B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
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Abteilung IV
D-5751/2012
U r t e i l v o m 3 0 . N o v e m b e r 2 0 1 2
Besetzung
Richter Thomas Wespi (Vorsitz),
Richterin Emilia Antonioni Luftensteiner,
Richter Bendicht Tellenbach,
Gerichtsschreiber Stefan Weber.
Parteien
A._______, geboren (...),
B._______, geboren (...),
Mazedonien,
Beschwerdeführende,
gegen
Bundesamt für Migration (BFM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.
Gegenstand
Asyl und Wegweisung;
Verfügung des BFM vom 25. Oktober 2012 / N_______.
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,
dass das BFM die Asylgesuche der Beschwerdeführenden vom 27. Juni
beziehungsweise 15. August 2012 mit Verfügung vom 25. Oktober 2012 –
eröffnet am 27. Oktober 2012 – abwies, die Wegweisung sowie den Voll-
zug anordnete und die Beschwerdeführenden anwies, die Schweiz – un-
ter Androhung von Zwangsmitteln im Unterlassungsfall – bis am Tag nach
Eintritt der Rechtskraft zu verlassen,
dass die Beschwerdeführenden mit Eingabe vom 5. November 2012 ge-
gen diesen Entscheid beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde
erhoben,
dass das Bundesverwaltungsgericht auf dem Gebiet des Asyls endgültig
über Beschwerden gegen Verfügungen (Art. 5 des Verwaltungsverfah-
rensgesetzes vom 20. Dezember 1968 [VwVG, SR 172.021]) des BFM
entscheidet, ausser bei Vorliegen eines Auslieferungsersuchens des
Staates, vor welchem die beschwerdeführende Person Schutz sucht
(Art. 105 des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 [AsylG, SR 142.31] i.V.m.
Art. 31 - 33 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [VGG,
SR 173.32]; Art. 83 Bst. d Ziff. 1 des Bundesgerichtsgesetzes vom
17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]),
dass eine solche Ausnahme im Sinne von Art. 83 Bst. d Ziff. 1 BGG nicht
vorliegt, weshalb das Bundesverwaltungsgericht endgültig entscheidet,
dass das schweizerische Parlament am 28. September 2012 gestützt auf
Art. 165 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenos-
senschaft vom 18. April 1999 (BV, SR 101) Teile der neuesten Revision
des Asylgesetzes in der Form eines dringlichen Bundesgesetzes erliess
und die entsprechenden Gesetzesbestimmungen am 29. September
2012 in Kraft traten,
dass gemäss dem neuen Art. 108 Abs. 2 AsylG die Beschwerdefrist bei
Nichteintretensentscheiden sowie bei Entscheiden nach Art. 23 Abs. 1
und Art. 40 in Verbindung mit Art. 6a Absatz 2 AsylG fünf Arbeitstage be-
trägt,
dass das BFM die Asylgesuche der Beschwerdeführenden ohne weitere
Abklärungen ablehnte (vgl. Art. 40 AsylG), darauf hinwies, der Bundesrat
habe mit Beschluss vom 25. Juni 2003 Mazedonien als verfolgungssiche-
ren Staat im Sinne von Art. 6a Abs. 2 Bst. a AsylG bezeichnet, und in der
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Rechtsmittelbelehrung festhielt, eine Beschwerde könne innerhalb von
fünf Arbeitstagen seit Eröffnung der Verfügung erhoben werden (Art. 108
Abs. 2 AsylG),
dass schriftliche Eingaben spätestens am letzten Tag der Frist der Behör-
de einzureichen oder zu deren Handen der schweizerischen Post zu
übergeben sind (Art. 21 Abs. 1 VwVG),
dass die angefochtene Verfügung gemäss Rückschein am 27. Oktober
2012 eröffnet wurde und demnach die Beschwerdefrist von fünf Ar-
beitstagen am 2. November 2012 abgelaufen ist (Art. 20 VwVG),
dass daran auch der Einwand in der Beschwerdeschrift, wonach das
BFM in der Rechtsmittelbelehrung versehentlich eine Beschwerdefrist
von fünf Arbeitstagen angesetzt habe, zumal auf das Asylgesuch einge-
treten worden sei, weshalb die 30-tägige Frist gelte, nichts zu ändern
vermag,
dass gemäss Lehre und Rechtsprechung bei prozeduralen Bestimmun-
gen übereinstimmend davon ausgegangen wird, dass neues Recht gene-
rell mit dem Tag des Inkrafttretens anwendbar ist, solange mit dem neuen
Recht keine grundlegend neue Verfahrensordnung geschaffen wurde,
und verkürzte Rechtsmittelfristen anwendbar sind, ausser es habe bereits
unter dem alten Recht eine Frist zu laufen begonnen (vgl. BGE 130 V 560
E. 3.1; ALFRED KÖLZ, Intertemporales Verwaltungsrecht, in: ZSR NF 102 II
(1983) S. 101 [222 f.]),
dass in casu keine Ausnahme von der Anwendbarkeit der Bestimmung
von Art. 108 Abs. 2 AsylG ab deren Inkrafttreten vorliegt,
dass somit die am 5. November 2012 (Poststempel) eingereichte Be-
schwerde verspätet und daher offensichtlich unzulässig ist, weshalb auf
diese nicht einzutreten ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Kosten von Fr. 200.-
(Art. 1 - 3 des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und
Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE,
SR 173.320.2]) den Beschwerdeführenden aufzuerlegen sind (Art. 63
Abs. 1 VwVG).
(Dispositiv nächste Seite)
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Verfahrenskosten von Fr. 200.- werden den Beschwerdeführenden
auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu
Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.
3.
Dieses Urteil geht an die Beschwerdeführenden, das BFM und die zu-
ständige kantonale Behörde.
Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:
Thomas Wespi Stefan Weber
Versand: