BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS KZR 42/08 vom 7. April 2009 in dem Rechtsstreit - 2 - Der Kartellsenat des Bundesgerichtshofs hat am 7. April 2009 durch den Pr344sidenten des Bundesgerichtshofs Prof. Dr. Tolksdorf, den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Bornkamm und die Richter Prof. Dr. Meier-Beck, Dr. Strohn und Dr. Gr374neberg beschlossen: Die Beschwerde der Beklagten zu 2 gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 1. Kartellsenats des Oberlandes-gerichts D374sseldorf vom 14. Mai 2008 wird zur374ckgewiesen, weil keiner der im Gesetz (247 543 Abs. 2 ZPO) vorgesehenen Gr374nde vorliegt, nach denen der Senat die Revision zulassen darf. Der Rechtsstreit der Parteien hat weder grunds344tzliche Bedeutung, noch erfordert er eine Entscheidung des Revisionsgerichts zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung. Dass in F344llen, in denen die Schadensh366he von einer richterli-chen Sch344tzung nach 247 287 ZPO abh344ngt, ein unbezifferter Zah-lungsantrag nach 247 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO zul344ssig sein kann, ent-spricht gefestigter Rechtsprechung (RGZ 140, 211, 213; BGHZ 4, 138, 141 f.; 45, 91, 92 f.; 165, 311, 314; BGH, Urt. v. 13.3.1967 - III ZR 8/66, NJW 1967, 1420; Urt. v. 13.10.1981 - VI ZR 162/80, NJW 1982, 340) und kann daher eine grunds344tzliche Bedeutung i.S. des 247 543 Abs. 2 Nr. 1 ZPO nicht begr374nden. Ebenso wenig besteht ein Revisionszulassungsgrund hinsichtlich der Frage, ob ein unbezifferter Klageantrag jedenfalls dann unzu- - 3 - l344ssig ist, wenn die Schwierigkeiten, den Antrag zu beziffern, dar-auf beruhen, dass der Kl344ger eine un374berschaubare Anzahl von Einzelforderungen in einer Klageh344ufung geb374ndelt hat. Allein die F374lle des Prozessstoffes f374hrt nicht zur Unzul344ssigkeit der Klage. Das Berufungsgericht hat, anders als die Beschwerde meint, auch keinen unrichtigen Rechtssatz bei der Pr374fung zugrunde ge-legt, ob der Grund der erhobenen Anspr374che i.S. des 247 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO ausreichend angegeben ist. Das Erfordernis, Gegenstand und Grund des mit der Klage geltend gemachten Anspruchs anzugeben, dient auf der Ebene der Zul344ssigkeit allein dazu, den Streitgegenstand festzulegen. Daf374r kommt es nicht darauf an, ob der ma337gebende Lebenssachverhalt vollst344ndig beschrieben oder der Klageanspruch schl374ssig oder substantiiert dargelegt ist (BGH Urt. v. 18.7.2000 - X ZR 62/98, NJW 2000, 3492, 3493; Urt. v. 17.7.2003 - I ZR 295/00, NJW-RR 2004, 639, 640; Urt. v. 11.2.2004 - VIII ZR 127/03, NJW-RR 2005, 216). Schlie337lich ist auch nicht kl344rungsbed374rftig, ob eine Klage, mit der eine unter Versto337 gegen das Rechtsberatungsgesetz abgetrete-ne Forderung geltend gemacht wird, unzul344ssig ist. Dies ist er-sichtlich nicht der Fall. Von einer n344heren Begr374ndung wird gem344337 247 544 Abs. 4 Satz 2, Halbsatz 2 ZPO abgesehen. Die Beklagte zu 2 tr344gt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (247 97 ZPO). - 4 - Der Streitwert f374r das Beschwerdeverfahren wird auf 972.157,46 200 festgesetzt. Tolksdorf Bornkamm Meier-Beck Strohn Gr374neberg Vorinstanzen: LG D374sseldorf, Entscheidung vom 21.02.2007 - 34 O (Kart) 147/05 - OLG D374sseldorf, Entscheidung vom 14.05.2008 - VI U (Kart) 14/07 -
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