BUNDESGERICHTSHOF IM NAMEN DES VOLKES URTEIL VI ZR 158/10 Verk374ndet am: 12. April 2011 Holmes Justizangestellte als Urkundsbeamtin der Gesch344ftsstelle in dem Rechtsstreit Nachschlagewerk: ja BGHZ: ja BGHR: ja SGB X 247 116; SGB XI 247247 36 ff.; BGB 247 843 a) Der 334bergang von Schadensersatzanspr374chen nach 247 1542 RVO, 247 116 Abs. 1 SGB X vollzieht sich grunds344tzlich schon im Zeitpunkt des sch344digen-den Ereignisses, soweit der Sozialversicherungstr344ger dem Gesch344digten m366glicherweise in Zukunft Leistungen zu erbringen hat, die sachlich und zeit-lich mit den Erstattungsanspr374chen des Gesch344digten kongruent sind. b) Dieser Grundsatz erf344hrt eine Ausnahme in den F344llen, in denen neue Leis-tungsberechtigungen erst nach dem Schadensereignis aufgrund sogenannter "System344nderungen" geschaffen werden. c) Die Neuregelung des Anspruchs auf h344usliche Pflegehilfe in 247247 36 ff. SGB XI bedeutet keine System344nderung, sondern lediglich eine Modifizierung der bereits seit 1989 in 247247 53 ff. SGB V a.F. vorgesehenen Pflegeleistungen (Fortentwicklung der Senatsurteile vom 18. Februar 1997 - VI ZR 70/96, BGHZ 134, 381, 386 und vom 3. Dezember 2002 - VI ZR 142/02, VersR 2003, 267). BGH, Urteil vom 12. April 2011 - VI ZR 158/10 - OLG Schleswig LG L374beck - 2 - Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die m374ndliche Verhandlung vom 12. April 2011 durch den Vorsitzenden Richter Galke, den Richter Zoll, die Richterin Diederichsen, den Richter Pauge und die Richterin von Pentz f374r Recht erkannt: Auf die Revision der Kl344gerin wird das Urteil des 4. Zivilsenats des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts in Schleswig vom 4. Juni 2010 aufgehoben. Die Sache wird zur neuen Verhandlung und Entscheidung, auch 374ber die Kosten der Revision, an das Berufungsgericht zur374ck-verwiesen. Von Rechts wegen Tatbestand: Die Kl344gerin, eine Tr344gerin der gesetzlichen Pflegeversicherung, nimmt die beklagte Stadt aus 374bergegangenem Recht ihrer Versicherten I. auf Scha-densersatz wegen fehlerhafter 344rztlicher Behandlung in Anspruch. 1 Die Versicherte erlitt bei ihrer Geburt am 22. M344rz 1981 im St344dtischen Krankenhaus G., dessen Tr344gerin die Beklagte war, infolge eines 344rztlichen Behandlungsfehlers einen irreversiblen Hirnschaden. Am 25./31. Dezember 1991 schlossen die Versicherte und die Beklagte einen Vergleich, in dem sich 2 - 3 - die Beklagte zur Zahlung von 626.000 DM verpflichtete. Mit der Zahlung sollten alle Anspr374che der Versicherten aus Anlass ihrer Geburt abgegolten sein. Im Dezember 1992 verpflichtete sich die Beklagte gegen374ber der AOK L., bei der I. gesetzlich krankenversichert war, deren k374nftige Aufwendungen, soweit sie schadensbedingt und 374bergangsf344hig sind, zu 70 % zu erstatten. Am 1. Januar 1994 ging die AOK L. durch Vereinigung gem344337 247 145 SGB V in der AOK S. (inzwischen AOK N.), bei der die klagende Pflegekasse besteht, auf. Von Au-gust 2006 an gew344hrte die bei der AOK S. bestehende Pflegekasse ihrer Versi-cherten nach 247 37 