BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS V ZB 193/13 vom 2. März 2015 in der Zurückschiebungs haftsache - 2 - Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 2. M ä rz 2015 durch die Vo r- sitzende Richterin Dr. Stresemann, die Richterin nen Prof. Dr. Schmidt - Räntsch und Dr. Brückner und die Richter Dr. Kazele und Dr. Göbel beschlossen: Auf die Rechtsbeschwerde wird festgestellt, dass der Beschluss des Amtsgerichts Frankfurt am M ain vom 8. November 2013 und der Beschluss der 29. Zivilkammer des Landgerichts Frankfurt am Main vom 29. November 2013 den Betroffenen in seinen Rechten verletzt haben . Gerichtskosten werden in allen Instanzen nicht erhoben. Die zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung notwendigen Auslagen des Betroffenen in allen Instanzen werden der Stadt F rankfurt am Main auferlegt. Der Gegenstandswert des Rechtsbeschwerdeverfahrens be trägt Gründe: Die Rechtsbeschwerde ist begründet. Die Haftanordnung des Amtsg e- richts und ihre Aufrechterhaltung durch das Beschwerdegericht haben den B e- troffenen in seinen Rechten verletzt, weil abzusehen war, dass die Haft (weite r- hin) in der Justizvollzugsanstalt Frankfurt am Main I und damit unter Verletzung der im Lichte von Art. 16 Abs. 1 Satz 1 der Richtlinie 2008/115/EG auszulege n- 1 - 3 - den Vorschrift des § 62a Abs. 1 AufenthG vollzogen werden würde (vgl. näher Senat, Beschluss vom 17. September 2014 V ZB 56/14 , juris Rn. 4 f. ). Diese Richtlinie ist auf die Haft zur Sicherung der Überstellung des Ausländers nach den Art. 16 ff. der Dublin - II - Verordnung (Verordnung (EG) Nr. 343/2003 des Rates vom 18. Februar 2003, ABl. Nr. L 50 S. 1) ebenfalls a nzuwenden (vgl. Senat, Beschluss vom 20. November 2014 V ZB 54/14, juris Rn. 8). Von einer weiteren Begründung wird abgesehen (§ 74 Abs. 7 FamFG). Stresemann Schmidt - Räntsch Brückner Kazele Göbel Vorinstanzen: AG Frankfurt am Main, Entscheid ung vom 08.11.2013 - 934 XIV 470/13 B - LG Frankfurt am Main, Entscheidung vom 29.11.2013 - 2 - 29 T 313/13 -
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