B u n d e s v e rw a l t u ng s g e r i ch t
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i f f éd é r a l
T r i b u n a l e am m in i s t r a t i vo f e d e r a l e
T r i b u n a l ad m i n i s t r a t i v fe d e r a l
Abteilung V
E-4795/2018
Ur t e i l vom 3 . S e p t embe r 2 0 1 8
Besetzung
Richterin Andrea Berger-Fehr (Vorsitz),
Richterin Constance Leisinger,
Richterin Muriel Beck Kadima,
Gerichtsschreiberin Regina Seraina Goll.
Parteien
A._______, geboren am (…),
Eritrea,
vertreten durch lic. iur. LL.M. Tarig Hassan,
Gesuchstellerin,
gegen
Staatssekretariat für Migration (SEM),
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Vorinstanz.
Gegenstand
Berichtigung des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts
E-2321/2018 vom 5. Juni 2018.
E-4795/2018
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Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,
dass die Vorinstanz mit Verfügung vom 22. März 2018 die Flüchtlingsei-
genschaft der Gesuchstellerin verneinte, ihr Asylgesuch ablehnte und die
Wegweisung sowie den Vollzug anordnete,
dass die Gesuchstellerin mit Eingabe vom 20. April 2018 durch den rubri-
zierten Rechtsvertreter beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde ge-
gen diesen Entscheid erhob,
dass die Instruktionsrichterin mit Verfügung vom 2. Mai 2018 das Gesuch
um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (Art. 65 Abs. 1 VwVG)
guthiess und den mandatierten Rechtsvertreter als amtlichen Rechtsbei-
stand im Sinne von Art. 110a Abs. 1 AsylG beiordnete,
dass das Bundesverwaltungsgericht mit Urteil E-2321/2018 vom 5. Juni
2018 die Beschwerde guthiess, gleichzeitig auf die Auferlegung von Ver-
fahrenskosten verzichtet und der Gesuchstellerin in Ziffer 4 des Dispositivs
zulasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung von Fr. 600.– zusprach,
dass der Rechtsvertreter der Gesuchstellerin mit Eingabe vom 8. Juni 2018
das Bundesverwaltungsgericht darum bat, die Höhe der Parteientschädi-
gung nochmals zu überprüfen,
dass das Bundesverwaltungsgericht mit Schreiben vom 5. Juli 2018 den
Eingang der Eingabe vom 8. Juni 2018 bestätigte,
und erwägt,
dass gemäss Art. 48 Abs. 1 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni
2005 (VGG, SR 173.32) für die Erläuterung und die Berichtigung von Ent-
scheiden des Bundesverwaltungsgerichts Art. 129 des Bundesgerichtsge-
setzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) sinngemäss anwendbar ist,
dass das Bundesverwaltungsgericht gemäss Art. 129 Abs. 1 BGG auf
schriftliches Gesuch einer Partei oder von Amtes wegen das Dispositiv ei-
nes Urteils berichtigt, wenn das Dispositiv unklar, unvollständig oder zwei-
deutig ist, seine Bestimmungen untereinander oder mit der Begründung im
Widerspruch stehen oder es Redaktions- oder Rechnungsfehler enthält
(vgl. ELISABETH ESCHER, in Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz,
Basel 2008, N 5 zu Art. 129 BGG; KARL SPÜHLER/ANNETTE DOLGE/DOMINIK
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VOCK, Kurzkommentar zum Bundesgerichtsgesetz [BGG], Zürich 2006,
N 5 zu Art. 129 BGG, m.w.H.),
dass das Bundesverwaltungsgericht in der Praxis seiner Abteilungen ver-
sehentlich fehlerhafte Berechnungen von Kosten oder Entschädigungen
für Parteien respektive ihre Rechtsbeistände im Verfahren gemäss Art. 129
BGG berichtigt (vgl. etwa die Urteile B-5073/2011, B-1697/2007,
C-3428/2009, D-6675/2014, E-3371/2011 und E-2552/2010),
dass Gegenstand des Urteils vom 5. Juni 2018 die Beschwerde im Verfah-
ren E-2321/2018 bildete und in den Erwägungen festgehalten wurde, der
Gesuchstellerin sei zulasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung von
insgesamt Fr. 600.– zu entrichten (vgl. E. 7),
dass dem Gericht dabei ein Kanzleifehler unterlaufen ist, da die Höhe der
im Urteilsdispositiv zugesprochenen Parteientschädigung inhaltlich unver-
einbar ist mit dem geschätzten Aufwand für die Eingabe der 30-seitigen
Beschwerdeschrift und Fr. 1‘600.– betragen sollte,
dass eine Parteientschädigung von Fr. 1‘600.– zum Zeitpunkt der Bemes-
sung der Parteientschädigung angemessen erschien, zumal der Stunden-
ansatz von Fr. 300.–, von welchem der Rechtsvertreter in der mit Eingabe
vom 8. Juni 2018 nachgereichten Kostennote ausgeht, dem obersten Limit
des Stundenansatzes nach Art. 10 des Reglements vom 21. Februar 2008
über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht
(VGKE, SR 173.320.2) entspricht und das Gericht nach Art. 14 Abs. 2
VGKE die Entschädigung auf Grund der Akten festsetzt, wenn keine Kos-
tennote eingereicht worden ist und somit von einem geringeren Stunden-
ansatz ausgehen kann,
dass die Dispositivziffer 4 des Urteils entsprechend zu berichtigen ist,
dass angesichts der Gutheissung des Berichtigungsbegehrens für dieses
ausserordentliche Verfahren keine Kosten zu erheben sind (vgl. Art. 63
Abs. 1 und 2 VwVG),
dass das Honorar für die Aufwendungen des amtlichen Rechtsbeistands
für die Einleitung des Berichtigungsverfahrens von Amtes wegen auf
Fr. 200.– festzusetzen ist, nachdem mit dem Gesuch keine (weitere)
Kostennote eingereicht worden ist (vgl. Art. 14 Abs. 2 VGKE).
E-4795/2018
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Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:
1.
Die Ziffer 4 des Entscheid-Dispositivs des Urteils des Bundesverwaltungs-
gerichts in Sachen E-2321/2018 vom 5. Juni 2018 wird berichtigt und durch
diesen Text ersetzt: "Das SEM wird angewiesen, der Beschwerdeführerin
für das Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht eine Parteientschä-
digung von insgesamt Fr. 1‘600.– auszurichten".
2.
Für das Berichtigungsverfahren werden keine Kosten erhoben.
3.
Das Honorar des amtlichen Rechtsbeistands für das Berichtigungsverfah-
ren wird auf Fr. 200.– bestimmt und durch die Gerichtskasse vergütet.
4.
Dieser Berichtigungsentscheid geht an die Gesuchstellerin, das SEM, die
zuständige kantonale Behörde und den Finanzdienst des Bundesverwal-
tungsgerichts.
Die vorsitzende Richterin: Die Gerichtsschreiberin:
Andrea Berger-Fehr Regina Seraina Goll