29.3.2014
DE
Amtsblatt der Europäischen Union
C 93/14
Urteil des Gerichtshofs (Zweite Kammer) vom 13. Februar 2014 — Europäische Kommission/Italienische Republik
(Rechtssache C-596/12) (1)
(Vertragsverletzung eines Mitgliedstaats - Massenentlassungen - Begriff „Arbeitnehmer“ - Ausschluss der „dirigenti“ - Richtlinie 98/59/EG - Art. 1 Abs. 1 und 2 - Verstoß)
2014/C 93/22
Verfahrenssprache: Italienisch
Parteien
Klägerin: Europäische Kommission (Prozessbevollmächtigte: J. Enegren und C. Cattabriga)
Beklagte: Italienische Republik (Prozessbevollmächtigte: G. Palmieri im Beistand von S. Varone, avvocato dello Stato)
Gegenstand
Vertragsverletzung eine Mitgliedstaats — Verstoß gegen Art. 1 Abs. 1 und 2 der Richtlinie 98/59/EG des Rates vom 20. Juli 1998 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Massenentlassungen (ABl. L 225, S. 16) — Anwendungsbereich — Begriff der Arbeitnehmer — Einbeziehung von leitenden Angestellten in diesen Begriff
Tenor
1.
Die Italienische Republik hat dadurch gegen ihre Verpflichtungen aus Art. 1 Abs. 1 und 2 der Richtlinie 98/59/EG des Rates vom 20. Juli 1998 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Massenentlassungen verstoßen, dass sie durch Art. 4 Abs. 9 des Gesetzes Nr. 223 vom 23. Juli 1991 betreffend Bestimmungen über betriebsbedingte Arbeitslosigkeit, Mobilität, Arbeitslosenunterstützung, die Umsetzung von Gemeinschaftsrichtlinien, die Arbeitsvermittlung und andere Vorschriften über den Arbeitsmarkt (legge n. 223 — Norme in materia di cassa integrazione, mobilita’, trattamenti di disoccupazione, attuazione di direttive della Comunita’ europea, avviamento al lavoro ed altre disposizioni in materia di mercato del lavoro) die Kategorie der „dirigenti“ vom Anwendungsbereich des in Art. 2 dieser Richtlinie vorgesehenen Verfahrens ausgenommen hat.
2.
Die Italienische Republik trägt die Kosten.
(1) ABl. C 71 vom 9.3.2013.
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