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 SGB XI Pflegegeld gem344337 Pflegestufe I. Mit der Behauptung, die von der Pflegekasse bei der AOK S. erbrachten Leistungen seien auf den 344rztlichen Behandlungsfehler bei der Geburt ihrer Versicherten zur374ckzuf374hren, verlangt die Kl344gerin von der Beklagten die Er-stattung von 70 % des in der Zeit von August 2006 bis einschlie337lich Dezember 2009 an I. gezahlten Pflegegeldes. Ferner begehrt sie die Feststellung, dass die Beklagte aufgrund des zwischen dieser und der AOK L. geschlossenen Ver-gleichs verpflichtet ist, ihr alle infolge des Behandlungsfehlers vom 22. M344rz 1981 zum Nachteil ihrer Versicherten noch entstehenden Aufwendungen zu 70 % zu ersetzen. 3 Die Klage hatte in den Vorinstanzen keinen Erfolg. Mit der vom Beru-fungsgericht zugelassenen Revision verfolgt die Kl344gerin ihr Klagebegehren weiter. 4 - 4 - Entscheidungsgr374nde: I. Nach Auffassung des Berufungsgerichts sind die Anspr374che der Versi-cherten auf Erstattung ihrer vermehrten Bed374rfnisse aus 247 843 Abs. 1 BGB nicht auf die Pflegekasse bei der AOK S. 374bergegangen, weil die Versicherte durch den Abfindungsvergleich vom 25./31. Dezember 1991 wirksam 374ber sie verf374gt habe. Hierzu sei sie in der Lage gewesen, weil die Anspr374che nicht be-reits im Sch344digungszeitpunkt auf die bei der AOK S. bestehende Pflegekasse oder einen anderen Sozialversicherungstr344ger 374bergegangen seien. Ein An-spruchs374bergang h344tte fr374hestens mit dem Inkrafttreten des Sozialgesetzbu-ches XI am 1. Januar 1995 erfolgen k366nnen. Zwar vollziehe sich der 334bergang der Schadensersatzanspr374che nach 247 116 Abs. 1 SGB X grunds344tzlich im Zeit-punkt des Unfalls, soweit der Sozialversicherungstr344ger dem Gesch344digten in Zukunft m366glicherweise Leistungen zu erbringen habe, die sachlich und zeitlich mit den Erstattungsanspr374chen des Gesch344digten kongruent seien. Werde die Leistungspflicht des Sozialversicherungstr344gers aber erst nach dem Unfallzeit-punkt durch eine 304nderung des bisherigen Leistungssystems neu begr374ndet, finde ein Forderungs374bergang nach 247 116 Abs. 1 SGB X erst mit dem Inkrafttre-ten der neuen Regelung statt. Die Einf374hrung eines Anspruchs auf Gew344hrung von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch XI stelle f374r erheblich Pflegebe-d374rftige gem344337 247 15 Abs. 1 Nr. 1 SGB XI - d.h. Pflegebed374rftige der Pflegestufe I wie die Versicherte der Kl344gerin - im Verh344ltnis zu den Regelungen nach den 247247 53 ff. SGB V a.F. eine System344nderung dar. Denn 247 53 Abs. 1 SGB V a.F. habe Leistungen nur f374r Schwerpflegebed374rftige vorgesehen. Durch das Sozi-algesetzbuch XI sei das Ausma337 der Hilfebed374rftigkeit f374r die Bemessung des Pflegebedarfs verringert worden. W344hrend 247 53 Abs. 1 SGB V a.F. eine Hilfe- 5 - 5 - bed374rftigkeit noch in sehr hohem Ma337e vorausgesetzt habe, gen374ge gem344337 247 14 Abs. 1 SGB XI ein Hilfebedarf in erheblichem Ma337e. II. Diese Ausf374hrungen halten einer revisionsrechtlichen 334berpr374fung nicht stand. Die