Abtei lung IV
D-5506/2007
{T 0/2}
Urteil vom 24. August 2007
Mitwirkung: Richter Daniel Schmid (Vorsitz), Richter Walter Lang, Richterin Cotting-
Schalch
Gerichtsschreiberin Iringo Hockley
A._______, geboren [Geburtsdatum], Türkei,
wohnhaft [Adresse],
Beschwerdeführer
gegen
Bundesamt für Migration (BFM), Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz
betreffend
Verfügung vom 10. August 2007 i.S. Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegwei-
sung / N [...]
B u n d e s v e r w a l t u n g s g e r i c h t
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i f f é d é r a l
T r i b u n a l e a m m i n i s t r a t i v o f e d e r a l e
T r i b u n a l a d m i n i s t r a t i v f e d e r a l
2Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass der Beschwerdeführer, ein türkischer Staatsangehöriger kurdischer Ethnie, eige-
nen Angaben zufolge sein Heimatland 2001 verliess und über Deutschland und Frank-
reich nach Grossbritannien reiste,
dass er sich – trotz Ablehnung seines dort gestellten Asylgesuchs im Jahre 2002 – bis
Oktober oder November 2006 illegal in London aufgehalten habe und über Belgien und
Deutschland noch vor Weihnachten 2006 in die Schweiz eingereist sei,
dass er am 9. Januar 2007 von der Kantonspolizei Basel-Stadt festge- und einvernom-
men sowie gleichentags wieder entlassen wurde, wobei er angewiesen wurde, sich un-
verzüglich beim Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) Basel zu melden,
dass der Beschwerdeführer am 1. Februar 2007 beim EVZ Basel ein Asylgesuch stellte,
dass der Beschwerdeführer im Rahmen der polizeilichen Einvernahme vom 9. Januar
2007 und der Kurzbefragung vom 16. Februar 2007 im EVZ im Wesentlichen geltend
machte, er leide an einer Depression und fürchte sich vor dem noch ausstehenden
Militärdienst in der Türkei,
dass er von der Polizei in B._______ misshandelt worden sei, indem er am Kopf verletzt
und ihm die Zähne rausgeschlagen worden seien,
dass er in seinem Heimatland ferner mehrere Male festgenommen und nach 3 bis 5-tä-
giger Haft wieder entlassen worden sei,
dass der Beschwerdeführer anlässlich der kantonalen Befragung vom 10. Mai 2007 hin-
gegen vorbrachte, sein einziger wirklicher Asylgrund sei, dass er in der Türkei keinen
Militärdienst leisten wolle (vgl. A 24/10 und 11),
dass er im Übrigen im Rahmen der polizeilichen Einvernahme eine erfundene
Geschichte erzählt habe (vgl. A 24/13); ihm seien die Zähne in Wirklichkeit nicht von der
türkischen Polizei, sondern in England rausgeschlagen worden, wo ihm auch die
Kopfverletzung zugefügt worden sei (vgl. A 24/14), auch habe er ausser "Kleinigkeiten"
keinerlei Probleme mit den heimatlichen Behörden gehabt (vgl. A 24/11),
dass das BFM mit Verfügung vom 10. August 2007 in Anwendung von Art. 33 AsylG auf
das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat, dessen Wegweisung aus der
Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,
dass die Vorinstanz ihre Nichteintretensverfügung namentlich damit begründete, dass
der Beschwerdeführer die Vermutung nicht zu widerlegen vermochte, das Asylgesuch in
engem zeitlichen Zusammenhang mit der Festnahme und der drohenden Ausschaffung
eingereicht zu haben, obwohl ihm eine frühere Einreichung des Gesuches möglich und
