BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS V ZB 113/10 vom 11. November 2010 in dem Rechtsstreit - 2 - Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 11. November 2010 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kr374ger, die Richter Dr. Lemke, Dr. Schmidt-R344ntsch und Dr. Roth und die Richterin Dr. Br374ckner beschlossen: Auf die Rechtsbeschwerde der Kl344ger wird der Beschluss der 29. Zivilkammer des Landgerichts K366ln vom 24. Februar 2010 aufgehoben. Die Sache wird zur erneuten Entscheidung, auch 374ber die au337ergerichtlichen Kosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens, an das Landgericht zur374ckverwiesen. Gerichtskosten f374r das Rechtsbeschwerdeverfahren werden nicht erhoben. Der Kostenstreitwert des Rechtsbeschwerdeverfahrens betr344gt 543,63 200. Gr374nde: I. Das Landgericht hat die Berufung der Kl344ger gegen das Urteil des Amts-gerichts vom 7. August 2009 wegen Nichterreichens der Berufungssumme (247 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO) als unzul344ssig verworfen. Dagegen wenden sich die Kl344ger mit der Rechtsbeschwerde. 1 - 3 - II. Das gem344337 247 522 Abs. 1 Satz 4, 247 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO statthaf-te Rechtsmittel f374hrt zur Aufhebung des angefochtenen Beschlusses und zur Zur374ckverweisung der Sache an das Beschwerdegericht. 2 1. Nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. nur Senat, Beschluss vom 7. Mai 2009 - V ZB 180/08, JurB374ro 2009, 442 f.; BGH, Beschluss vom 20. Juni 2002 - IX ZB 56/01, NJW 2002, 2648 , 2649; Beschluss vom 5. August 2002 - IX ZB 51/02 , NJW-RR 2002, 1571 ; Beschluss vom 12. Juli 2004 - II ZB 3/02, NJW-RR 2005, 78 ; Beschluss vom 7. April 2005 - IX ZB 63/03 , NJW-RR 2005, 916 ) m374ssen Beschl374sse, die der Rechtsbe-schwerde unterliegen, den f374r die Entscheidung ma337geblichen Sachverhalt wiedergeben (f374r Urteile vgl. auch BGH, Urteil vom 30. September 2003 - VI ZR 438/02 , MDR 2004, 289 f. mwN), wobei auch das mit dem Rechtsmittel verfolg-te Rechtsschutzziel deutlich werden muss (vgl. Senat, Urteil vom 14. Januar 2005 - V ZR 99/05, MDR 2005, 705; Beschluss vom 16. September 2010 - V ZB 95/10, Rn. 3 f.; BGH, Urteil vom 13. Januar 2004 - XI ZR 5/03, NJW-RR 2004, 573). Diese Anforderungen gelten auch f374r einen Beschluss, durch den die Berufung mit der Begr374ndung verworfen wird, die Berufungssumme nach 247 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO sei nicht erreicht (vgl. BGH, Beschluss vom 14. Juni 2010 - II ZB 20/09, MDR 2010, 1210; Senat, Beschluss vom 16. September 2010 - V ZB 95/10, aaO). Nach 247 577 Abs. 2 Satz 4 , 247 559 ZPO hat das Rechtsbeschwerdegericht grunds344tzlich von dem Sachverhalt auszugehen, den das Beschwerdegericht festgestellt hat. Fehlen tats344chliche Feststellungen, ist es zu einer rechtlichen 334berpr374fung nicht in der Lage. Ausf374hrungen des Be-schwerdegerichts, die eine solche 334berpr374fung nicht erm366glichen, sind keine Gr374nde im zivilprozessualen Sinn. Wird diesen Anforderungen nicht gen374gt, liegt ein von Amts wegen zu ber374cksichtigender Verfahrensmangel vor, der die Aufhebung der Beschwerdeentscheidung nach sich zieht (vgl. Senat, Beschluss 3 - 4 - vom 11. Mai 2006 - V ZB 70/05, FamRZ 2006, 1030; Beschluss vom 16. September 2010 - V ZB 95/10, Rn. 3 f.; BGH, Beschluss vom 7. April 2005 - IX ZB 63/03 , aaO). So liegt es hier. Eine Sachdarstellung fehlt. Ausreichende tats344chliche Angaben zum Streitgegenstand lassen sich der angegriffenen Ent-scheidung auch nicht in Verbindung mit den in Bezug genommenen Beschl374s-sen entnehmen. Zudem fehlen Angaben zum Ausgang des erstinstanzlichen Verfahrens und zu dem mit der Berufung verfolgten Rechtsschutzziel. 2. Die Zur374ckverweisung gibt dem Beschwerdegericht Gelegenheit, sich mit der Sache auch unter Ber374cksichtigung des Rechtsbeschwerdevorbringens zu befassen. 4 - 5 - III. Die Entscheidung 374ber die Nichterhebung der Gerichtskosten f374r das Rechtsbeschwerdeverfahren beruht auf 247 21 Abs. 1 Satz 1 GKG . 5 Kr374ger Lemke Schmidt-R344ntsch Roth Br374ckner Vorinstanzen: AG K366ln, Entscheidung vom 07.08.2009 - 215 C 45/08 - LG K366ln, Entscheidung vom 24.02.2010 - 29 S 162/09 -
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