11.8.2014
DE
Amtsblatt der Europäischen Union
C 261/4
Beschluss des Gerichtshofs (Achte Kammer) vom 30. April 2014 (Vorabentscheidungsersuchen des Tribunale di Napoli — Italien) — Luigi D'Aniello u. a./Poste Italiane SpA
(Rechtssache C-89/13) (1)
((Art. 99 der Verfahrensordnung des Gerichtshofs - Vorabentscheidungsersuchen - Sozialpolitik - Richtlinie 1999/70/EG - Diskriminierungsverbot - Innerstaatliche Rechtsvorschriften, die im Fall der rechtswidrigen Aufnahme einer Befristungsklausel in einen Arbeitsvertrag eine andere Entschädigungsregelung vorsehen als bei der rechtswidrigen Auflösung eines unbefristeten Arbeitsverhältnisses - Wirtschaftliche Folgen - Vergleichbarkeit der Vorabentscheidungsersuchen))
2014/C 261/05
Verfahrenssprache: Italienisch
Vorlegendes Gericht
Tribunale di Napoli
Parteien des Ausgangsverfahrens
Kläger: Luigi D'Aniello, Ester Di Vaio, Anna Di Benedetto, Antonella Camelio, Angela Leva, Alessia Romano, Emilia Aloia, Cira Oligo, Ottavio Russo, Guiseppe D'Ambra, Stefano Caputo, Ilaria Pappagallo, Maurizio De Rosa, Gianluca Liguori, Dario Puzone, Vincenzo De Luca, Guido Gorbari, Raffaella D'Ambrosio
Beklagte: Poste Italiane SpA
Tenor
Vorbehaltlich der den Mitgliedstaaten durch Paragraf 8 der Rahmenvereinbarung über befristete Arbeitsverträge vom 18. März 1999 im Anhang der Richtlinie 1999/70/EG des Rates vom 28. Juni 1999 zu der EGB-UNICE-CEEP-Rahmenvereinbarung über befristete Arbeitsverträge eröffneten Möglichkeit ist Paragraf 4 Nr. 1 dieser Rahmenvereinbarung dahin auszulegen, dass er keine Gleichbehandlung der im Fall der rechtswidrigen Aufnahme einer Befristungsklausel in einen Arbeitsvertrag eintretenden wirtschaftlichen Folgen mit den im Fall der rechtswidrigen Auflösung eines unbefristeten Arbeitsverhältnisses eintretenden wirtschaftlichen Folgen erfordert.
(1) ABl. C 156 vom 1.6.2013.
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