BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS IV AR (VZ) 3/07 vom 28. M344rz 2007 in dem Rechtsstreit - 2 - Der IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat durch die Richter Seiffert, Wendt, die Richterin Dr. Kessal-Wulf, die Richter Felsch und Dr. Franke am 28. M344rz 2007 beschlossen: Das Rechtsmittel gegen den Beschluss des 10. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Karlsruhe vom 14. September 2006 wird auf Kosten der Antragsstellerin als unzul344ssig verwor-fen. Wert: 500.000 200 Gr374nde: Die Antragsstellerin wendet sich gegen die Zustellung einer vor ei-nem US-amerikanischen Gericht eingereichten Sammelklage (Class Ac-tion). 1 Die Zustellung war vom Antragsgegner mit Bescheid vom 23. Juli 2003 angeordnet worden. Dagegen hat die Antragsstellerin Antrag auf gerichtliche Entscheidung gem344337 247247 23 ff. EGGVG gestellt, der vom Oberlandesgericht mit Beschluss vom 14. September 2006 zur374ckgewie-sen wurde. 2 - 3 - 3 Gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts erhob die Antrags-stellerin Gegenvorstellung und Anh366rungsr374ge nach 247247 29a FGG, 321a ZPO. Zugleich legte sie au337erordentliche Beschwerde wegen greifbarer Gesetzwidrigkeit ein. Sie macht unter anderem geltend, die Zustellung der Klageschrift w374rde sie in ihren Grundrechten aus Art. 2 Abs. 1 GG i.V. mit dem Rechtsstaatsprinzip und aus Artt. 14 Abs. 1, 12 Abs. 1 GG verletzen. Mit Beschluss vom 1. Februar 2007 hat das Oberlandesgericht die erhobene Gegenvorstellung als unzul344ssig verworfen und die Anh366-rungsr374ge als unbegr374ndet zur374ckgewiesen. Zur Entscheidung 374ber das Rechtsmittel hat das Oberlandesgericht die Sache dem Bundesgerichts-hof vorgelegt. 4 II. Das Rechtsmittel ist nicht zul344ssig. 5 1. Das Rechtsmittel ist nicht als Rechtsbeschwerde gem344337 247 574 Abs. 1 Satz 1 ZPO statthaft. 6 In einem wie hier gegebenen Verfahren zur 334berpr374fung von Jus-tizverwaltungsakten im Sinne der 247247 23 ff. EGGVG sind nach 247 29 Abs. 2 EGGVG die Vorschriften des Gesetzes 374ber die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit 374ber das Beschwerdeverfahren anzuwenden. Das Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit sieht eine Anrufung des Bundesgerichtshofs au337er im Wege der Vorlage nach 247 28 Abs. 2 FGG nicht vor (vgl. Senatsbeschluss vom 8. Juni 2005 - IV ZB 12/05 - m.w.N.). An dieser Rechtslage hat sich durch das Inkrafttreten des Ge-setzes zur Reform des Zivilprozesses vom 27. Juli 2001 (BGBl. I 7 - 4 - S. 1887 ff.) nichts ge344ndert; vielmehr ist nach der Gesetzesbegr374ndung eine Reform des Verfahrens der freiwilligen Gerichtsbarkeit einem ge-sonderten Gesetzgebungsverfahren vorbehalten (BT-Drucks. 14/4722 S. 69). Die Rechtsbeschwerde gem344337 247 574 ZPO ist daher im Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit nicht statthaft (vgl. BGH, Beschl374sse vom 19. Dezember 2002 - V ZB 61/02 - NJW-RR 2003, 644 f.; vom 10. De-zember 2003 - XII ZB 251/03 - NJW-RR 2004, 726 f.; vom 30. September 2004 - V ZB 16/04 - NJW 2004, 3412 f.; vom 28. September 2006 - V ZB 105/06 - NJW 2007, 158 unter III 2). 2. Die Entscheidung des Oberlandesgerichts kann auch nicht mit der au337erordentlichen Beschwerde angegriffen werden. 8 Nach der Neuregelung des Beschwerderechts durch das Gesetz zur Reform des Zivilprozesses vom 27. Juli 2001 (BGBl. I S. 1887, 1902 ff.) ist ein au337erordentliches Rechtsmittel zum Bundesgerichtshof bei "greifbar gesetzwidrigen" Entscheidungen insbesondere wegen der Verletzung von Verfahrensgrundrechten, auf das sich die Antragsstellerin beruft, nicht mehr gegeben (vgl. BGHZ 150, 133, 135 ff.; BVerwG NJW 2002, 2657). 9 - 5 - 10 Die Entscheidung des Oberlandesgerichts ist vielmehr endg374ltig, wie sich aus 247 29 Abs. 1 Satz 1 EGGVG ergibt. Seiffert Wendt Dr. Kessal-Wulf Felsch Dr. Franke Vorinstanz: OLG Karlsruhe, Entscheidung vom 14.09.2006 - 10 VA 10/03 -
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