Revision wendet sich mit Erfolg gegen die Beurteilung des Beru-fungsgerichts, die mit der Klage geltend gemachten Anspr374che der Versicher-ten wegen vermehrter Bed374rfnisse aus 247 843 Abs. 1 Fall 2 BGB h344tten fr374hes-tens am 1. Januar 1995 auf die bei der AOK S. bestehende Pflegekasse oder einen anderen Sozialversicherungstr344ger 374bergehen k366nnen mit der Folge, dass diese Anspr374che von dem zwischen der Versicherten und der Beklagten geschlossenen Abfindungsvergleich vom 25./31. Dezember 1991 erfasst wor-den und nach 247247 779, 362 BGB erloschen seien. 6 1. Die Erw344gungen des Berufungsgerichts erweisen sich im Ausgangs-punkt allerdings als zutreffend. 7 a) Das Berufungsgericht hat zu Recht angenommen, dass sich der 334bergang von Schadensersatzanspr374chen sowohl nach 247 116 Abs. 1 SGB X als auch nach dem gem344337 247 120 Abs. 1 Satz 1 SGB X auf Schadensereignisse vor dem 30. Juni 1983 anwendbaren 247 1542 RVO grunds344tzlich schon im Zeit-punkt des sch344digenden Ereignisses vollzieht, soweit der Sozialversicherungs-tr344ger dem Gesch344digten m366glicherweise in Zukunft Leistungen zu erbringen hat, die sachlich und zeitlich mit den Erstattungsanspr374chen des Gesch344digten kongruent sind. Dabei reicht selbst eine weit entfernte M366glichkeit des Eintritts solcher Tatsachen aus, aufgrund derer Versicherungsleistungen zu erbringen sein werden; es darf die Entstehung solcher Leistungspflichten nur nicht v366llig 8 - 6 - unwahrscheinlich, also geradezu ausgeschlossen sein (vgl. Senatsurteile vom 18. Februar 1997 - VI ZR 70/96, BGHZ 134, 381, 383 f.; vom 17. April 1990 - VI ZR 276/89, VersR 1990, 1028, 1029; vom 3. Dezember 2002 - VI ZR 142/02, VersR 2003, 267, 268; vom 17. Juni 2008 - VI ZR 197/07, VersR 2008, 1350 Rn. 12; vom 15. M344rz 2011 - VI ZR 162/10, z.V.b. Rn. 9, jeweils mwN; BGH, Urteil vom 10. Juli 1967 - III ZR 78/66, BGHZ 48, 181, 186). Dieser fr374he Zeitpunkt ist f374r den Forderungs374bergang auch wegen solcher Leistungen ma337gebend, deren inhaltliche Ausgestaltung durch Ver344nderungen im Leis-tungsgef374ge erst sp344ter erfolgt, soweit eine als Grundlage f374r den Forderungs-374bergang geeignete Leistungspflicht des Sozialversicherungstr344gers gegen374ber dem Gesch344digten 374berhaupt in Betracht kommt (vgl. Senatsurteile vom 30. November 1955 - VI ZR 211/54, BGHZ 19, 177, 178 f.; vom 25. M344rz 1953 - VI ZR 13/52, VersR 1953, 209, 210; vom 22. Oktober 1957 - VI ZR 222/56, VersR 1957, 802, 804; vom 12. Juli 1960 - VI ZR 122/59, VersR 1960, 830 f.; vom 17. April 1990 - VI ZR 276/89, aaO; vom 3. Dezember 2002 - VI ZR 142/02, aaO; BGH, Urteil vom 10. Juli 1967 - III ZR 78/66, aaO). b) Wie das Berufungsgericht weiter zutreffend angenommen hat, erf344hrt dieser Grundsatz allerdings eine Ausnahme in den F344llen, in denen neue Leis-tungsberechtigungen erst nach dem Schadensereignis aufgrund sog. "System-344nderungen" geschaffen werden. Insoweit findet ein Forderungs374bergang erst mit Inkrafttreten der Neuregelung statt (vgl. Senatsurteile vom 18. Februar 1997 - VI ZR 70/96, aaO, S. 