B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung V
E-4587/2016
En t s ch e i d vom 4 . Augu s t 2 0 1 6
Besetzung
Richter Markus König (Vorsitz),
Richterin Christa Luterbacher, Richter Jean-Pierre Monnet,
Gerichtsschreiber Nicholas Swain.
Parteien
1. A._______, geboren am (…),
2. B._______, geboren am (…),
(Verfahren E-7289/2014)
3. C._______, geboren am (…),
4. D._______, geboren am (…),
5. E._______, geboren am (…),
6. F._______, geboren am (…),
7. G._______, geboren am (…)
(Verfahren E-7293/2014)
alle Kosovo,
alle amtlich verbeiständet durch lic. iur. Marcel Zirngast,
Rechtsanwalt, (…),
Gesuchstellende,
gegen
Staatssekretariat für Migration (SEM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.
Gegenstand
Berichtigung des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts
E-7289/2014 und E-7293/2014 vom 28. Juni 2016
E-4587/2016
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass das Bundesverwaltungsgericht in den vereinigten Beschwerdeverfah-
ren E-7289/2014 und E-7293/2014 mit Urteil vom 28. Juni 2016 die Be-
schwerden der Gesuchstellenden abwies und das Honorar ihres amtlichen
Rechtsbeistandes für die beiden vereinigten Verfahren auf Fr. 3065.‒ be-
stimmte,
dass der Rechtsbeistand der Gesuchstellenden mit Eingabe vom 30. Juni
2016 beantragte, es sei die Dispositiv-Ziffer 3 des Urteils vom 28. Juni 2016
zu berichtigen und das zugesprochene Honorar um Fr. 1873.‒ auf
Fr. 4938.‒, eventualiter "zumindest anderweitig angemessen", zu erhöhen,
dass er zur Begründung darauf verwies, die für das Verfahren
E-7293/2014, in welchem bis zur Vereinigung der Verfahren ein separater
Aufwand entstanden sei, eingereichte Kostennote sei – wohl versehentlich
‒ im Urteil des Bundesverwaltungsgerichts nicht berücksichtigt worden,
dass der vormalige Instruktionsrichter den Eingang des Berichtigungsver-
fahrens am 30. Juni 2016 bestätigte,
und erwägt,
dass gemäss Art. 48 Abs. 1 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni
2005 (VGG, SR 173.32) für die Erläuterung und die Berichtigung von Ent-
scheiden des Bundesverwaltungsgerichts Art. 129 des Bundesgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) sinngemäss anwendbar ist,
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 129 Abs. 1 BGG auf
schriftliches Gesuch einer Partei oder von Amtes wegen das Dispositiv ei-
nes Urteils berichtigt, wenn das Dispositiv unklar, unvollständig oder zwei-
deutig ist, seine Bestimmungen untereinander oder mit der Begründung im
Widerspruch stehen oder es Redaktions- oder Rechnungsfehler enthält
(vgl. ELISABETH ESCHER, in Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz,
Basel 2008, N 5 zu Art. 129 BGG; KARL SPÜHLER/ANNETTE DOLGE/DOMINIK
VOCK, Kurzkommentar zum Bundesgerichtsgesetz [BGG], Zürich 2006,
N 5 zu Art. 129 BGG, mit weiteren Hinweisen),
dass das Bundesverwaltungsgericht in der Praxis seiner Abteilungen ver-
sehentlich fehlerhafte Berechnungen von Kosten oder Entschädigungen
für Parteien respektive ihre Rechtsbeistände im Verfahren gemäss Art. 129
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BGG berichtigt (vgl. etwa die Urteile B-5073/2011, B-1697/2007,
C-3428/2009, D-6675/2014, E-3371/2011 und E-2552/2010),
dass Gegenstand des Urteils vom 28. Juni 2016 die Beschwerden in den
Verfahren E-7289/2014 und E-7293/2014 bildeten und in den Erwägungen
