25.4.2016
DE
Amtsblatt der Europäischen Union
C 145/5
Urteil des Gerichtshofs (Erste Kammer) vom 18. Februar 2016 (Vorabentscheidungsersuchen des Primera Instancia de Cartagena — Spanien) — Finanmadrid EFC SA/Jesús Vicente Albán Zambrano, María Josefa García Zapata, Jorge Luis Albán Zambrano, Miriam Elisabeth Caicedo Merino
(Rechtssache C-49/14) (1)
((Vorlage zur Vorabentscheidung - Richtlinie 93/13/EWG - Missbräuchliche Klauseln - Mahnverfahren - Zwangsvollstreckungsverfahren - Befugnis des nationalen Vollstreckungsgerichts, die Unwirksamkeit der missbräuchlichen Klausel vom Amts wegen zu berücksichtigen - Rechtskraft - Effektivitätsgrundsatz - Charta der Grundrechte der Europäischen Union - Rechtsschutz))
(2016/C 145/04)
Verfahrenssprache: Spanisch
Vorlegendes Gericht
Primera Instancia de Cartagena
Parteien des Ausgangsverfahrens
Klägerin: Finanmadrid EFC SA
Beklagte: Jesús Vicente Albán Zambrano, María Josefa García Zapata, Jorge Luis Albán Zambrano, Miriam Elisabeth Caicedo Merino
Tenor
Die Richtlinie 93/13/EWG des Rates vom 5. April 1993 über missbräuchliche Klauseln in Verbraucherverträgen ist dahin auszulegen, dass sie einer nationalen Regelung wie der im Ausgangsverfahren fraglichen entgegensteht, nach der das mit der Vollstreckung eines Mahnbescheids befasste Gericht die Missbräuchlichkeit einer in einem Vertrag zwischen einem Gewerbetreibenden und einem Verbraucher enthaltenen Klausel nicht von Amts wegen prüfen darf, wenn die mit dem Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids befasste Stelle nicht befugt ist, eine solche Prüfung vorzunehmen.
(1) ABl. C 135 vom 5.5.2014.
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