BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS VII ZB 22/12 vom 30. April 2013 in dem Zwangsvollstreckungsverfahren Nachschlagewerk: ja BGHZ: nein BGHR: ja ZPO § 293 a) Ist nach dem deutschen internationalen Privat - und Zivilverfahrensrecht ausländ i- sches Recht (hier: gr iechisches Recht) anzuwenden, hat der Tatrichter dieses gemäß § 293 ZPO von Amts wegen zu ermitteln. b) Gibt die angefochtene Entscheidung keinen Aufschluss darüber, dass der Tatric h- ter seiner Pflicht zur Ermittlung ausländischen Rechts nachgekommen ist, ist d a- von auszugehen, dass eine ausreichende Erforschung des ausländischen Rechts verfahrensfehlerhaft unterblieben ist (Anschluss an BGH, Urteile vom 23. April 2002 - XI ZR 136/01, NJW - RR 2002, 1359, 1360; vom 26. Juni 2001 - XI ZR 241/00, BGHR ZPO § 293 Satz 2 Ermessen 14; vom 8. Mai 1992 - V ZR 95/91, NJW 1992, 3106, 3107). BGH, Beschluss vom 30. April 2013 - VII ZB 22/12 - LG Krefeld AG Nettetal - 2 - Der VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 30. April 2013 durch den Richter Dr. Eick, die Richterin Sa fari Chabestari, den Richter Halfmeier, den Richter Kosziol und den Richter Dr. Kartzke beschlossen: Auf die Rechtsbeschwerde der Gläubigerin wird der Beschluss der 7. Zivilkammer des Landgerichts Krefeld vom 19. März 2012 au f- gehoben, soweit zum Nachteil d er Gläubigerin in Richtung der Schuldnerinnen zu 2 und 3 entschieden worden ist. Die Sache wird insoweit zur erneuten Entscheidung, auch über die Kosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens, an das Beschwerdeg e- richt zurückverwiesen. Gründe: I. Die Gläubigeri n betreibt gegen die Schuldnerinnen zu 1 und 2 die Zwangsvollstreckung aus einem Urteil, mit dem diese gesamtschuldnerisch zur Zahlung von 380.000 2, die mittlerweile im Handelsregister gelöscht wor den ist, war die deutsche Zweigniederlassung der Schuldnerin zu 3, eines griechischen Versicherungsu n- ternehmens, das sich in Liquidation befindet. Am 16. März 2010 erließ das Amtsgericht - Vollstreckungsgericht - einen Pfändungsbeschluss, mit dem angebli che Ansprüche der Schuldnerinnen zu 1 1 2 - 3 - und 2 gegen die Drittschuldnerinnen gepfändet wurden. Dagegen legten die Schuldnerinnen zu 1 und 2 Erinnerung ein. Zur Begründung trugen sie vor, auf das Konto der Drittschuldnerin zu 1 seien ausschließlich Fremdgelder eing e- gangen. Im Erinnerungsverfahren legten sie eine Mitteilung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (im Folgenden: BaFin) vom 1. Oktober 2010 vor, wonach die griechische Versicherungsaufsicht der Schuldnerin zu 3 mit Beschluss vom 30. Sept ember 2010 verboten hat, über Vermögensgegenstä n- de des Unternehmens frei zu verfügen, Neugeschäfte zu zeichnen und best e- hende Verträge zu verlängern. Weiterhin legten die Schuldnerinnen zu 1 und 2 einen Bescheid der BaFin vom 26. November 2010 vor, wonach diese die Sparkasse K. anwies, Verfügungen über das von der Schuldnerin zu 2 bei di e- ser geführte Konto bis auf weiteres nicht ohne vorherige Zustimmung oder A n- ordnung der BaFin zuzulassen. Mit Beschluss vom 20. Januar 2011 wies das Amtsgericht - Vollstreck ungsgericht - die Erinnerung der Schuldnerinnen zu 1 und 2 zurück. Gegen diesen Beschluss legten die Schuldnerinnen zu 1 und 2 kein Rechtsmittel ein. In der Folgezeit hinterlegte die Drittschuldnerin zu 1 die Geldbeträge und Aktiendepots der Schuldnerin zu 2 beim Amtsgericht. Am 8. Februar 2011 erließ das Amtsgericht - Vollstreckungsgericht - auf der Grundlage des Pfändungsbeschlusses vom 16. März 2010 einen Überwe i- sungsbeschluss. Die Schuldnerin zu 2 wurde mit Wirkung zum 28. März 2011 im Handel s- regist er gelöscht. Ihr Gewerbe wurde am 29. April 2011 rückwirkend zum 5. Januar 2011 (Datum der Betriebsaufgabe) abgemeldet. Über das Vermögen der Schuldnerin zu 3 wurde