384; vom 24. M344rz 1954 - VI ZR 24/53, VersR 1954, 537, 538; vom 30. April 1955 - VI ZR 35/54, VersR 1955, 393; vom 11. Januar 1966 - VI ZR 173/64, VersR 1966, 233, 234; vom 4. Oktober 1983 - VI ZR 44/82, VersR 1984, 35, 36; vom 17. April 1990 - VI ZR 276/89, aaO; vom 13. April 1999 - VI ZR 88/98, VersR 1999, 1126; vom 3. Dezember 2002 - VI ZR 142/02, aaO; vom 27. Juni 2006 - VI ZR 337/04, VersR 2006, 1383 Rn. 19; vom 17. Juni 2008 - VI ZR 197/07, aaO; BGH, Urteil vom 10. Juli 1967 - III ZR 78/66, 9 - 7 - aaO). Eine System344nderung in diesem Sinne liegt vor, wenn eine Leistungs-pflicht des Versicherungstr344gers begr374ndet wird, f374r die es bisher an einer ge-setzlichen Grundlage gefehlt hat (vgl. Senatsurteile vom 24. M344rz 1954 - VI ZR 24/53, VersR 1954, 537, 538; vom 11. Januar 1966 - VI ZR 173/64, VersR 1966, 233, 234), wenn also eine gesetzliche Neuregelung eine Anspruchsbe-rechtigung, die im bisherigen Leistungssystem noch 374berhaupt nicht enthalten war, neu schafft (vgl. Senatsurteil vom 4. Oktober 1983 - VI ZR 44/82, VersR 1984, 35, 36; vom 17. April 1990 - VI ZR 276/89, aaO; vom 3. Dezember 2002 - VI ZR 142/02, aaO; vom 27. Juni 2006 - VI ZR 337/04, aaO Rn. 20). Entschei-dend ist, ob einem Sozialversicherungstr344ger infolge einer System344nderung ganz neue Leistungspflichten auferlegt worden sind, die nach der bisherigen gesetzlichen Regelung 374berhaupt nicht bestanden (vgl. Senatsurteile vom 24. M344rz 1954 - VI ZR 24/53, aaO; vom 11. Januar 1966 - VI ZR 173/64, aaO; vom 17. April 1990 - VI ZR 276/89, aaO; vom 27. Juni 2006 - VI ZR 337/04, aaO; BGH Urteil vom 10. Juli 1967 - III ZR 78/66, BGHZ 48, 181, Rn. 14). Von einer solchen System344nderung sind Gesetzes344nderungen zu unterscheiden, die nur eine Erh366hung oder Modifizierung bereits gegebener Anspr374che regeln (vgl. Senatsurteile vom 18. Februar 1997 - VI ZR 70/96, BGHZ 134, aaO S. 384; vom 12. Juli 1960 - VI ZR 122/59, VersR 1960, 830 f.; vom 3. Dezember 2002 - VI ZR 142/02, aaO) oder sich als Fortentwicklung von im Kern bereits angelegten sozialversicherungsrechtlichen Leistungen darstellen (vgl. Senatsur-teil vom 17. April 1990 - VI ZR 276/89, aaO S. 1031). Eine System344nderung hat der erkennende Senat beispielsweise f374r den mit dem Gesundheitsreform-Gesetz vom 20. Dezember 1988 (BGBl. I 1988 S. 2477) mit Wirkung zum 1. Januar 1989 eingef374hrten Anspruch auf h344usliche Pflegehilfe nach 247247 53 ff. SGB V a.F. angenommen (Senatsurteile vom 18. Feb-ruar 1997 - VI ZR 70/96, aaO S. 386; vom 13. April 1999 - VI ZR 88/98, aaO und vom 27. Juni 2006 - VI ZR 337/04, aaO Rn. 21). Ma337geblich hierf374r war, 10 - 8 - dass die Neuregelung erstmals einen Anspruch auf Pflegeleistungen gew344hrte, der vom Vorliegen einer Krankheit unabh344ngig war und allein die Pflegebed374rf-tigkeit voraussetzte. Zuvor war Pflegehilfe nur im Rahmen einer h344uslichen Krankenpflege gew344hrt worden, die eine behandlungsf344hige und behandlungs-bed374rftige Krankheit voraussetzte. Mit der Gesetzes344nderung war mithin eine im bisherigen Leistungssystem neue und neuartige Leistungspflicht geschaffen worden (vgl. Senatsurteil vom 18. Februar 1997 - VI ZR 70/96, aaO S. 386 so-wie Begr374ndung des Pflege-Versicherungsgesetzes, BT-Drucks. 