3.12.2011
DE
Amtsblatt der Europäischen Union
C 355/15
Urteil des Gerichts vom 25. Oktober 2011 — Aragonesas Industrias y Energía/Kommission
(Rechtssache T-348/08) (1)
(Wettbewerb - Kartelle - Natriumchloratmarkt - Entscheidung, mit der eine Zuwiderhandlung gegen Art. 81 EG und Art. 53 EWR-Abkommen festgestellt wird - Nichtigkeitsklage - Aufteilung des Marktes - Preisfestsetzung - Indizienbündel - Zeitpunkt der Beweise - Aussagen von Wettbewerbern - Geständnis - Dauer der Zuwiderhandlung - Geldbußen - Schwere der Zuwiderhandlung - Mildernde Umstände)
2011/C 355/23
Verfahrenssprache: Englisch
Parteien
Klägerin: Aragonesas Industrias y Energía, SA (Barcelona, Spanien) (Prozessbevollmächtigte: I. Forrester, QC, und Rechtsanwälte K. Struckmann, P. Lindfelt und J. Garcia-Nieto Esteva)
Beklagte: Europäische Kommission (Prozessbevollmächtigte: A. Biolan, J. Bourke und R. Sauer)
Gegenstand
Klage auf Nichtigerklärung der Entscheidung C(2008) 2626 final der Kommission vom 11. Juni 2008 in einem Verfahren nach Art. 81 [EG] und Art. 53 EWR-Abkommen (Sache COMP/38.695 — Natriumchlorat), soweit diese Entscheidung Aragonesas Industrias y Energía betrifft, hilfsweise, Nichtigerklärung oder wesentliche Herabsetzung der in dieser Entscheidung gegen Aragonesas Industrias y Energía verhängten Geldbuße
Tenor
1.
Art. 1 Buchst. g der Entscheidung C(2008) 2626 final der Kommission vom 11. Juni 2008 in einem Verfahren nach Art. 81 [EG] und Art. 53 EWR-Abkommen (Sache COMP/38.695 — Natriumchlorat) wird für nichtig erklärt, soweit die Kommission der Europäischen Gemeinschaften darin eine Zuwiderhandlung der Aragonesas Industrias y Energía, SAU, in den Zeiträumen 16. Dezember 1996 bis 27. Januar 1998 und 1. Januar 1999 bis 9. Februar 2000 festgestellt hat.
2.
Art. 2 Buchst. f der Entscheidung C(2008) 2626 final wird für nichtig erklärt, soweit darin der Betrag der Geldbuße auf 9,9 Mio. Euro festgesetzt wird.
3.
Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.
4.
Aragonesas Industrias y Energía trägt ein Drittel ihrer eigenen Kosten und die Hälfte der Kosten der Kommission.
5.
Die Kommission trägt die Hälfte ihrer eigenen Kosten und zwei Drittel der Kosten der Klägerin.
(1) ABl. C 285 vom 8.11.2008.
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