in Griechenland das Liquidationsverfahren eröffnet. Dem lag folgender Sachverhalt zugrunde: Die griechische Versicherungsau f- sicht beschloss am 30. September 2010, die Versicherungstätigkeit der Schul d- nerin zu 3 einzustellen. Ihr wurde der Abschluss neuer Versicherungsverträge 3 4 - 4 - sowie die Vornahme von Zusatzakten für vorhandene Versicherungsverträg e und die freie Verfügung über die im In - und Ausland vorhandenen Ver - mögensgegenstände verboten (Beschlagnahme). Dieser Beschluss wurde im Regierungsblatt von Griechenland veröffentlicht. Mit Bescheid vom 26. November 2010 wies die BaFin unter anderem die Drittschuldnerin zu 1 gemäß § 111b Abs. 4 VAG an, Verfügungen über die von der Schuldnerin zu 2 bei ihr geführten Konten nicht ohne vorherige Zustimmung oder Anordnung der BaFin zuzulassen. Am 5. Januar 2011 beschloss die Bank von Griechenland den Widerru f der Betriebserlaubnis für die Schuldnerin zu 3 und bestimmte e i- nen sog. " Kontrolleur der Liquidation " . Der Beschluss trat am 10. Januar 2011 in Kraft und wurde im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht. Am 9. Mai 2011 bestellte das Landgericht Athen der Schuldnerin zu 3 einen vorlä u- figen und am 31. Oktober 2011 einen (endgültigen) Liquidator. Mit Schriftsatz vom 30. Mai 2011 hat die Schuldnerin zu 3 Erinnerung eingelegt und beantragt, die Zwangsvollstreckung aus dem Pfändungsb e- schluss vom 16. März 2010 in Verbindung mit dem Überweisungsbeschluss vom 8. Februar 2011 für unzulässig zu erklären. Diese Erinnerung hat das Amtsgericht mit Beschluss vom 9. September 2011 zurückgewiesen. Dagegen hat die Schuldnerin zu 3 mit Schriftsatz vom 14. Oktober 2011, der am gleichen Tag per Fax beim Amtsgericht eingegangen ist, (sofortige) Beschwerde eing e- legt. Mit Beschluss vom 10. Januar 2012 hat das Amtsgericht der Beschwerde abgeholfen und die Zwangsvollstreckung aus dem Pfändungsbeschluss und aus dem Überwei sungsbeschluss für unzulässig erklärt und beide Beschlüsse aufgehoben. Die Wirkung dieses Beschlusses hat es bis zur Rechtskraft ausg e- setzt. Die hiergegen eingelegte sofortige Beschwerde der Gläubigerin vom 30. Januar 2012 hat keinen Erfolg gehabt. Mit der vom Beschwerdegericht z u- gelassenen Rechtsbeschwerde verfolgt die Gläubigerin ihren Antrag, die Eri n- 5 - 5 - nerung der Schuldnerin zu 3 gegen den Pfändungsbeschluss und den Überwe i- sungsbeschluss zurückzuweisen, weiter. II. Die Rechtsbeschwerde führt zur Aufhebu ng des angefochtenen B e- schlusses und zur Zurückverweisung der Sache an das Beschwerdegericht, soweit zum Nachteil der Gläubigerin in Richtung der Schuldnerinnen zu 2 und 3 entschieden worden ist. 1. a) Das Beschwerdegericht meint, das Amtsgericht sei bef ugt gewesen, der sofortigen Beschwerde der Schuldnerin zu 3 vom 14. Oktober 2011 abz u- helfen. Der Einwand der Gläubigerin, die sofortige Beschwerde sei verspätet eingelegt worden, weil sie nicht die formellen Anforderungen erfülle, greife nicht durch. Zwar sei die sofortige Beschwerde nicht an das Amtsgericht N., sondern an das Amtsgericht K. adressiert worden, habe formal einen Beschluss des Amtsgerichts K. angegriffen und zudem hinsichtlich der Jahreszahl ein falsches Aktenzeichen benannt. Der Umstand, das s die Beschwerde an das Amtsgericht N. gefaxt worden sei, lege es für das Eingangsgericht jedoch nahe, dass eine Entscheidung dieses Gerichts angegriffen werden sollte; dies auch vor dem Hintergrund, dass im weiteren Textverlauf der Beschwerde der Beschlus s des Amtsgerichts N. vom 9. September 2011 erwähnt werde. Die fehlerhafte Ang a- be des Aktenzeichens sei unschädlich, weil dadurch keine unbehebbaren Ide n- titätszweifel aufgetreten seien. Aus dem Einlegen der Beschwerde "in der Zwangsvollstreckungssache" und der Angabe des Aktenzeichens gehe die Z u- ständigkeit