BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS IV ZA 15/09 vom 9. Juni 2010 in dem Rechtsstreit - 2 - Der IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes hat durch den Vorsitzenden Richter Terno, die Richterinnen Dr. Kessal-Wulf, Harsdorf-Gebhardt, die Richter Dr. Karczewski und Lehmann am 9. Juni 2010 beschlossen: Der Kl344gerin wird f374r die Durchf374hrung der Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Urteil des 16. Zivilsenats des Schleswig-Holsteinischen Oberlandes-gerichts in Schleswig vom 26. November 2009 Prozess-kostenhilfe bewilligt, soweit sie in H366he eines Teils der Klageforderung von 25.480,51 200 nebst Zinsen i.H. von f374nf Prozentpunkten 374ber dem Basiszinssatz seit dem 9. Ja-nuar 2008 Zahlung an sich selbst begehrt und auf diese Teilforderung bezogene vorgerichtliche Kosten nebst Zin-sen i.H. von f374nf Prozentpunkten 374ber dem Basiszinssatz seit dem 7. Juni 2008 geltend macht. Im Umfang der Bewilligung wird der Kl344gerin zur Ver-tretung in dem Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren Rechtsanwalt Dr. Mennemeyer beigeordnet. Die Kl344gerin hat auf die Prozesskosten monatliche Raten in H366he von 394 200 an die zust344ndige Landeskasse zu zah-len. - 3 - Im 334brigen wird der Antrag auf Bewilligung von Prozess-kostenhilfe zur374ckgewiesen. Gr374nde: Die wirtschaftlichen Voraussetzungen f374r die Gew344hrung von Pro-zesskostenhilfe (247 114 Satz 1 ZPO) sind nicht dargetan, soweit die Kl344-gerin die Klageforderung in gewillk374rter Prozessstandschaft f374r drei Gl344ubiger geltend macht, denen sie jeweils einen Teil der Forderung ab-getreten hat (90.000 200 an die C. AG, 8.500 200 an Rechtsan-walt Z. und 4.202,57 200 an die M. GmbH & Co. KG). 1 Wer ein fremdes Recht im eigenen Namen geltend macht, muss nach st344ndiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs f374r die Bewilli-gung von Prozesskostenhilfe darlegen, dass auch der Rechtsinhaber nach seinen pers366nlichen und wirtschaftlichen Verh344ltnissen die Pro-zesskosten nicht aufbringen kann (BGHZ 96, 151, 153 m.w.N.; BGH, Be-schl374sse vom 16. September 1991 - VIII ZR 264/90 - VersR 1992, 594 m.w.N.; vom 13. Juli 1953 - VI ZR 94/53 - LM ZPO 247 114 Nr. 4; so auch OLG N374rnberg, OLGR N374rnberg 2005, 126; OLG Koblenz, OLGR Kob-lenz 1999, 342; OLG Hamm, NJW 1990, 1053 m.w.N.; OLG Celle, NJW 1987, 783 m.w.N.; OLG K366ln, FamRZ 1984, 304; Baumbach/ Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO 68. Aufl. 247 114 Rdn. 55 m.w.N.; M374nchKomm-ZPO/Motzer, 5. Aufl. 247 114 Rdn. 47 m.w.N.; Musielak/ Fischer, ZPO 7. Aufl. 247 114 Rdn. 5 m.w.N.; im Grundsatz auch OLG Hamm, VersR 1982, 1068; a.A. PG/V366lker/Zempel, ZPO 2. Aufl. 247 114 2 - 4 - Rdn. 17; Stein/Jonas/Bork, ZPO 22. Aufl. 247 114 Rdn. 7; Z366ller/Geimer, ZPO 28. Aufl. 247 114 Rdn. 9, 11). Da es Zweck der Prozesskostenhilfe ist, der unverm366genden Partei die Verfolgung ihrer Rechte zu erm366glichen, kann bei der Geltendmachung eines fremden Rechts das Interesse des Rechtsinhabers an der F374hrung des Rechtsstreits auch auf dem Gebiet der Bewilligung von Prozesskostenhilfe nicht unber374cksichtigt bleiben. Dies entspricht einem 374bergeordneten Rechtsgrundsatz, der in 247 116 Satz 1 ZPO seinen Niederschlag gefunden hat (BGH, Beschluss vom 16. September 1991 aaO m.w.N.). Danach kommt es grunds344tzlich und nicht nur ausnahmsweise (so aber Stein/Jonas/Bork aaO) auch auf die wirtschaftlichen Verh344ltnisse des Rechtsinhabers an. Ob hiervon eine Ausnahme zu machen ist, wenn der materiell Berechtigte kein Interesse an der Rechtsverfolgung hat (vgl. OLG Celle aaO), kann dahinstehen. Dazu hat die Kl344gerin nichts vorgetragen. Allein der Umstand, dass die - 5 - Zessionare nicht mit den Kosten der Rechtsverfolgung belastet werden m366chten, gen374gt nicht, um ihnen die Verfolgung ihrer Rechte durch die bed374rftige Kl344gerin zu erm366glichen. Terno Dr. Kessal-Wulf Harsdorf-Gebhardt Dr. Karczewski Lehmann Vorinstanzen: LG Flensburg, Entscheidung vom 26.05.2009 - 8 O 40/09 - OLG Schleswig, Entscheidung vom 26.11.2009 - 16 U 34/09 -
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