ECLI:DE:BGH:2017:100117BVIIIZR14.16.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS VIII ZR 14/16 v om 10. Januar 2017 in dem Rechtsstreit - 2 - Der VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 10. Januar 2 0 1 7 durch d ie Vorsitzende Richter in Dr. Milger , die Richterin Dr. Hessel sowie die Richter Prof. Dr . Achilles, Dr. Schneider und Dr. Bünger beschlossen: Die Anhörungsrüge de r Beklagten gegen d en Senats beschluss vom 22 . Novemb er 2016 wird auf ihre Kosten als unzulässig ve r- worfen . Gründe: I. Die nach § 321a Abs. 1 ZPO statthafte und in der gesetzlich en Form und Frist eingelegte Anhörungsrüge (§ 321a Abs. 2, 4 Satz 1 ZPO) ist un zulässig, weil es an der gesetzlich vorgeschriebenen Darlegung (§ 321a Abs. 2 Satz 5 i n Verbindung mit Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 ZPO) einer neuen eigenständigen und en t- scheidungserheb lichen Gehörsverletzung (Art. 103 Abs. 1 GG) durch den Senat (vgl. hierzu Senatsbeschlüsse vom 23. August 2016 - VIII ZR 79/15, juris Rn. 2 ff., und VIII ZR 46/15, juris Rn. 2 ff.; jeweils mwN) fehlt . Die Darlegung muss erkennen lassen, aus welchen konkret en Gründen der Beschwerdeführer meint, die Zurückweisung seiner Nichtzulassungsbeschwerde lasse nur den Schluss zu, dass sein Vorbringen nicht zur Kenntnis genommen worden sei (BGH, Beschlüsse vom 16. Dezember 2015 - V ZR 296/14, juris Rn. 1; vom 8. Juni 2 016 - XI ZR 268/15, juris Rn. 2 ; vom 23. August 2016 - VIII ZR 79/15, aaO Rn. 4, und VIII ZR 46/15, aaO Rn. 4; jeweils mwN). 1 - 3 - Daran fehlt es hier. Die Beklagte , deren Anhörungsrüge allein die von ihr erhobenen verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die Vor schrift des § 37 Abs. 2 EEG 2012 betrifft, beschränkt sich darauf, ihr bisheriges Vorbringen aus der Nichtzulassungsbeschwerde zu wiederholen (vgl. hierzu BGH, Beschlüsse vom 16. Dezember 2015 - V ZR 296/14, aaO Rn. 2; vom 8. Juni 2016 - XI ZR 268/15, aaO Rn. 3 mwN ; vom 23. August 2016 - VIII ZR 79/15, aaO mwN ) . D ies genügt auch dann nicht, wenn das Revisionsgericht - wie hier - von einer weit e- ren Begründung der Zurückweisung der Nichtzulassungsbeschwerde gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2 ZPO abgesehen hat (vgl. BG H, Beschl ü ss e vom 6. N o- vember 2014 - V ZR 322/13, juris Rn. 1; vom 8. Juni 2016 - XI ZR 268/15, aaO Rn. 3 f. ; jeweils mwN ). II. Die Anhörungsrüge wäre im Übrigen zumindest auch unbegründet. Der Senat hat das von der Beklagten als übergangen gerügte Vorb ringen geprüft, aber nicht für durchgreifend erachtet. Die Beklagte hat mit der Nichtzulassungsbeschwerde insoweit eine grundsätzliche Bedeutung der Rechtssache (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO) geltend gemacht und dies darauf gestützt, es sei höchstrichte rlich noch nicht geklärt und im Streitfall entscheidungserheblich, ob § 37 Abs. 2 EEG 2012 die Grundrechte der Energieversorgungsunternehmen gemäß Art. 2 Abs. 1 GG und Art. 12 Abs. 1 GG sowie gemäß Art. 3 Abs. 1 GG verletze und ob es sich bei der Umlage na ch § 37 Abs. 2 EEG 2012 um eine verfassungswidrige Sonde r- abgabe unter Berücksichtigung des Urteils des Gerichts der Europäischen Union (EuG) vom 10. Mai 2016 (T - 4 7 /15, EnWZ 2016, 409) handele. Die Beklagte hat hierbei jedoch weder die aus ihrer Sicht off enbar best e- henden verfassungsrechtlichen Bedenken gegen die Vorschrift des § 37 Abs. 2 2 3 4 5 - 4 - EEG 2012 näher ausgeführt noch aufgezeigt, weshalb trotz des - von ihr nicht in den Blick genommenen - Urteils des Senats vom 25. Juni 2014 (VIII ZR 169/13, BGHZ 201, 35 5 Rn. 12 ff.), in dem der Senat entschieden hat, dass § 37 Abs. 2 EEG 2012 keine verfassungswidrige Sonderabgabe darstellt und die Elektrizitätsversorgungsunternehmen auch sonst durch die Belastung mit der EEG - Umlage in ihren Grundrechten nicht verletzt we rden, noch ein (weite r- gehender) Klärungsbedarf hinsichtlich der von ihr aufgeworfenen Rechtsfragen bestehe. Bereits aus diesem Grund war die Nichtzulassungsbeschwerde z u- rückzuweisen. Daraus ergibt sich zugleich, dass der Senat den Anspruch de r Beklagten au f rechtliches Gehör nicht in entscheidungserheblicher Weise ve r- letzt hat (§ 321a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, Abs. 4 Satz 3 ZPO). Von einer wei teren Begründung sieht der Senat auch in diesem Verfa h- rensabschnitt in entsprechender Anwendung des § 544 Abs. 4 Satz 2 ZPO ab (vgl. BGH, Beschl üsse vom 28. Juli 2005 - III ZR 443/04, NJW - RR 2006, 63, 6 - 5 - unter II 2 ; vom 7. Dezember 2010 - VIII ZR 215/09, juris 1; vom 17. Dezember 2015 - IX ZR 148/14, juris Rn. 1, und IX ZR 163/14, juris Rn. 1 ). Dr. Milger Dr. Hessel Dr. A chilles Dr. Schneider Dr. Bünger Vorinstanzen: LG Dessau - Roßlau, Entscheidung vom 07.11.2014 - 3 O 23/14 - OLG Naumburg, Entscheidung vom 10.12.2015 - 2 U 93/14 (Hs) -
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