zumutbar gewesen wäre, weshalb auf sein Asylgesuch mangels Hinweisen auf eine Ver-
folgung nicht einzutreten sei,
dass die Wegweisung die Regelfolge eines Nichteintretensentscheides darstelle und der
Wegweisungsvollzug mangels gegenteiliger Anhaltspunkte zulässig, zumutbar und mög-
lich sei,
dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 15. August 2007 (Poststempel vom
17. August 2007) gegen diesen Entscheid Beschwerde erhob, die Aufhebung der
3angefochtenen Verfügung und Rückweisung an die Vorinstanz bezüglich der Frage der
Flüchtlingseigenschaft und Asylgewährung beantragte,
dass eventualiter die Unzulässigkeit, allenfalls Unzumutbarkeit festzustellen und die
vorläufige Aufnahme in der Schweiz anzuordnen sei,
dass schliesslich die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 des
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR
172.021) zu gewähren und mittels vorsorglicher Massnahmen die Vollzugsbehörden
anzuhalten seien, von allfälligen Vollzugshandlungen abzusehen,
dass die vorinstanzlichen Akten am 20. August 2007 beim Bundesverwaltungsgericht
eintrafen (Art. 109 Abs. 2 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31]),
und zieht in Erwägung,
dass das Bundesverwaltungsgericht endgültig über Beschwerden gegen Verfügungen
(Art. 5 VwVG) des BFM entscheidet (Art. 105 AsylG i.V.m. Art. 31 - 34 des
Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG, SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1
des Bundesgerichtsgesetz vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zukommt (Art. 55
Abs. 1 VwVG) und das BFM in der angefochtenen Verfügung einer allfälligen
Beschwerde die aufschiebende Wirkung nicht entzogen (vgl. Art. 55 Abs. 2 VwVG),
sondern angeordnet hat, der Beschwerdeführer habe die Schweiz am Tag nach Eintritt
der Rechtskraft zu verlassen,
dass der Beschwerdeführer somit berechtigt ist, sich bis zum Abschluss des
Asylverfahrens in der Schweiz aufzuhalten (vgl. Art. 42 Abs. 1 AsylG),
dass demzufolge auf das Rechtsbegehren, es sei im Sinne einer vorsorglichen
Massnahme der Aufenthalt des Beschwerdeführers in der Schweiz bis zum
Beschwerdeentscheid zu erlauben und die Ausländerbehörde des Aufenthaltskantons
sei anzuweisen, von Vollzugsmassnahmen abzusehen, mangels
Rechtsschutzinteresses nicht einzutreten ist,
dass mit Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht die Verletzung von Bundes-
recht, die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachver-
halts und die Unangemessenheit gerügt werden können (Art. 106 Abs. 1 AsylG),
dass der Beschwerdeführer zur Einreichung der Beschwerde legitimiert ist, weshalb auf
die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde – soweit die weiteren
Rechtsbegehren betreffend – einzutreten ist (Art. 108a AsylG sowie Art. 6 AsylG i.V.m.
Art. 48 und 52 VwVG),
dass die Beurteilung von Beschwerden gegen Nichteintretensentscheide auf die
Überprüfung der Frage beschränkt ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf das Asylgesuch
nicht eingetreten ist,
dass somit die Beurteilungszuständigkeit der Beschwerdeinstanz bei
Nichteintretensentscheiden gemäss Art. 33 AslyG darauf beschränkt ist, bei
Begründetheit des Rechtsmittels die angefochtene Verfügung aufzuheben und die
4Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgehen zu lassen (vgl.
Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK]
2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.),
dass die Vorinstanz demgegenüber die Frage der Wegweisung sowie deren Vollzugs
materiell geprüft hat, weshalb dem Bundesverwaltungsgericht einzig diesbezüglich volle
Kognition zukommt,
dass das Bundesverwaltungsgericht über offensichtlich unbegründete Beschwerden in
einem vereinfachten Verfahren entscheidet und die vorliegende Beschwerde, wie nach-
folgend aufgezeigt, offensichtlich unbegründet ist, weshalb auf einen Schriftenwechsel
verzichtet wird und der Beschwerdeentscheid nur summarisch zu begründen ist
(Art. 111 Abs. 1 und 3 AsylG),
dass in der Eingabe vom 15. August 2007 unter anderem gerügt wird, die Frist von fünf
Arbeitstagen zur Anfechtung des Nichteintretensentscheides extrem kurz und rechts-
staatlich bedenklich sei,
dass sodann geltend gemacht wird, diese Beschwerdefrist gelte nur für den
Nichteintretensentscheid; die Rechtsmittelfrist gegen den Wegweisungsentscheid
betrage demgegenüber 30 Tage,
dass nicht ersichtlich ist, inwiefern dem Beschwerdeführer aufgrund der
Beschwerdeschwerdefrist von fünf Arbeitstagen (vgl. Art. 108a AsylG) konkret ein
Rechtsnachteil erwachsen sein soll,
dass eine Verletzung des Rechts auf eine wirksame Beschwerde gemäss Art. 13 der
Konvention vom 4. November 1950 zum Schutze der Menschenrechte und
Grundfreiheiten (EMRK, SR 0.101) demnach im vorliegenden Fall nicht festgestellt
werden kann, zumal der Beschwerdeführer in der Lage war, innerhalb von fünf
Arbeitstagen Beschwerde zu erheben (vgl. EMARK 2004 Nr. 25 E. 3c S. 165 ff.),
dass sodann für die Frage der Beschwerdefrist der Entscheid in der Hauptsache
massgebliche ist (vgl. EMARK 2004 Nr. 25 E. 3b S 164),
dass schliesslich kein Anlass besteht, die in Aussicht gestellte Beschwerdeergänzung
abzuwarten, da die vorliegende Beschwerdeeingabe den Anforderungen von Art. 52
VwVG genügt, die Beschwerdesache weder besonders umfangreich noch komplex im
Sinne von Art. 53 VwVG ist und mangels entsprechender Anhaltspunkte nicht davon
auszugehen ist, die vom Beschwerdeführer angekündigten weiteren Ausführungen
könnten potenziell eine andere Beurteilung seiner Asylvorbringen herbeiführen,
dass nach Art. 33 Abs. 1 und 3 AsylG auf das Asylgesuch einer Person, die sich in der
Schweiz aufhält, nicht eingetreten wird, wenn sie offensichtlich bezweckt, den drohen-
den Vollzug einer Wegweisung oder Ausweisung zu vermeiden, es sei denn, eine frühe-
re Einreichung des Gesuches sei nicht möglich oder nicht zumutbar gewesen oder es
ergäben sich Hinweise auf eine Verfolgung (vgl. EMARK 1998 Nr. 33),
dass ein solcher Zweck zu vermuten ist, wenn das Gesuch in engem zeitlichem Zusam-
menhang mit einer Verhaftung, einem Strafverfahren, dem Vollzug einer Strafe oder
dem Erlass einer Wegweisungsverfügung eingereicht wird (Art. 33 Abs. 2 AsylG),
dass gemäss Praxis der Begriff der Verfolgung in Art. 33 Abs. 3 Bst. b AsylG wie in
Art. 18, Art. 23 Abs. 3 und Art. 34 Abs. 2 AsylG weit zu verstehen ist (vgl. EMARK 2004
5Nr. 35 E. 4.3. S. 247),
dass jener so genannte weite Verfolgungsbegriff über die ernsthaften Nachteile im Sinne
von Art. 3 AsylG hinaus reicht und auch Wegweisungshindernisse im Sinne von Art. 44
Abs. 2 AsylG und Art. 14a des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der
Ausländer (ANAG, SR 142.20), insbesondere eine von Art. 3 EMRK oder Art. 3 des Ab-
kommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30)
erfasste menschenrechtswidrige Behandlung einschliesst,
dass der in diesem Sinne weit gefasste Begriff der Verfolgung einschränkend insoweit
zu präzisieren ist, als darunter nicht sämtliche Wegweisungsvollzugshindernisse fallen,
sondern nur solche erlittene oder befürchtete Nachteile, welche von Menschenhand zu-
gefügt werden (vgl. EMARK 2004 Nr. 35 E. 4.3. S. 247, Nr. 5 E. 4c.aa S. 35 f., 2003
Nr. 18 E. 4 und 5 S. 111 ff.),
dass sich nach eigenen Angaben bereits seit Dezember 2006 illegal in der Schweiz
aufhielt, am 9. Januar 2007 festgenommen wurde, worauf er am 2. Februar 2007 ein
Asylgesuch stellte,
