BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS IV Z B 4/14 vom 3. März 2014 in dem Rechtsstreit Nachschlagewerk: ja BGHZ: nein BGHR: ja GKG § 68 Abs. 3 § 68 Abs. 3 GKG gilt nur für statthafte Beschwerden (Fortführung von BGH, Beschlü s- se vom 17. Oktober 2002 - IX ZB 303/02, NJW 2003, 69 und vom 22. Februar 1989 - IVb ZB 2/89, juris, sowie Bestätigung von BGH, Beschlüsse vom 7. Dezember 2010 - VIII ZB 77/10 und vom 14. Juni 2007 - V ZB 42/07, jeweils juris). BGH, Beschluss vom 3. März 2014 - IV ZB 4/14 - OLG Köln LG Köln - 2 - Der IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshof s hat durch d ie Vorsitze n- de Richter in Mayen , die Richter Wendt, Felsch, Lehmann und die Richt e- rin Dr. Brockmöller am 3. März 2014 beschlossen: Die Beschwerde gegen die Streitwertfestsetzung in dem Beschluss des Oberlandesgerichts Köln vom 19. Deze m- ber 2013 wird auf Kosten des Klägers als unzulässig ve r- worfen. Gründe: Die B eschwerde ist unzulässig, weil gemäß § 68 Abs. 1 Satz 5, § 66 Abs. 3 Satz 3 GKG eine Beschwerde gegen die Festsetzung des Streitwerts an einen obersten Gerichtshof des Bundes nicht stattfindet. Die Kostenentscheidung beruht darauf, dass die gesetzlich b e- stimmte Gebührenfreiheit (§ 66 Abs. 8, § 68 Abs. 3 GKG) nur für stat t- ha f te Verfahren gilt (BGH, Beschlüsse vom 7. Dezember 2010 - VIII ZB 77/10 und vom 14. Juni 2007 - V ZB 42/07, jeweils veröffentlicht bei j u- ris). Die wie hier kraft Gesetzes ausges chlossenen Beschwerden sind daher kostenpflichtig. 1 2 - 3 - Dies entsprach bereits der Rechtslage zu der Vorgängervorschrift des § 68 Abs. 3 GKG (vgl. BGH, Beschlüsse vom 22. Februar 1989 IVb ZB 2/89, juris Rn. 5 und vom 17. Oktober 2002 IX ZB 303/02, NJW 2003, 69) und gilt entgegen einigen jüngeren Entscheidungen von Obe r- landesgerichten (OLG Koblenz MDR 2012, 1315 und OLG Frankfurt NJW - RR 2012, 1022) auch nach der durch das Gesetz zur Modernisi e- rung des Kostenrechts (Kostenrechtsmodernisierungsgesetz Ko stRMoG) vom 5. Mai 2004 (BGBl. I S. 718) vorgenommenen Neufa s- sung der Be stimmungen über die Beschwerde gegen die Festsetzung des Streitwerts fort (vgl. BGH, Beschlüsse vom 7. Dezember 2010 und vom 14. Juni 2007 aaO). Aus der Gesetzessystematik folgt , dass sich die Gebührenfreiheit des § 68 Abs. 3 GKG auf die Verfahren bezieht, die in den vorangega n- genen Absätzen des § 68 GKG genannt sind, und somit allein die hie r- nach statthaften Rechtsmittel umfasst. Die Neufassung der Vorschrift durch das Kostenrec htsmodernisierungsgesetz hat daran nichts geä n- dert. Dies weist schon die Gesetzesbegründung aus (BR - Drucks. 830/03 S. 187). Danach sollen "sowohl das Verfahren über die (weitere) B e- schwerde als auch das Verfahren über den Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand einschließlich des insoweit eröffneten B e- schwerdeverfahrens" gebührenfrei sein, womit der Gesetzgeber den Kreis der gebührenfreien Verfahren bestimmt hat. Zudem soll § 68 Abs. 3 GKG ausdrücklich dem § 25 Abs. 4 GKG a.F. entsprechen, der d urch die Rechtsprechung im Sinne einer fehlenden Gebührenbefreiung für u n- statthafte Beschwerden ausgeformt war (BGH, Beschluss vom 22. Fe b- ruar 1989 - IVb ZB 2/89, juris Rn. 5). Schließlich gebietet der Zweck der Gebührenbefreiung, Kostenverfahren zu beseit igen, die sich aus anderen 3 4 - 4 - Kostenverfahren ergeben (BT - Drucks. 7/2016 S. 62), keine Gebührenb e- freiung für unstatthafte Beschwerden (vgl. BGH, Beschluss vom 17. O k- tober 2002 IX ZB 303/02, NJW 2003, 69 f.). Dies gilt unverändert fort. Mayen Wendt Felsch Lehmann Dr. Brockmöller Vorinstanzen: LG Köln, Entscheidung vom 20.08.2013 - 4 O 353/11 - OLG Köln, Entscheidung vom 19.12.2013 - I - 4 U 27 /13 -
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