28.1.2012
DE
Amtsblatt der Europäischen Union
C 25/6
Urteil des Gerichtshofs (Große Kammer) vom 16. November 2011 — Bank Melli Iran/Rat der Europäischen Union, Französische Republik, Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland, Europäische Kommission
(Rechtssache C-548/09 P) (1)
(Rechtsmittel - Gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik - Restriktive Maßnahmen gegen die Islamische Republik Iran zur Verhinderung der nuklearen Proliferation - Einfrieren von Geldern einer Bank - Fehlende Bekanntgabe des Beschlusses - Rechtsgrundlage - Verteidigungsrechte)
2012/C 25/09
Verfahrenssprache: Französisch
Verfahrensbeteiligte
Rechtsmittelführerin: Bank Melli Iran (Prozessbevollmächtigte: Rechtsanwältin L. Defalque)
Andere Verfahrensbeteiligte: Rat der Europäischen Union (Prozessbevollmächtigte: M. Bishop und R. Szostak), Französische Republik (Prozessbevollmächtigte: E. Belliard, G. de Bergues, L. Butel und E. Ranaivoson), Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland (Prozessbevollmächtigte: S. Hathaway im Beistand von D. Beard, Barrister), Europäische Kommission (Prozessbevollmächtigte: S. Boelaert und M. Konstantinidis)
Gegenstand
Rechtsmittel gegen das Urteil des Gerichts erster Instanz (Zweite Kammer) vom 14. Oktober 2009, Bank Melli Iran/Rat (T-390/08), mit dem das Gericht die Klage auf Nichtigerklärung von Nr. 4 des Abschnitts B des Anhangs des Beschlusses 2008/475/EG des Rates vom 23. Juni 2008 zur Durchführung von Artikel 7 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 423/2007 über restriktive Maßnahmen gegen Iran (ABl. L 163, S. 29) hinsichtlich der Bank Melli Iran und ihrer Zweigstellen abgewiesen hat — Keine individuelle Bekanntgabe dieses Beschlusses — Verletzung wesentlicher Formvorschriften — Mangelnde Rechtsgrundlage des gegenüber der Rechtsmittelführerin ergangenen Beschlusses über die Einfrierung von Geldern — Keine Wahrung der Verteidigungsrechte und des Grundsatzes des effektiven gerichtlichen Rechtsschutzes — Verletzung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit und des Rechts auf Eigentum
Tenor
1.
Das Rechtsmittel wird zurückgewiesen.
2.
Bank Melli Iran trägt die Kosten.
(1) ABl. C 80 vom 27.3.2010.
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