der Vollstreckungsabteilung des Amtsgerichts N. deutlich hervor. Durch die Angabe der Parteien im Kurzrubrum der Beschwerde sei es für die 6 7 - 6 - Vollstreckungsabteilung auch ohne größeren Aufwand möglich gewes en, das richtige Aktenzeichen zu ermitteln. b) Das Beschwerdegericht hält die sofortige Beschwerde der Gläubigerin für unbegründet, weil die Vollstreckungserinnerung der Schuldnerin zu 3 vom 30. Mai 2011 zulässig und begründet gewesen sei. aa) Der Erin nerung stehe nicht die Beendigung der Zwangsvollstr e- ckungsmaßnahme entgegen. Voraussetzung hierfür sei eine vollständige B e- friedigung der Gläubigerin, die durch die Hinterlegung seitens der Drittschuldn e- rin zu 1 nicht eingetreten sei. bb) Der Erinnerung stehe ferner nicht die Rechtskraft des Beschlusses vom 20. Januar 2011 entgegen. Beschlüsse nach § 766 ZPO seien der mater i- ellen Rechtskraft nur insoweit fähig, als sie eine sachliche Entscheidung enthie l- ten. Neue Tatsachen ermöglichten eine nochmalige En tscheidung, auch wenn sie schon früher vorgelegen hätten, im (ersten) Erinnerungsverfahren aber nicht geltend gemacht worden seien. Die Insolvenz der Schuldnerin zu 3 sei im Eri n- nerungsverfahren der Schuldnerinnen zu 1 und 2 noch nicht bekannt gewesen, sod ass es sich insoweit um eine neue Tatsache handele, die im neuerlichen Erinnerungsverfahren geltend gemacht werden könne. cc) Die Schuldnerin zu 3 sei erinnerungsbefugt gewesen. Die Zweigni e- derlassung der Schuldnerin zu 2 sei zum Zeitpunkt der Einlegung der Erinn e- rung nicht mehr existent gewesen. Der Insolvenzverwalter (Liquidator) der Schuldnerin zu 3 sei nach seiner Bestellung durch das Landgericht Athen g e- mäß Art. 18 Abs. 1 EuInsVO befugt gewesen, Erinnerung einzulegen. dd) Die Erinnerung sei auch begründet gewesen, weil nach Art. 17 Abs. 1 EuInsVO die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in jedem anderen Mi t- 8 9 10 11 12 - 7 - gliedstaat die Wirkungen entfalte, die das Recht des Staates der Verfahrense r- öffnung dem Verfahren beilege. Ein Verbot der Einzelzwangsvollstrec kung g e- höre zu den wichtigsten Wirkungen. Die Insolvenz in Griechenland solle auch EU - weite Geltung haben, wie sich nicht zuletzt aus der Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union ergebe. Es handele sich mithin nicht um eine auf Griechenland beg renzte Partikularinsolvenz. 2. Dies hält der rechtlichen Nachprüfung nicht in allen Punkten stand. Die Rechtsbeschwerde führt zur Aufhebung der Entscheidung des Beschwerdeg e- richts im angefochtenen Umfang. Die sofortige Beschwerde der Gläubigerin war zul ässig (II.2b) und durfte aufgrund der bisher vom Beschwerdegericht getroff e- nen Feststellungen nicht als unbegründet zurückgewiesen werden (II.2c ff.). a) Die Rüge der Rechtsbeschwerde, das Insolvenzgericht und nicht das Vollstreckungsgericht sei erstin stanzlich zuständig gewesen, ist bereits unz u- lässig. Gemäß § 576 Abs. 2 ZPO kann die Rechtsbeschwerde nicht darauf g e- stützt werden, dass das Gericht des ersten Rechtszuges seine Zuständigkeit zu Unrecht angenommen oder verneint hat. Es entspricht ständiger Rechtspr e- chung des Bundesgerichtshofs, dass im Rechtsbeschwerdeverfahren zur Ve r- fahrensbeschleunigung und zur Entlastung des Rechtsbeschwerdegerichts jede Prüfung der Zuständigkeit (örtlich, sachlich und funktionell) des Gerichts des ersten Rechtszuges - mit Ausnahme der (hier nicht einschlägigen) internation a- len Zuständigkeit - ausgeschlossen ist (BGH, Beschluss vom 29. Januar 2009 - VII ZB 79/08, NJW 2009, 1974 Rn. 3 f. m.w.N.; vgl. auch BT - Drucks. 