20.11.2017
DE
Amtsblatt der Europäischen Union
C 392/8
Urteil des Gerichtshofs (Zehnte Kammer) vom 21. September 2017 (Vorabentscheidungsersuchen des Sąd Rejonowy dla Wrocławia-Śródmieścia — Polen) — Halina Socha, Dorota Olejnik, Anna Skomra/Szpital Specjalistyczny im. A. Falkiewicza we Wrocławiu
(Rechtssache C-149/16) (1)
((Vorlage zur Vorabentscheidung - Sozialpolitik - Massenentlassungen - Richtlinie 98/59/EG - Art. 1 Abs. 1 - Begriff „Entlassungen“ - Gleichstellung von „Beendigungen des Arbeitsvertrags …, die auf Veranlassung des Arbeitgebers … erfolgen“ mit Entlassungen - Einseitige Änderung der Arbeits- und Entgeltbedingungen durch den Arbeitgeber))
(2017/C 392/11)
Verfahrenssprache: Polnisch
Vorlegendes Gericht
Sąd Rejonowy dla Wrocławia-Śródmieścia
Parteien des Ausgangsverfahrens
Klägerinnen: Halina Socha, Dorota Olejnik, Anna Skomra
Beklagter: Szpital Specjalistyczny im. A. Falkiewicza we Wrocławiu
Tenor
Art. 1 Abs. 1 und Art. 2 der Richtlinie 98/59/EG des Rates vom 20. Juli 1998 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten über Massenentlassungen sind dahin auszulegen, dass ein Arbeitgeber die in Art. 2 dieser Richtlinie vorgesehenen Konsultationen durchzuführen hat, wenn er beabsichtigt, einseitig und zulasten der Arbeitnehmer eine Änderung der Entgeltbedingungen vorzunehmen, die, wenn ihre Annahme von den Arbeitnehmern abgelehnt wird, die Beendigung des Arbeitsverhältnisses zur Folge hat, soweit die in Art. 1 Abs. 1 der Richtlinie aufgestellten Voraussetzungen erfüllt sind. Dies zu prüfen, ist Sache des vorlegenden Gerichts.
(1) ABl. C 222 vom 20.6.2016.