dass damit der enge zeitliche Zusammenhang zwischen Verhaftung beziehungsweise
drohender Wegweisung und Asylgesuchsreinreichung besteht und die damit verbundene
gesetzliche Vermutung der missbräuchlichen Nachreichung des Asylgesuches zu
bejahen ist,
dass der Beschwerdeführer im Rahmen des erstinstanzlichen Verfahrens keine Gründe
dargetan hat, weshalb ihm eine frühere Einreichung des Asylgesuches nicht möglich
oder nicht zumutbar gewesen sei und auch den Akten keinerlei solche Motive zu
entnehmen sind,
dass der Beschwerdeführer vielmehr erklärt hat, er wolle in der Schweiz wie ein Tourist
leben; von Zeit zu Zeit werde er kommen und ungefähr einen Monat bleiben (vgl. A 1/7);
er wünsche nur Reisepapiere, damit er herumreisen könne (vgl. A 24/11),
dass ferner auch in der Beschwerde keinerlei Verhinderungsgründe dargelegt werden,
dass die Vorinstanz im Weiteren zu Recht und mit hinreichender Begründung das Vor-
liegen von Hinweisen auf eine Verfolgung (im weiten Sinn) verneint hat,
dass der Umstand, dass der Beschwerdeführer bei einer Rückkehr in die Türkei zum Mi-
litärdienst aufgeboten werden könnte, nicht von Bedeutung ist, da wehrpflichtige Männer
in der Türkei aufgrund der Staatsanghörigkeit und des Jahrgangs für das Militär aufge-
boten werden, ohne dass dieser Verpflichtung eine Verfolgungsabsicht des Staates zu-
grunde liegen würde,
dass ebenso eine allfällige Strafe wegen Wehrdienstverweigerung grundsätzlich als legi-
time staatliche Massnahme zur Durchsetzung einer staatsbürgerlichen Pflicht zu cha-
rakterisieren wäre,
dass sich vorliegend keinerlei Anhaltspunkte für die Annahme ergeben, der Beschwer-
deführer müsste wegen seines Dienstversäumnisses eine unverhältnismässigen Strafe
befürchten,
dass diesbezüglich im Übrigen auf die Urteile in EMARK 2004 Nr. 2 und 2001 Nr. 15
verwiesen werden kann,
6dass zur Vermeidung von Wiederholungen vollumfänglich auf die zu bestätigenden Er-
wägungen der Vorinstanz verwiesen werden kann,
dass mit den äusserst allgemein und knapp gehaltenen Ausführungen in der Rechtsmit-
teleingabe auch diesbezüglich der vorinstanzlichen Argumentation nichts Substanzielles
entgegengesetzt wird, weshalb sie die zutreffenden Feststellungen der Vorinstanz nicht
zu widerlegen vermögen,
dass nach dem Gesagten keine Hinweise auf eine Verfolgung des Beschwerdeführers
vorliegen und die Vorinstanz demnach zu Recht gestützt auf Art. 33 AsylG auf sein Asyl-
gesuch nicht eingetreten ist,
dass, befindet sich die Asyl suchende Person nicht im Besitz einer fremdenpolizeilichen
Aufenthaltsbewilligung und kann sie auch nicht einen Anspruch auf eine solche geltend
machen, die Anordnung einer Wegweisung die gesetzliche Regelfolge des Nichteintre-
tens auf ein Asylgesuch ist (Art. 44 Abs. 1 AsylG, Art. 32 Bst. a der Asylverordnung 1
vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen [AsylV 1, SR 142.311]; EMARK 2001
Nr. 21),
dass der Beschwerdeführer weder über eine derartige Bewilligung verfügt noch einen
Anspruch auf Erteilung einer solchen geltend machen kann, weshalb die von der Vorin-
stanz ausgesprochene Wegweisung im Einklang mit den gesetzlichen Bestimmungen
steht und zu bestätigen ist,
dass zu prüfen bleibt, ob es Gründe gibt, die dem Vollzug der Wegweisung entgegen-
stehen, da im Fall eines unzulässigen, unzumutbaren oder unmöglichen Vollzugs das
Anwesenheitsverhältnis nach den Bestimmungen des ANAG über die vorläufige Aufnah-
me zu regeln ist (Art. 44 Abs. 2 AsylG),
dass der Vollzug der Wegweisung in Beachtung der massgeblichen völker- und landes-
rechtlichen Bestimmungen als zulässig und zumutbar zu bezeichnen ist, da die Feststel-
lung, dass keine Hinweise auf Verfolgung vorliegen, bereits impliziert, dass dem Be-
schwerdeführer keine menschenrechtswidrige Behandlung droht und auch eine Gefähr-
dung aufgrund der allgemeinen Lage in der Türkei oder seiner individuellen Situation
ausgeschlossen werden kann,
dass der alleinstehende, junge und gebildete Beschwerdeführer in seinem Heimatland
im Weiteren über ein soziales Beziehungsnetz (Eltern und Geschwister) verfügt, wobei
die finanzielle Situation seiner Familie nach eigenen Angaben "sehr gut" sei (vgl.
