5.8.2019
DE
Amtsblatt der Europäischen Union
C 263/10
Urteil des Gerichtshofs (Sechste Kammer) vom 6. Juni 2019 (Vorabentscheidungsersuchen der Cour du travail de Liège — Belgien) — V/Institut national d’assurances sociales pour travailleurs indépendants (Inasti), Securex Integrity ASBL
(Rechtssache C-33/18) (1)
(Vorlage zur Vorabentscheidung - Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit - Wandererwerbstätige - Verordnung [EG] Nr. 883/2004 - Übergangsbestimmungen - Art. 87 Abs. 8 - Verordnung [EWG] Nr. 1408/71 - Art. 14c Buchst. b - Erwerbstätiger, der in verschiedenen Mitgliedstaaten eine abhängige Beschäftigung und eine selbständige Tätigkeit ausübt - Ausnahmen vom Grundsatz der Anwendung nur eines nationalen Rechts - Doppelte Zugehörigkeit - Einreichung eines Antrags, den gemäß der Verordnung Nr. 883/2004 anzuwendenden Rechtsvorschriften unterstellt zu werden)
(2019/C 263/12)
Verfahrenssprache: Französisch
Vorlegendes Gericht
Cour du travail de Liège
Parteien des Ausgangsverfahrens
Kläger: V
Beklagte: Institut national d’assurances sociales pour travailleurs indépendants (Inasti), Securex Integrity ASBL
Tenor
Art. 87 Abs. 8 der Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit in der durch die Verordnung (EG) Nr. 988/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 geänderten Fassung ist dahin auszulegen, dass eine Person, die zum Geltungsbeginn der Verordnung Nr. 883/2004 eine abhängige Beschäftigung in einem Mitgliedstaat und eine selbständige Tätigkeit in einem anderen Mitgliedstaat ausübte und damit gleichzeitig den im Bereich der sozialen Sicherheit anwendbaren Rechtsvorschriften dieser beiden Mitgliedstaaten unterlag, keinen ausdrücklichen Antrag stellen musste, um den nach der Verordnung Nr. 883/2004 in der durch die Verordnung Nr. 988/2009 geänderten Fassung anwendbaren Rechtsvorschriften unterworfen zu werden.
(1) ABl. C 112 vom 26.3.2018.