26.1.2013
DE
Amtsblatt der Europäischen Union
C 26/12
Urteil des Gerichtshofs (Achte Kammer) vom 22. November 2012 (Vorabentscheidungsersuchen des Juzgado de lo Social de Barcelona — Spanien) — Isabel Elbal Moreno/Instituto Nacional de la Seguridad Social (INSS), Tesorería General de la Seguridad Social (TGSS)
(Rechtssache C-385/11) (1)
(Art. 157 AEUV - Richtlinie 79/7/EWG - Richtlinie 97/81/EG - Rahmenvereinbarung über Teilzeitarbeit - Richtlinie 2006/54/EG - Beitragsbezogene Altersrente - Gleichbehandlung männlicher und weiblicher Arbeitnehmer - Mittelbare Diskriminierung aufgrund des Geschlechts)
2013/C 26/20
Verfahrenssprache: Spanisch
Vorlegendes Gericht
Juzgado de lo Social de Barcelona
Parteien des Ausgangsverfahrens
Klägerin: Isabel Elbal Moreno
Beklagte: Instituto Nacional de la Seguridad Social (INSS), Tesorería General de la Seguridad Social (TGSS)
Gegenstand
Vorabentscheidungsersuchen — Juzgado de lo Social de Barcelona — Auslegung von Paragraph 4 Nr. 1 der von UNICE, CEEP und EGB geschlossenen Rahmenvereinigung über Teilzeitarbeit im Anhang zur Richtlinie 97/81/EG des Rates vom 15. Dezember 1997 (ABl. 1998, L 14, S. 9), Art. 4 der Richtlinie 79/7/EWG des Rates vom 19. Dezember 1978 zur schrittweisen Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von Männern und Frauen im Bereich der sozialen Sicherheit (ABl. 1979, L 6, S. 24) und von Art. 4 der Richtlinie 2006/54/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 5. Juli 2006 zur Verwirklichung des Grundsatzes der Chancengleichheit und Gleichbehandlung von Männern und Frauen in Arbeits- und Beschäftigungsfragen (Neufassung) (ABl. L 204, S. 23) — Begriff „Beschäftigungsbedingung“ — Nach den spanischen Rechtsvorschriften berechnete beitragsbezogene Altersrente sowie von dem und für den Arbeitnehmer gezahlte Beiträge — Diskriminierung von Teilzeitbeschäftigten
Tenor
Art. 4 der Richtlinie 79/7/EWG des Rates vom 19. Dezember 1978 zur schrittweisen Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von Männern und Frauen im Bereich der sozialen Sicherheit ist dahin auszulegen, dass er unter Umständen wie denen des Ausgangsverfahrens einer Regelung eines Mitgliedstaats entgegensteht, nach der Teilzeitbeschäftigte, bei denen es sich überwiegend um Frauen handelt, gegenüber Vollzeitbeschäftigten proportional längere Beitragszeiten zurücklegen müssen, um gegebenenfalls einen Anspruch auf eine beitragsbezogene Altersrente zu haben, deren Höhe proportional zu ihrer Arbeitszeit herabgesetzt ist.
(1) ABl. C 290 vom 1.10.2011.
Full & Egal Universal Law Academy