12.5.2014
DE
Amtsblatt der Europäischen Union
C 142/10
Vorabentscheidungsersuchen des Fővárosi Ítélőtábla (Ungarn) eingereicht am 27. Januar 2014 — Strafverfahren gegen István Balázs und Dániel Papp
(Rechtssache C-45/14)
2014/C 142/12
Verfahrenssprache: Ungarisch
Vorlegendes Gericht
Fővárosi Ítélőtábla
Parteien des Ausgangsverfahrens
Angeklagte: István Balázs und Dániel Papp
Weitere Verfahrensbeteiligte: Fővárosi Fellebbviteli Főügyészség
Vorlagefragen
Der Gerichtshof der Europäischen Union wird um eine Vorabentscheidung zu der Frage ersucht, ob die Regelung der gesetzlichen Anklage in § 2 des ungarischen Strafverfahrensgesetzes bzw. das Fehlen ihrer Regelung
1.
die Durchsetzung des „Rechts auf einen wirksamen Rechtsbehelf und ein unparteiisches Gericht“ nach Art. 47 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union beeinträchtigt,
2.
einen Verstoß gegen das „Recht, wegen derselben Straftat nicht zweimal strafrechtlich verfolgt oder bestraft zu werden“ nach Art. 50 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union, Art. 14 Abs. 7 des Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte und Art. 4 Abs. 1 des Protokolls Nr. 7 zur am 4. November 1950 in Rom unterzeichneten Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten
3.
bzw. das „Verbot des Missbrauchs der Rechte“ nach Art. 54 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union darstellt.
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