr. 800.– wird der Beschwerdeführerin zurücker-
stattet.
3.
Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
4.
Dieses Urteil geht an:
– die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde)
– die Vorinstanz (Ref-Nr. […]; Einschreiben)
– das Bundesamt für Sozialversicherungen (Einschreiben)
Die Einzelrichterin: Die Gerichtsschreiberin:
Viktoria Helfenstein Simona Risi
Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bun-
desgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100
BGG). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die
Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unter-
schrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel
sind, soweit sie der Beschwerdeführer in Händen hat, beizulegen (Art. 42
BGG).