12.10.2015
DE
Amtsblatt der Europäischen Union
C 337/5
Vorabentscheidungsersuchen des Conseil d’État (Frankreich), eingereicht am 16. Juli 2015 — Association France Nature Environnement/Premier ministre, Ministre de l’écologie, du développement durable et de l’énergie
(Rechtssache C-379/15)
(2015/C 337/06)
Verfahrenssprache: Französisch
Vorlegendes Gericht
Conseil d’État
Parteien des Ausgangsverfahrens
Antragstellerin: Association France Nature Environnement
Antragsgegner: Premier ministre, Ministre de l’écologie, du développement durable et de l’énergie
Vorlagefragen
1.
Muss ein nationales Gericht als für die Anwendung des Rechts der Europäischen Union zuständiges ordentliches Gericht in allen Fällen den Gerichtshof der Europäischen Union um Vorabentscheidung ersuchen, damit er beurteilt, ob die vom nationalen Gericht für unionsrechtswidrig befundenen Bestimmungen vorläufig aufrechtzuerhalten sind?
2.
Falls die erste Frage bejaht wird, wäre eine mögliche Entscheidung des Conseil d’État, die Wirkungen der von ihm für rechtswidrig befundenen Bestimmungen des Art. 1 des Dekrets vom 2. Mai 2012 über die Prüfung bestimmter Pläne und Dokumente, die Auswirkungen auf die Umwelt haben, bis zum 1. Januar 2016 aufrechtzuerhalten, insbesondere durch ein zwingendes Umweltschutzerfordernis gerechtfertigt?
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