A 10/3),
dass die angebliche "Depression" des Beschwerdeführers offensichtlich nicht geeignet
ist, die Unzumutbarkeit des Wegweisungsvollzuges zu begründen, zumal auch in der
Beschwerde diesbezüglich nichts vorgebracht wird,
dass der Beschwerdeführer – angesprochen auf seine zuvor vorgebrachte "depressive
Phase" und diesbezügliche Behandlung – überdies ausgeführt hat, er sei sicher, dass er
gesünder sei als der Befrager (vgl. A 24/11),
dass zudem ohne Weiteres davon auszugehen ist, dass er sich in seinem Heimatland –
falls notwendig – einer angemessenen Behandlung unterziehen könnte,
dass im Rahmen eines allfälligen effektiven Vollzugs der Wegweisung dem
"psychischen Zustand" angemessen Rechnung zu tragen wäre,
7dass sich aufgrund der Akten schliesslich keine Hinweise auf das Vorliegen technischer
Vollzugshindernisse ergeben, weshalb der Vollzug auch als möglich erscheint (Art. 14a
Abs. 2 ANAG),
dass bei dieser Sachlage die Anordnung der vorläufigen Aufnahme des Beschwerdefüh-
rers in der Schweiz ausser Betracht fällt, und der vom BFM verfügte Vollzug der Weg-
weisung aus der Schweiz in Einklang mit den massgeblichen gesetzlichen Bestimmun-
gen steht,
dass nach dem Gesagten die angefochtene Verfügung, da diese weder Bundesrecht
verletzt noch unangemessen ist und der rechtserhebliche Sachverhalt von der Vorin-
stanz richtig und vollständig festgestellt wurde (vgl. Art. 106 AsylG), zu bestätigen und
die Beschwerde daher – soweit darauf einzutreten ist – abzuweisen ist,
dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeiständung
im Sinne von Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG – unabhängig von der Frage der Bedürftigkeit
des Beschwerdeführers – abzuweisen ist, da die Beschwerde nach dem Gesagten als
aussichtslos zu bezeichnen ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 600.-- (Art. 16 Abs. 1
Bst. a VGG i.V.m. Art. 2 und 3 des Reglements über die Kosten und Entschädigungen
vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]) dem Beschwerdeführer auf-
zuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG).
(Dispositiv nächste Seite)
8Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1. Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
2. Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege im Sinne von Art. 65
Abs. 1 und 2 VwVG wird abgelehnt.
3. Die Verfahrenskosten, bestimmt auf Fr. 600.--, werden dem Beschwerdeführer auf-
erlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen zu Gunsten der Gerichtskasse zu über-
weisen.
4. Dieses Urteil geht an:
- den Beschwerdeführer (Beilage: Einzahlungsschein)
- die Vorinstanz (Ref.-Nr. N [...]; vorab per Telefax)
- C._______
Der Richter: Die Gerichtsschreiberin:
Daniel Schmid Iringo Hockley
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