27.7.2013
DE
Amtsblatt der Europäischen Union
C 215/13
Vorabentscheidungsersuchen der Cour de cassation (Frankreich), eingereicht am 10. Juni 2013 — Gérard Fenoll/Centre d’aide par le travail La Jouvene, Association de parents et d’amis de personnes handicapées mentales (APEI) d’Avignon
(Rechtssache C-316/13)
2013/C 215/17
Verfahrenssprache: Französisch
Vorlegendes Gericht
Cour de cassation
Parteien des Ausgangsverfahrens
Kläger: Gérard Fenoll
Beklagte: Centre d’aide par le travail La Jouvene, Association de parents et d’amis de personnes handicapées mentales (APEI) d’Avignon
Vorlagefragen
1.
Ist Art. 3 der Richtlinie 89/391/EWG (1), auf die die Bestimmungen des Art. 1 der Richtlinie 2003/88/EG (2) vom 4. November 2003 verweisen, die ihren Anwendungsbereich festlegen, dahin auszulegen, dass eine Person, die in einem Zentrum für Arbeitstraining aufgenommen wird, als ein „Arbeitnehmer“ im Sinne dieses Art. 3 anzusehen ist?
2.
Ist Art. 31 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union dahin auszulegen, dass eine Person, wie sie in der vorangegangenen Frage beschrieben wird, als „Arbeitnehmer“ im Sinne des Art. 31 anzusehen ist?
3.
Kann sich eine Person, wie sie in der ersten Frage beschrieben wird, unmittelbar auf ihre Rechte aus der Charta berufen, um einen Anspruch auf bezahlten Jahresurlaub zu erhalten, wenn die nationale Regelung nicht vorsieht, dass sie einen solchen Anspruch hat, und muss der nationale Richter, um die volle Wirksamkeit dieser Rechte sicherzustellen, jede entgegenstehende Bestimmung des nationalen Rechts unangewendet lassen?
(1) Richtlinie 89/391/EWG des Rates vom 12. Juni 1989 über die Durchführung von Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Arbeitnehmer bei der Arbeit (ABl. L 183, S. 1).
(2) Richtlinie 2003/88/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. November 2003 über bestimmte Aspekte der Arbeitszeitgestaltung (ABl. L 299, S. 9).
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