3.7.2017
DE
Amtsblatt der Europäischen Union
C 213/11
Urteil des Gerichtshofs (Zweite Kammer) vom 4. Mai 2017 (Vorabentscheidungsersuchen der Augstākā tiesa — Lettland) — Valsts policijas Rīgas reģiona pārvaldes Kārtības policijas pārvalde/Rīgas pašvaldības SIA „Rīgas satiksme“
(Rechtssache C-13/16) (1)
((Vorlage zur Vorabentscheidung - Richtlinie 95/46/EG - Art. 7 Buchst. f - Personenbezogene Daten - Voraussetzungen der Zulässigkeit der Verarbeitung personenbezogener Daten - Begriff der Erforderlichkeit zur Verwirklichung des berechtigten Interesses eines Dritten - Antrag auf Übermittlung personenbezogener Daten über den Verursacher eines Verkehrsunfalls zur Verteidigung rechtlicher Ansprüche vor Gericht - Verpflichtung des für die Verarbeitung Verantwortlichen, einem solchen Antrag stattzugeben - Fehlen))
(2017/C 213/10)
Verfahrenssprache: Lettisch
Vorlegendes Gericht
Augstākā tiesa
Parteien des Ausgangsverfahrens
Kläger: Valsts policijas Rīgas reģiona pārvaldes Kārtības policijas pārvalde
Beklagte: Rīgas pašvaldības SIA „Rīgas satiksme“
Tenor
Art. 7 Buchst. f der Richtlinie 95/46/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24. Oktober 1995 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten und zum freien Datenverkehr ist dahin auszulegen, dass er nicht dazu verpflichtet, einem Dritten personenbezogene Daten zu übermitteln, damit er vor einem Zivilgericht Klage auf Ersatz eines durch die betreffende Person verursachten Schadens erheben kann. Jedoch steht er der Übermittlung solcher Daten auf der Grundlage des nationalen Rechts nicht entgegen.
(1) ABl. C 111 vom 29.3.2016.