14/4722, S. 118 i.V.m. S. 113). b) Entgegen der Ansi cht der Rechtsbeschwerdeerwiderung bestehen keine Bedenken dagegen, dass die Gläubigerin mit ihrer sofortigen Beschwerde vom 30. Januar 2012 die Beschwerdefrist des § 569 Abs. 1 Satz 1 ZPO g e- 13 14 15 - 8 - wahrt hat. Das Beschwerdegericht hat festgestellt, dass der Gläub igerin der mit der Beschwerde angefochtene Abhilfebeschluss des Amtsgerichts vom 10. Januar 2012 am 17. Januar 2012 zugestellt worden ist. c) Zutreffend geht das Beschwerdegericht davon aus, dass die Schul d- nerin zu 3 gegen den ihre Erinnerung zurückwei senden Beschluss des Amtsg e- richts vom 9. September 2011 fristgerecht sofortige Beschwerde eingelegt hat. Die dagegen gerichteten Angriffe der Rechtsbeschwerde greifen nicht durch. aa) Die sofortige Beschwerde der Schuldnerin zu 3 ist innerhalb der Frist des § 569 Abs. 1 Satz 1 ZPO eingelegt worden. Der angefochtene Beschluss des Amtsgerichts vom 9. September 2011 ist der Schuldnerin zu 3 am 30. Se p- tember 2011 zugestellt worden. Die Beschwerdeschrift ist am 14. Oktober 2011 per Fax beim Amtsgericht eingeg angen (GA I 248a). bb) Nach § 519 Abs. 2 Nr. 1 ZPO muss eine Berufungsschrift die B e- zeichnung des Urteils, gegen das die Berufung gerichtet wird, enthalten. Das Gesetz bestimmt nicht, auf welche Weise das angefochtene Urteil bezeichnet werden muss. In d er Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist anerkannt, dass eine vollständige Bezeichnung die Angabe der Parteien, des Gerichts, das das angefochtene Urteil erlassen hat, des Verkündungsdatums und des Aktenzeichens erfordert. Dabei führt nicht jede Ungena uigkeit, die eine Ber u- fungsschrift bei einzelnen Angaben enthält, zur Unzulässigkeit des Rechtsmi t- tels. Fehlerhafte oder unvollständige Angaben schaden nicht, wenn aufgrund der sonstigen erkennbaren Umstände für Gericht und Prozessgegner nicht zweifelhaft bleibt, welches Urteil angefochten wird (vgl. BGH, Beschlüsse vom 6. Dezember 2006 - IV ZB 20/06, NJW - RR 2007, 935 Rn. 6, 9; vom 11. Januar 2006 - XII ZB 27/04, BGHZ 165, 371, 373; vom 24. April 2003 III ZB 94/02, NJW 2003, 1950; Urteil vom 11. Januar 2 001 - III ZR 113/00, 16 17 18 - 9 - NJW 2001, 1070, 1071 noch zu § 518 Abs. 2 Nr. 1 ZPO a.F.). Ob ein solcher Fall gegeben ist, hängt von den Umständen des Einzelfalls ab (vgl. BGH, B e- schluss vom 9. April 2008 - VIII ZB 58/06, NJW - RR 2008, 1161 Rn. 5; Urteil vom 11. Janu ar 2001 - III ZR 113/00, aaO). Für die im Beschwerdeverfahren anzuwendende, dem § 519 Abs. 2 ZPO entsprechende Vorschrift des § 569 Abs. 2 Satz 2 ZPO gilt nichts anderes (Zöller/Heßler, ZPO, 29. Aufl., § 569 Rn. 7). cc) Nach diesen Grundsätzen konnte na ch dem Inhalt der Beschwerd e- schrift vom 14. Oktober 2011 nicht zweifelhaft sein, dass sich die Beschwerde der Schuldnerin zu 3 gegen den Beschluss des Amtsgerichts N. vom 9. September 2011 richtete. Zwar wies die Beschwerdeschrift folgende Fehler bzw. U ngenauigkeiten auf: Als Empfänger war das Amtsgericht K. angegeben, das im ersten Absatz noch einmal wiederholt wurde. Weiterhin wurde das Aktenzeichen 15 M 174/ 11 anstatt 15 M 174/10 verwendet. Im dritten Absatz wurde neben der Drittschul d- nerin zu 1 auch die Sparkasse K. erwähnt, die keine Beteiligte des vorliegenden Verfahrens ist. Im letzten Absatz wurde ein Sachvortrag der Schuldnerin zu 3 im Schriftsatz vom "30.06.2011" erwähnt, obwohl im vorliegenden Verfahren kein solcher Schriftsatz existiert. N ach dem weiteren Inhalt der Beschwerdeschrift konnte jedoch kein Zweifel daran bestehen, dass Gegenstand der Beschwerde gleichwohl der B e- schluss des Amtsgerichts N. vom 9. September 2011 war. Im zweiten Absatz der Beschwerdeschrift wird der Beschluss des A mtsgerichts N. vom 9. September 2011 ausdrücklich erwähnt. Zudem wird dort auf einen Hilfsantrag der Schuldnerin zu 3 in ihrem Schriftsatz vom 30. Mai 2011 hingewiesen. O f- fenkundig stellen sich die Bezugnahme auf den Schriftsatz vom "30.06.2011" 19 20 21 - 10 - - gemeint war wohl der Schriftsatz vom 30. Mai 2011 - und die Bezeichnung des Amtsgerichts K. als Schreibversehen dar. Dass eine Entscheidung des Amtsg e- richts N. angefochten werden sollte, wird auch dadurch bestätigt, dass die B e- schwerdeschrift an dieses Amtsgerich t gefaxt worden ist. Die Angabe des fe h- lerhaften Aktenzeichens ist unschädlich. Einerseits trägt der angefochtene B e- schluss vom 9. September 2011 genau dieses (fehlerhafte) Aktenzeichen. A n- dererseits stand dies der Zuordnung zur richtigen Akte nicht entgeg en, weil das Rubrum der Beschwerdeschrift - auch in seiner verkürzten Fassung - zur Indiv i- dualisierung der Parteien zweifellos geeignet war. Es ist weder festgestellt noch sonst ersichtlich, dass es mehrere Verfahren dieser Gläubigerin gegen die Schuldneri nnen gab. d) Zu Recht nimmt das Beschwerdegericht des Weiteren an, dass die Zwangsvollstreckung nicht durch die Hinterlegung der gepfändeten Beträge und Aktiendepots seitens der Drittschuldnerin zu 1 beendet worden ist. Nicht schon durch die Hinterlegun g des Betrages der im Wege der Zwangsvollstreckung gepfändeten Forderung, sondern erst durch die - hier noch nicht erfolgte - B e- friedigung des Gläubigers aus dem hinterlegten Betrag wird die Zwangsvollstr e- ckung beendet (RGZ 67, 310, 311; vgl. auch BGH, Urt eil vom 20. No - vember 1978 - VIII ZR 201/77, BGHZ 72, 334, 337; Stöber, Forderungspfä n- dung, 15. Aufl., Rn. 712). Die Hinterlegung hat nur die Wirkung, dass als G e- genstand der Zwangsvollstreckung an die Stelle der gepfändeten Forderung nunmehr der hinterleg te Betrag tritt (RGZ 67, 310, 311 f.; Stöber, Forderung s- pfändung, 15. Aufl., aaO). e) Weiterhin zutreffend ist das Beschwerdegericht davon ausgegangen, dass die Schuldnerin zu 3 erinnerungsbefugt war. 22 23 - 11 - Unstreitig war die Schuldnerin zu 2 die deutsche Zweigniederlassung der Schuldnerin zu 3. Eine Zweigniederlassung ist nicht selbst rechtsfähig, sie stellt nur einen Teil des vom Unternehmensträger betriebenen Handelsgeschäfts dar (Zeides, Die rechtliche Behandlung der Zweigniederlassungen ausländ i- scher Versicherungsunternehmen in Deutschland, 2004, S. 10, 14 m.w.N.; si e- he zur fehlenden Rechtspersönlichkeit einer Zweigniederlassung auch BGH, Urteil vom 24. November 1951 - II ZR 26/51, BGHZ 4, 62, 65; MünchKom m- HGB/Krafka, 3. Aufl., § 13 Rn. 15, 18 f., § 1 3d Rn. 11). Das gilt auch, wenn es sich wie hier - um die inländische Zweigniederlassung eines ausländischen Unternehmens handelt (MünchKommHGB/Krafka, aaO, § 13 Rn. 18). Danach waren die Vollstreckungsmaßnahmen (Erlass des Pfändungsb e- schlusses und de s Überweisungsbeschlusses) von Anfang an gegen die Schuldnerin zu 3 gerichtet, die dadurch in ihren Rechten betroffen und folglich auch erinnerungsbefugt war. f) Der Erinnerung der Schuldnerin zu 3 vom 30. Mai 2011 steht nicht der Einwand des Rechtsmiss brauchs entgegen. Die Rüge der Rechtsbeschwerde, die Erinnerung sei treuwidrig, weil sie erst fünf Monate nach der Einleitung des Liquidationsverfahrens, mehr als vier Monate nach dem Beschluss des Amtsg e- richts vom 20. Januar 2011 sowie mehr als drei Monat e nach Zustellung des Überweisungsbeschlusses eingelegt worden sei, ist unbegründet. Die Erinn e- rung, die an keine Frist gebunden ist, kann grundsätzlich im Zeitraum nach dem Beginn der beanstandeten Zwangsvollstreckungsmaßnahme bis zu deren - hier noch nic ht eingetretener - Beendigung eingelegt werden (vgl. Zöller/Stöber, ZPO, 29. Aufl., § 766 Rn. 21, 13). Allein der von der Rechtsbeschwerde gerügte Zeitablauf von mehreren Monaten rechtfertigt daher für sich genommen - ohne das Hinzutreten weiterer Umstände - nicht die Annahme einer Treuwidrigkeit. 24 25 26 - 12 - g) Der Erinnerung der Schuldnerin zu 3 steht nach den bisher getroff e- nen Feststellungen des Beschwerdegerichts nicht die materielle Rechtskraft des die Erinnerung der Schuldnerinnen zu 1 und 2 gegen den Pfändun gsb e- schluss zurückweisenden Beschlusses des Amtsgerichts vom 20. Januar 2011 entgegen. Es entspricht allgemeiner Meinung, dass Erinnerungsentscheidungen e i- ne materielle Rechtskraftwirkung entfalten, sofern sie eine der materiellen Rechtskraft fähige sac hliche Entscheidung enthalten (Zöller/Stöber, ZPO, 29. Aufl., § 766 Rn. 38 m.w.N.). Die streitige Frage, ob sich die materielle Rechtskraft auf den objektiv zum Zeitpunkt der Erinnerungsentscheidung vo r- liegenden Tatsachenstand oder nur auf die ins Erinneru ngsverfahren eingefüh r- ten Tatsachen bezieht (vgl. zum Meinungsstand Brox/Walker, Zwangsvollstr e- ckungsrecht, 9. Aufl., Rn. 1248; Gaul/Schilken/Becker - Eberhard, Zwangsvol l- streckungsrecht, 12. Aufl., § 37 Rn. 76; Schuschke/Walker/Walker, Voll - streckung und Vo rläufiger Rechtsschutz, 5. Aufl., § 766 Rn. 32; Stein/Jonas/Münzberg, ZPO, 22. Aufl., § 766 Rn. 55; Zöller/Stöber, ZPO, 29. Aufl., § 766 Rn. 38; MünchKommZPO/K. Schmidt/Brinkmann, 4. Aufl., § 766 Rn. 59; Sternal in Kindl/Meller - Hannich/Wolf, Gesamtes Recht der Zwangsvol l- streckung, 2. Aufl., § 766 Rn. 58, jeweils m.w.N.), ist hier jedenfalls für die nach dem 20. Januar 2011 eingetretenen Tatsachen irrelevant. Es besteht Einigkeit, dass Tatsachen, die zum Zeitpunkt der Erinnerungsentscheidung noch nicht vorge legen haben, nicht von der materiellen Rechtskraftwirkung erfasst werden. Soweit die Schuldnerin zu 3 ihre Erinnerung mit den Wirkungen der Bestellung der Liquidatoren durch das Landgericht Athen am 9. Mai 2011 und 31. Oktober 2011 begründet hat, kann sie dies deshalb ohne weiteres geltend machen. Nach den bisher vom Beschwerdegericht getroffenen Feststellungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass erst durch diese Maßnahmen Wi r- kungen des Liquidationsverfahrens nach grie chischem Recht (vgl. unten II.2 h) 27 28 - 13 - au sgelöst worden sind. Auf den vorstehend geschilderten Meinungsstreit käme es dann nicht an. Der Senat muss ihn deshalb an dieser Stelle nicht entsche i- den. h) Der angefochtene Beschluss unterliegt indes der Aufhebung, weil das Beschwerdegericht der ihm nach § 293 ZPO obliegenden Pflicht zur Ermittlung des maßgeblichen ausländischen Rechts nicht nachgekommen ist. aa) Der Fall ist grundsätzlich unter Anwendung griechischen Rechts zu beurteilen. (1) Das Beschwerdegericht geht unzutreffend davon aus, d ass sich die Anwendung griechischen Rechts aus Art . 17 Abs. 1 Verordnung (EG) Nr. 1346/2000 des Rates vom 29. Mai 2000 über Insolvenzverfahren (EuInsVO) ergibt. Diese Verordnung ist gemäß Art. 1 Abs. 2 EuInsVO unanwendbar, weil hier ein Insolvenzverfahren (Liquidationsverfahren) über das Vermögen eines Versicherungsunternehmens betroffen ist. (2) Die Anwendung griechischen Rechts folgt vielmehr aus § 88 Abs. 1a Satz 2 VAG, § 335 InsO. Wird in einem Mitglied - oder Vertragsstaat im Bereich des Europäisc hen Wirtschaftsraums ein Insolvenzverfahren über das Vermögen eines Versich e- rungsunternehmens eröffnet, so wird dieses Verfahren gemäß § 88 Abs. 1a Satz 2 VAG ohne Rücksicht auf die Voraussetzungen des § 343 Abs. 1 InsO anerkannt. § 88 Abs. 1a VAG dient de r Umsetzung von Art. 8 Abs. 1 und 2 der Richtlinie 2001/17/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. März 2001 über die Sanierung und Liquidation von Versicherungsunte r- nehmen (im Folgenden nur: Richtlinie 2001/17/EG) (vgl. BT - Drucks. 