11.9.2017
DE
Amtsblatt der Europäischen Union
C 300/10
Vorabentscheidungsersuchen des Sąd Rejonowy w Siemianowicach Śląskich (Polen), eingereicht am 6. April 2017 — Profi Credit Polska S.A. mit Sitz in Bielsko-Biała/Mariusz Wawrzosek
(Rechtssache C-176/17)
(2017/C 300/13)
Verfahrenssprache: Polnisch
Vorlegendes Gericht
Sąd Rejonowy w Siemianowicach Śląskich
Parteien des Ausgangsverfahrens
Antragstellerin: Profi Credit Polska S.A. mit Sitz in Bielsko-Biała
Antragsgegner: Mariusz Wawrzosek
Vorlagefrage
Stehen die Bestimmungen der Richtlinie 93/13/EWG des Rates vom 5. April 1993 über missbräuchliche Klauseln in Verbraucherverträgen (1), insbesondere ihr Art. 6 Abs. 1 und Art. 7 Abs. 1, sowie die Bestimmungen der Richtlinie 2008/48/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. April 2008 über Verbraucherkreditverträge und zur Aufhebung der Richtlinie 87/102/EWG des Rates (2), insbesondere ihr Art. 17 Abs. 1 und Art. 22 Abs. 1, der Geltendmachung eines Anspruchs, der durch einen ordnungsgemäß ausgefüllten Wechsel festgestellt wird, durch einen Unternehmer (Darlehensgeber) gegen einen Verbraucher (Darlehensnehmer) im Rahmen eines Zahlungsbefehlsverfahrens gemäß den Art. 485 § 2 ff. der Zivilprozessordnung (Kodeks postępowania cywilnego, abgekürzt: KPC) in Verbindung mit Art. 41 des Verbraucherkreditgesetzes (Ustawa o kredycie konsumenckim) vom 12. Mai 2011 entgegen, nach denen das innerstaatliche Gericht die Wirksamkeit des Anspruchs aus dem Wechsel ausschließlich im Hinblick auf die Einhaltung der Formerfordernisse des Wechsels prüfen darf, ohne auf das Grundverhältnis einzugehen?
(1) ABl. 1993, L 95, S. 29.
(2) ABl. 2008, L 133, S. 66.