Abtei lung II I
C-976/2010/mes/str
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U r t e i l v o m 3 0 . S e p t e m b e r 2 0 1 0
Richter Stefan Mesmer (Vorsitz),
Richter Francesco Parrino,
Richter Vito Valenti,
Gerichtsschreiber Roger Stalder.
X._______,
vertreten durch Gojko Reljic,
Rechtsberatung für Ausländer, Go-Re-Ma,
Quaderstrasse 18/2, 7000 Chur,
Beschwerdeführer,
gegen
IV-Stelle für Versicherte im Ausland IVSTA,
avenue Edmond-Vaucher 18, Postfach 3100,
1211 Genf 2,
Vorinstanz.
Invalidenversicherung, Verfügung vom 27. Januar 2010.
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
Besetzung
Parteien
Gegenstand
C-976/2010
Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass der Beschwerdeführer am 17. Februar 2010 die Verfügung der
Eidgenössischen Invalidenversicherung, IV-Stelle für Versicherte im
Ausland (IVSTA, im Folgenden auch: Vorinstanz), vom 27. Januar 2010
betreffend revisionsweiser Aufhebung der Rente der Invalidenver-
sicherung (IV) beim Bundesverwaltungsgericht angefochten hat,
dass der Beschwerdeführer beantragt, es sei ihm weiterhin eine ganze
IV-Rente zu gewähren, eventuell sei die Sache erneut abzuklären,
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 31 des Bundesge-
setzes vom 17. Juni 2006 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG,
SR 173.32) zur Beurteilung von Beschwerden gegen Verfügungen von
Vorinstanzen gemäss Art. 33 VGG zuständig ist, sofern keine
Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,
dass die IVSTA als Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. d VGG zu gelten
hat und vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit aus-
zumachen ist (vgl. auch Art. 69 Abs. 1 Bst. b des Bundesgesetzes vom
19. Juni 1959 über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20] ), so
dass das Gericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde
zuständig ist,
dass der Beschwerdeführer ohne Zweifel zur Beschwerdeführung
legitimiert ist, so dass auf die frist- und formgerecht eingereichte Be-
schwerde einzutreten ist,
dass nach Eingang der Vernehmlassung der Vorinstanz vom 17. Juni
2010 und der Replik des Beschwerdeführers vom 28. Juli 2010 die
Vorinstanz in ihrer Duplik vom 14. September 2010 beantragt, die
Beschwerde sei gutzuheissen, die angefochtene Verfügung aufzu-
heben und die Sache an die Verwaltung zurückzuweisen,
dass die Vorinstanz zur Begründung dieses Antrages auf eine
Stellungnahme von Dr. med. A._______, Regionaler Ärztlicher Dienst
Rhone, vom 7. September 2010 verweist, in welchem die Einholung
eines multidisziplinären Gutachtens vorgeschlagen wird,
dass daraus zu schliessen ist, dass aus fachärztlicher Sicht der
psychische Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und dessen
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Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit aufgrund der vorliegenden
Unterlagen nicht ausreichend sicher bestimmt werden kann,
dass damit feststeht, dass die angefochtene Verfügung vom 27. Januar
2010 auf einer mangelhaft ermittelten tatbeständlichen Grundlage
beruht und im Widerspruch zu Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom
6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG, SR 830.1) steht,
dass Art. 49 Bst. b des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über
das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) die unvollständige
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ausdrücklich als
Beschwerdegrund nennt,
dass daher die angefochtene Verfügung in teilweiser Gutheissung der
Beschwerde aufzuheben und die Sache zur Einholung eines multi-
disziplinären ärztlichen Gutachtens an die Vorinstanz zurückzuweisen
ist (Art. 61 Abs. 1 VwVG),
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Verfahrenskosten zu
erheben sind (Art. 63 Abs. 2 VwVG) und dem Beschwerdeführer der
bereits geleistete Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 300.- zurück-
zuerstatten ist,
dass dem obsiegenden Beschwerdeführer eine von der Vorinstanz zu
entrichtende Parteientschädigung zuzusprechen ist (Art. 64 Abs. 1 und
2 VwVG),
dass die Parteientschädigung gemäss Art. 14 Abs. 2 des Reglements
vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem
Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) mangels Kostennote
aufgrund der Akten zu bestimmen ist,
dass die Parteientschädigung für den nicht anwaltlich vertretenen
Beschwerdeführer pauschal auf Fr. 800.- (inkl. Auslagen, ohne Mehr-
wertsteuer) festzusetzen ist (Art. 64 VwVG in Verbindung mit Art. 9 und
Art. 10 VGKE).
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass die angefoch-
tene Verfügung aufgehoben und die Sache zur Einholung eines
multidisziplinären ärztlichen Gutachtens an die Vorinstanz zurück-
gewiesen wird.
2.
Es werden keine Verfahrenskosten erhoben. Der bereits geleistete
Verfahrenskostenvorschuss von Fr. 300.- wird dem Beschwerdeführer
nach Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils zurückerstattet.
3.
Dem Beschwerdeführer wird für das Beschwerdeverfahren eine Partei-
entschädigung in der Höhe von Fr. 800.- zugesprochen, die von der
Vorinstanz zu leisten ist.
4.
Dieses Urteil geht an:
- den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Doppel der
Duplik vom 14. September 2010 samt Stellungnahme von Dr. med.
A._______ vom 7. September 2010 in Kopie)
- die Vorinstanz (Ref-Nr. ________________)
- das Bundesamt für Sozialversicherungen
Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.
Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:
Stefan Mesmer Roger Stalder
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Rechtsmittelbelehrung:
Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim
Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden, sofern die
Voraussetzungen gemäss den Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundes-
gerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) gegeben sind.
Die Rechtsschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der
Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene
Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerde-
führende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).
Versand:
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