10.5.2016
DE
Amtsblatt der Europäischen Union
C 165/7
Vorabentscheidungsersuchen des Tribunal de grande instance de Lyon (Frankreich), eingereicht am 19. Februar 2016 — Jean-Philippe Lahorgue/Ordre des avocats du barreau de Lyon, Conseil national des barreaux (CNB), Rat der Europäischen Anwaltschaften (CCBE), Ordre des avocats du barreau de Luxembourg
(Rechtssache C-99/16)
(2016/C 165/08)
Verfahrenssprache: Französisch
Vorlegendes Gericht
Tribunal de grande instance de Lyon
Parteien des Ausgangsverfahrens
Antragsteller: Jean-Philippe Lahorgue
Antragsgegner: Ordre des avocats du barreau de Lyon, Conseil national des barreaux (CNB), Rat der Europäischen Anwaltschaften (CCBE), Ordre des avocats du barreau de Luxembourg
Vorlagefrage
Verstößt es insofern gegen Art. 4 der Richtlinie 77/249/EWG (1), als eine diskriminierende Maßnahme vorliegt, mit der die Berufsausübung als freier Dienstleistungserbringer behindert wird, wenn einem Rechtsanwalt, der ordnungsgemäß bei der Rechtsanwaltskammer eines Mitgliedstaats, in dem er den Rechtsanwaltsberuf ausüben möchte, zugelassen ist, die Einrichtung eines Zugangs zum Réseau Privé Virtuel des Avocats (Privates Virtuelles Anwaltsnetzwerk — RPVA) nur deshalb verweigert wird, weil er nicht bei der Rechtsanwaltskammer des anderen Mitgliedstaats, in dem er den Anwaltsberuf als freier Dienstleistungserbringer ausüben möchte, zugelassen ist?
(1) Richtlinie 77/249/EWG des Rates vom 22. März 1977 zur Erleichterung der tatsächlichen Ausübung des freien Dienstleistungsverkehrs der Rechtsanwälte (ABl. L 78, S. 17).
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