festgehalten wurde, dem Rechtsbeistand der Gesuchstellenden sei ein
amtliches Honorar für seine notwendigen Aufwendungen in diesen beiden
vereinigten Beschwerdeverfahren zu entrichten (vgl. E. 10),
dass im Weiteren festgehalten wurde, der in der Kostennote vom 25. Au-
gust 2015 ausgewiesene Aufwand erscheine angemessen, und das Hono-
rar entsprechend für beide Verfahren auf insgesamt Fr. 3065.‒ festgesetzt
wurde (vgl. E. 10 und Dispositiv-Ziffer 3),
dass dieser Betrag jedoch nur dem für das Verfahren E-7289/2014 ausge-
wiesenen Aufwand entspricht (total Fr. 3065.‒ mit Auslagen und Mehrwert-
steueranteil) und das Gericht tatsächlich übersehen hat, dass in der Ein-
gabe des amtlichen Rechtsbeistands vom 25. August 2015 auch eine Kos-
tennote für das zweite Verfahren, E-7293/2014 (über total Fr. 1873.‒) ein-
gereicht worden war,
dass damit die Höhe des im Urteilsdispositiv "für die beiden vereinigten
Verfahren" zugesprochenen Honorars inhaltlich unvereinbar ist mit der
Urteilserwägung 10, in der fälschlicherweise davon ausgegangen worden
war, die Kostennote betreffe beide Verfahren und das Honorar könne auf
dieser Basis bestimmt werden,
dass das Urteil vom 28. Juni 2016 deshalb zu berichtigen ist,
dass eine Erhöhung des amtlichen Honorars angesichts der zweiten Kos-
tennote zwar geboten ist, die gesamten vom amtlichen Rechtsbeistand für
beide Verfahren ausgewiesenen Vertretungskosten nunmehr jedoch ins-
gesamt Fr. 4938.– ausmachen und ein amtliches Honorar von fast fünf-
tausend Franken für die beiden vereinigten Asyl-Beschwerdeverfahren
unter Würdigung aller Umstände nicht als angemessen qualifiziert werden
kann,
dass eine pauschale Erhöhung des amtlichen Honorars um insgesamt
Fr. 1000.– (von Fr. 3065.‒ auf Fr. 4065.‒) angemessen erscheint und die
Dispositivziffer 3 des Urteils entsprechend zu berichtigen ist,
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dass angesichts der Gutheissung des Berichtigungsbegehrens für dieses
ausserordentliche Verfahren keine Kosten zu erheben sind (vgl. Art. 63
Abs. 1 und 2 VwVG),
dass das Honorar für die Aufwendungen des amtlichen Rechtsbeistands
für die Einleitung des Berichtigungsverfahrens von Amtes wegen auf
Fr. 200.– festzusetzen ist, nachdem mit dem Gesuch keine (weitere)
Kostennote eingereicht worden ist (vgl. Art. 14 Abs. 2 des Reglements vom
21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundes-
verwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]).
(Dispositiv nächste Seite)
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Ziffer 3 des Entscheid-Dispositivs des Urteils des Bundesverwaltungs-
gerichts in Sachen E-7289/2014 und E-7293/2014 vom 28. Juni 2016 wird
berichtigt und durch diesen Text ersetzt: "Das Honorar des amtlichen
Rechtsbeistands wird für die beiden vereinigten Verfahren auf Fr. 4065.–
bestimmt und durch die Gerichtskasse vergütet".
2.
Für das Berichtigungsverfahren werden keine Kosten erhoben.
3.
Das Honorar des amtlichen Rechtsbeistands für das Berichtigungsverfah-
ren wird auf Fr. 200.– bestimmt und ebenfalls durch die Gerichtskasse ver-
gütet.
4.
Dieser Berichtigungsentscheid geht an die Gesuchstellenden, das SEM,
die zuständige kantonale Behörde und den Finanzdienst des Bundesver-
waltungsgerichts.
Der vorsitzende Richter: Der Gerichtsschreiber:
Markus König Nicholas Swain
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