15/1653, S. 27). Nach der automatischen Anerkennung eines ausländischen Insolven z- 29 30 31 32 33 - 14 - verfahrens findet eine Wirkungserstreckung auf das Inland statt (sog. "Univers a- litätsgrundsatz"). Dabei unterliegen das Insolvenzverfahren und seine Wirku n- gen gemäß § 335 InsO grundsätzl ich dem Recht des Staates, in dem das Ve r- fahren eröffnet worden ist (sog. "lex fori concursus"). § 335 InsO enthält zwar keine Angaben dazu, welche Regelungsbereiche von dem ausländischen Inso l- venzrecht erfasst werden. In der Gesetzesbegründung hat der Ges etzgeber dazu jedoch ausgeführt, dass er im Interesse einer möglichst prägnanten Reg e- lung davon abgesehen habe, die in Art. 9 Abs. 2 Richtlinie 2001/17/EG genan n- ten Beispiele zu übernehmen; als Interpretationshilfe könnten diese jedoch he r- angezogen werden (vgl. BT - Drucks. 15/16, S. 18; dazu auch Männle, Die Rich t- linie 2001/17/EG über die Sanierung und Liquidation von Versicherungsunte r- nehmen und ihre Umsetzung ins deutsche Recht, S. 251 f.). Aus Art. 9 Abs. 2 lit. e) Richtlinie 2001/17/EG (zukünftig: Art. 2 74 Abs. 2 lit. e) der Richtlinie 2009/138/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. No - vember 2009 betreffend die Aufnahme und Ausübung der Versicherungs - und der Rückversicherungstätigkeit [ im Folgen den nur: Richtlinie 2009/138/EG] ) ergibt sich , dass das Recht des Herkunftsmitgliedstaats insbesondere regelt, wie sich die Eröffnung eines Liquidationsverfahrens auf Rechtsverfolgung s- maßnahmen einzelner Gläubiger auswirkt. Gemäß § 335 InsO ist nach griechischem Recht ("lex fori concursus") zu be urteilen, wie sich die Eröffnung des Liquidationsverfahrens über das Verm ö- gen der Schuldnerin zu 3 auf Rechtsverfolgungsmaßnahmen wie die Zwang s- vollstreckungsmaßnahmen der Gläubigerin auswirkt (vgl. Art. 9 Abs. 2 lit. e) Richtlinie 2001/17/EG als Interpret ationshilfe zu § 335 InsO). (3) Im Hinblick auf das von der Gläubigerin beanspruchte Pfändung s- pfandrecht kommt - unbeschadet des § 351 InsO - die Anwendung griechischen Rechts in Betracht. 34 35 - 15 - Mit der Zustellung des Pfändungsbeschlusses vom 16. März 2010 an die Drittschuldnerinnen ist nach deutschem Recht zugunsten der Gläubigerin ein Pfändungspfandrecht begründet worden, § 829 Abs. 3 ZPO. Dieses dürfte - da das Amtsgericht eine Ausfertigung des Pfändungsbeschlusses am 18. März 2010 an die Verteilerstelle für Gerichtsvollzieheraufträge zur Zuste l- lung gemäß § 840 ZPO übersandt hat - auch vor dem Eintritt der Wirkungen des Liquidationsverfahrens über das Vermögen der Schuldnerin zu 3 in Gri e- chenland entstanden sein. Das wiederum hätte - worauf die Rechtsbesc hwerde zutreffend hinweist - nach § 351 Abs. 1 InsO zur Folge, dass das nach deu t- schem Recht bereits entstandene Pfändungspfandrecht, das als dingliches Recht im Sinne dieser Vorschrift anzusehen ist (Einzelheiten zu den dinglichen Rechten gemäß § 351 InsO MünchKommInsO/Reinhart, 2. Aufl., § 351 Rn. 7 f f.; Uhlenbruck/Lüer, InsO, 13. Aufl., § 351 Rn. 10 ff.), von den Wirkungen des griechischen Liquidationsverfahrens grundsätzlich nicht berührt würde. Dennoch kann auch in diesem Fall griechisches Recht Ei nfluss auf die Wirksamkeit des nach deutschem Recht zugunsten der Gläubigerin etwa en t- standenen Pfändungspfandrechts haben. Der Gesetzesbegründung zu § 351 InsO lässt sich entnehmen, dass der Gesetzgeber mit dieser Vorschrift unter anderem Art. 20 Richtlin ie 2001/17/EG umsetzen wollte (vgl. BT - Drucks. 15/16, S. 23 f.). § 351 InsO muss hier deswegen insbesondere im Lichte von Art. 20 Abs. 4 Richtlinie 2001/17/EG ausgelegt werden. Nach Art. 20 Abs. 4 Richtlinie 2001/17/EG steht Art. 20 Abs. 1 Richtlinie 2001/ 17/EG - diese Regelung en t- spricht im Wesentlichen § 351 InsO - der Geltendmachung der nach dem au s- ländischen Recht ("lex fori concursus") bestehenden Nichtigkeit, Anfechtbarkeit oder relativen Unwirksamkeit einer die Gesamtheit der Gläubiger benachteil i- gen den Rechtshandlung gemäß Art. 9 Abs. 2 lit. l) Richtlinie 2001/17/EG nicht entgegen. Sollte das griechische Recht derartige Regelungen enthalten, kö n- nen diese folglich Einfluss auf die