10.9.2011
DE
Amtsblatt der Europäischen Union
C 269/6
Urteil des Gerichtshofs (Zweite Kammer) vom 7. Juli 2011 (Vorabentscheidungsersuchen des College van Beroep voor het bedrijfsleven — Niederlande) — IMC Securities BV/Stichting Autoriteit Financiële Markten
(Rechtssache C-445/09) (1)
(Richtlinie 2003/6/EG - Marktmanipulation - Beeinflussung des Kurses in der Weise, dass ein anormales oder künstliches Kursniveau erzielt wird)
2011/C 269/08
Verfahrenssprache: Niederländisch
Vorlegendes Gericht
College van Beroep voor het bedrijfsleven
Parteien des Ausgangsverfahrens
Klägerin: IMC Securities BV
Beklagte: Stichting Autoriteit Financiële Markten
Gegenstand
Vorabentscheidungsersuchen — College van Beroep voor het Bedrijfsleven — Auslegung von Art. 1 Abs. 2 Buchst. a zweiter Gedankenstrich der Richtlinie 2003/6/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 28. Januar 2003 über Insider-Geschäfte und Marktmanipulation (Marktmissbrauch) (ABl. L 96, S. 16) — Beeinflussung des Kurses in einer Weise, dass ein anormales oder künstliches Kursniveau erzielt wird — Begriff — Geschäfte oder Aufträge, die innerhalb einer kurzen Zeitspanne zu Kursschwankungen geführt haben
Tenor
Art. 1 Nr. 2 Buchst. a zweiter Gedankenstrich der Richtlinie 2003/6/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 28. Januar 2003 über Insider-Geschäfte und Marktmanipulation (Marktmissbrauch) ist in dem Sinne auszulegen, dass es für die Annahme, dass der Kurs eines oder mehrerer Finanzinstrumente in der Weise beeinflusst wurde, dass ein anormales oder künstliches Kursniveau erzielt wurde, nicht erforderlich ist, dass dieser Kurs über einen gewissen Zeitraum hinaus auf einem anormalen oder künstlichen Kursniveau bleibt.
(1) ABl. C 24 vom 30.1.2010.
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