7.9.2013
DE
Amtsblatt der Europäischen Union
C 260/16
Urteil des Gerichtshofs (ZweiteKammer) vom 18. Juli 2013 (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunale amministrativo regionale per il Lazio — Italien) — Sky Italia srl/Autorità per le Garanzie nelle Comunicazioni
(Rechtssache C-234/12) (1)
(Fernsehen - Richtlinie 2010/13/EU - Art. 4 Abs. 1 und Art. 23 Abs. 1 - Werbespots - Nationale Regelung, die für Veranstalter von Bezahlfernsehen eine anteilsmäßig kürzere Höchstsendezeit für Werbung vorsieht als für Veranstalter frei zugänglicher Fernsehdienste - Gleichbehandlung - Freier Dienstleistungsverkehr)
2013/C 260/26
Verfahrenssprache: Italienisch
Vorlegendes Gericht
Tribunale amministrativo regionale per il Lazio
Parteien des Ausgangsverfahrens
Klägerin: Sky Italia srl
Beklagte: Autorità per le Garanzie nelle Comunicazioni
Beteiligte: Reti Televisive Italiane (RTI) SpA, Maria Iaccarino
Gegenstand
Vorabentscheidungsersuchen — Tribunale Amministrativo Regionale per il Lazio — Auslegung von Art. 4 der Richtlinie 2010/13/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. März 2010 zur Koordinierung bestimmter Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Bereitstellung audiovisueller Mediendienste (ABl. L 95, S. 1) — Auslegung der Art. 49, 56 und 63 AEUV sowie des Art. 11 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union in Verbindung mit Art. 10 EMRK in der Auslegung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte — Prozentuale Höchstsendezeit für Werbung — Nationale Regelung, die für Veranstalter von Bezahlfernsehen eine kürzere Höchstsendezeit für Werbung vorsieht als für die anderen Fernsehveranstalter
Tenor
Art. 4 Abs. 1 der Richtlinie 2010/13/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 10. März 2010 zur Koordinierung bestimmter Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten über die Bereitstellung audiovisueller Mediendienste (Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste) sowie der Grundsatz der Gleichbehandlung und Art. 56 AEUV sind dahin auszulegen, dass sie einer nationalen Regelung wie der im Ausgangsverfahren fraglichen, die für die Veranstalter von Bezahlfernsehen eine kürzere maximale Sendezeit pro Stunde für Werbung vorsieht als für die Veranstalter von frei empfangbarem Fernsehen, grundsätzlich nicht entgegenstehen, soweit der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit beachtet wird, was vom vorlegenden Gericht zu prüfen ist.
(1) ABl. C 217 vom 21.7.2012.
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