BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS V ZB 301/10 vom 7. April 2011 in dem Rechtsstreit - 2 - Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 7. April 2011 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kr374ger, die Richterin Dr. Stresemann, den Rich-ter Dr. Czub und die Richterinnen Dr. Br374ckner und Weinland beschlossen: Auf die Rechtbeschwerde des Kl344gers wird der Beschluss der 16. Zivilkammer des Landgerichts Oldenburg vom 9. September 2010 aufgehoben. Die Sache wird zur erneuten Entscheidung, auch 374ber die au337er-gerichtlichen Kosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens, an das Berufungsgericht zur374ckverwiesen. Gerichtskosten f374r das Rechtsbeschwerdeverfahren werden nicht erhoben. Der Gegenstandswert des Rechtsbeschwerdeverfahrens betr344gt 589 200. Gr374nde: I. Das Landgericht hat die Berufung des Kl344gers gegen das Urteil des Amtsgerichts vom 9. M344rz 2010 wegen Nichterreichens der Berufungssumme (247 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO) als unzul344ssig verworfen. Dagegen wendet sich der Kl344ger mit der Rechtsbeschwerde. 1 - 3 - II. 2 Das gem344337 247 522 Abs. 1 Satz 4, 247 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 ZPO statthaf-te Rechtsmittel f374hrt zur Aufhebung des angefochtenen Beschlusses und zur Zur374ckverweisung der Sache an das Beschwerdegericht. 3 1. Nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. nur Senat, Beschluss vom 7. Mai 2009 - V ZB 180/08, JurB374ro 2009, 442; BGH, Beschluss vom 20. Juni 2002 - IX ZB 56/01, NJW 2002, 2648, 2649; Beschluss vom 5. August 2002 - IX ZB 51/02, NJW-RR 2002, 1571; Beschluss vom 12. Juli 2004 - II ZB 3/02, NJW-RR 2005, 78; Beschluss vom 7. April 2005 - IX ZB 63/03, NJW-RR 2005, 916) m374ssen Beschl374sse, die der Rechtsbe-schwerde unterliegen, den f374r die Entscheidung ma337geblichen Sachverhalt wiedergeben (f374r Urteile vgl. auch BGH, Urteil vom 30. September 2003 - VI ZR 438/02, MDR 2004, 289 f. mwN), wobei auch das mit dem Rechtsmittel verfolg-te Rechtsschutzziel deutlich werden muss (vgl. Senat, Urteil vom 14. Januar 2005 - V ZR 99/05, MDR 2005, 705; Beschluss vom 16. September 2010 - V ZB 95/10, Rn. 3 f.; BGH, Urteil vom 13. Januar 2004 - XI ZR 5/03, NJW-RR 2004, 573). Diese Anforderungen gelten auch f374r einen Beschluss, durch den die Berufung mit der Begr374ndung als unzul344ssig verworfen wird, die Berufungs-summe nach 247 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO sei nicht erreicht (vgl. BGH, Beschluss vom 14. Juni 2010 - II ZB 20/09, MDR 2010, 1210; Senat, Beschluss vom 16. September 2010 - V ZB 95/10, aaO). Nach 247 577 Abs. 2 Satz 4, 247 559 ZPO hat das Rechtsbeschwerdegericht grunds344tzlich von dem Sachverhalt auszu-gehen, den das Beschwerdegericht festgestellt hat. Fehlen tats344chliche Fest-stellungen, ist es zu einer rechtlichen 334berpr374fung nicht in der Lage. Ausf374h-rungen des Beschwerdegerichts, die eine solche 334berpr374fung nicht erm366gli-chen, sind keine Gr374nde im zivilprozessualen Sinn. Wird diesen Anforderungen nicht gen374gt, liegt ein von Amts wegen zu ber374cksichtigender Verfahrensman- - 4 - gel vor, der die Aufhebung der Beschwerdeentscheidung nach sich zieht (vgl. Senat, Beschluss vom 11. Mai 2006 - V ZB 70/05, FamRZ 2005, 1030; Be-schluss vom 16. September 2010 - V ZB 95/10, Rn. 3 f.; BGH, Beschluss vom 7. April 2005 - IX ZB 63/03, aaO). 4 So liegt es hier. Eine Sachdarstellung fehlt. Ausreichende tats344chliche Angaben zum Streitgegenstand lassen sich der angegriffenen Entscheidung auch nicht in Verbindung mit dem in Bezug genommenen Beschluss vom 23. April 2010 entnehmen. Zudem fehlen Angaben zum Ausgang des erstin-stanzlichen Verfahrens und zu dem mit der Berufung verfolgten Rechtsschutz-ziel. III. Die Entscheidung 374ber die Nichterhebung der Gerichtskosten f374r das Rechtsbeschwerdeverfahren beruht auf 247 21 Abs. 1 Satz 1 GKG. 5 Kr374ger Stresemann Czub Br374ckner Weinland Vorinstanzen: AG Oldenburg, Entscheidung vom 09.03.2010 - 4 C 4282/09 (IV) - LG Oldenburg, Entscheidung vom 09.09.2010 - 16 S 186/10 -
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