Wirksamkeit des nach deutschem Recht etwa 36 37 - 16 - entstandenen Pfändungspfandre chts haben, vgl. Art. 20 Abs. 4, Art. 9 Abs. 2 lit. l) Richtlinie 2001/17/EG (zukünftig: Art. 286 Abs. 4, Art. 274 Abs. 2 lit. l) Richtlinie 2009/138/EG); Ausnahme: Art. 24 Richtlinie 2001/17/EG (zukünftig: Art. 290 Richtlinie 2009/138/EG). bb) Den Inha lt des maßgeblichen griechischen Rechts hat das B e- schwerdegericht verfahrensfehlerhaft nicht ermittelt. Die richtige Anwendung des deutschen internationalen Privat - und Zivi l- verfahrensrechts ist im Rechtsbeschwerdeverfahren von Amts wegen zu prüfen (vgl . BGH, Urteile vom 15. Juli 2008 - VI ZR 105/07, BGHZ 177, 237 Rn. 8; vom 2. Oktober 1997 - I ZR 88/95, BGHZ 136, 380, 386). Soweit danach ausländ i- sches Recht anzuwenden ist, hat der Tatrichter dieses nach ständiger Rech t- sprechung des Bundesgerichtshofs ge mäß § 293 ZPO von Amts wegen zu e r- mitteln. Dabei darf sich die Ermittlung nicht auf die Heranziehung der Recht s- quellen beschränken, sondern muss auch die konkrete Ausgestaltung des Rechts in der ausländischen Rechtspraxis, insbesondere die ausländische Rec htsprechung, berücksichtigen. In welcher Weise sich der Tatrichter die no t- wendigen Kenntnisse verschafft, liegt in seinem pflichtgemäßen Ermessen. Vom Rechtsbeschwerdegericht darf insoweit lediglich überprüft werden, ob er sein Ermessen rechtsfehlerfrei au sgeübt, insbesondere sich anbietende E r- kenntnisquellen unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls hinre i- chend ausgeschöpft hat (vgl. BGH, Urteile vom 13. Dezember 2005 XI ZR 82/05, BGHZ 165, 248, 260; vom 23. Juni 2003 - II ZR 305/01, NJW 2003, 2685, 2686; vom 23. April 2002 - XI ZR 136/01, NJW - RR 2002, 1359, 1360). Gibt die angefochtene Entscheidung keinen Aufschluss darüber, dass der Tatrichter seiner Pflicht nachgekommen ist, ausländisches Recht zu ermi t- teln, ist davon auszugehen, dass eine au sreichende Erforschung des ausländ i- schen Rechts verfahrensfehlerhaft unterblieben ist (vgl. BGH, Urteile vom 38 39 - 17 - 23. April 2002 - XI ZR 136/01, aaO; vom 26. Juni 2001 - XI ZR 241/00, BGHR ZPO § 293 Satz 2 Ermessen 14 ; vom 8. Mai 1992 - V ZR 95/91, NJW 1992, 31 06, 3107). Nach diesen Maßstäben ist die Entscheidung des Beschwerdegerichts verfahrensfehlerhaft. Es hat den Zeitpunkt, zu dem Wirkungen des Liquidat i- onsverfahrens über das Vermögen der Schuldnerin zu 3 nach griechischem Recht eingetreten sind, und der en Inhalt nicht ermittelt. Zudem hat es die Au s- wirkungen des griechischen Rechts auf die Wirksamkeit des zugunsten der Gläubigerin etwa entstandenen Pfändungspfandrechts nicht ermittelt. 3. Der angefochtene Beschluss kann daher keinen Bestand haben. Da die Sache wegen der fehlenden Feststellungen insbesondere zum Inhalt des griechischen Rechts nicht zur Endentscheidung reif ist, macht der Senat von der Möglichkeit Gebrauch, den angefochtenen Beschluss aufzuheben und die Sache an das Beschwerdegericht zur ückzuverweisen, § 577 Abs. 4 Satz 1 ZPO. Das Beschwerdegericht wird nunmehr die fehlenden Feststellungen zum griechischen Recht, z.B. durch Einholung eines Rechtsgutachtens oder andere geeignete Maßnahmen, nachholen müssen. Bislang ist die Schuldner in zu 3 - von den Parteien unbeanstandet - als Partei des Verfahrens angesehen worden. Das Beschwerdegericht wird inso - 40 41 42 43 - 18 - fern zu prüfen haben, welche Befugnisse das griechische Recht einem Liquid a- tor einräumt und ob er deswegen als Partei kraft Amtes anzu sehen ist und d a- her anstelle der Schuldnerin zu 3 in das Verfahren eingetreten ist. Eick Safari Chabestari Halfmeier Kosziol Kartzke Vorinstanzen: AG Nettetal, Entscheidung vom 10.01.2012 - 15 M 174/10 - LG Krefeld, Entscheidung vom 19.03.2012 - 7 T 28/12 -
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