12/5262 S. 70). Eine System344nderung hat der erkennende Senat dagegen verneint f374r den durch Art. 1 des Pflege-Versicherungsgesetzes vom 26. Mai 1994 (Pfle-geVG; BGBl. I S. 1014) geschaffenen Anspruch auf Bewilligung eines Pflege-geldes gem344337 247 37 SGB XI, soweit bereits nach 247247 53 ff. SGB V a.F. leistungs-berechtigte Schwerpflegebed374rftige betroffen waren (Senatsurteil vom 3. Dezember 2002 - VI ZR 142/02, aaO). Jedenfalls insoweit seien die durch das Gesundheitsreform-Gesetz vom 20. Dezember 1988 begr374ndeten Anspr374-che n344mlich lediglich fortgef374hrt und modifiziert worden (vgl. Senatsurteil vom 3. Dezember 2002 - VI ZR 142/02, aaO). 11 2. Unter Ber374cksichtigung dieser Grunds344tze sind die mit der Klage gel-tend gemachten Anspr374che der Versicherten I. wegen vermehrter Bed374rfnisse nach dem Vortrag der Kl344gerin, der der revisionsrechtlichen 334berpr374fung man-gels gegenteiliger Feststellungen zugrunde zu legen ist, mit dem Inkrafttreten des Gesundheitsreform-Gesetzes vom 20. Dezember 1988 am 1. Januar 1989 auf die AOK L., am 1. Januar 1994 auf die AOK S., am 1. April 1995 auf die Pflegekasse bei der AOK S. und im Verlauf des Revisionsverfahrens auf die Kl344gerin 374bergegangen. 12 - 9 - a) Da bis zur Einf374hrung des Anspruchs auf h344usliche Pflegehilfe nach 247247 53 ff. SGB V a.F. keine vom Vorliegen einer Krankheit unabh344ngige Leis-tungspflicht der gesetzlichen Krankenkasse wegen Pflegebed374rftigkeit bestand und die Neuregelung deshalb eine System344nderung bedeutet (Senatsurteile vom 18. Februar 1997 - VI ZR 70/96, aaO S. 386; vom 13. April 1999 - VI ZR 88/98, aaO und vom 27. Juni 2006 - VI ZR 337/04, aaO), erfasste der grund-s344tzlich im Zeitpunkt des sch344digenden Ereignisses am 22. M344rz 1981 einge-tretene Anspruchs374bergang nach 247 1542 RVO a.F. die mit der Klage geltend gemachten Ersatzanspr374che der Versicherten I. wegen vermehrter Bed374rfnisse aus 247 843 Abs. 1 BGB nicht. 13 b) Nach dem revisionsrechtlich zugrunde zu legenden Vortrag der Kl344ge-rin sind diese Anspr374che aber gem344337 247 116 Abs. 1 SGB X mit dem Inkrafttreten der 247247 53 ff. SGB V a.F. am 1. Januar 1989 auf die AOK L. als Tr344gerin der ge-setzlichen Krankenversicherung 374bergegangen. 14 aa) Wie das Landgericht, auf dessen Ausf374hrungen das Berufungsge-richt Bezug genommen hat, zutreffend angenommen hat, sind die Leistungen zur h344uslichen Pflegehilfe sachlich und zeitlich kongruent mit den Anspr374chen des Gesch344digten auf Ausgleich seiner vermehrten Bed374rfnisse (st344ndige Rechtsprechung des Senats, vgl. Senatsurteile vom 18. Februar 1997 - VI ZR 70/96, aaO; vom 28. November 2000 - VI ZR 352/99, BGHZ 146, 108, 110 f.; vom 8. Oktober 1996 - VI ZR 247/95, VersR 1996, 1565; vom 3. Dezember 2002 - VI ZR 142/02, aaO; vom 27. Juni 2006 - VI ZR 337/04, aaO; vom 17. Ju-ni 2008 - VI ZR 197/07, aaO Rn. 17). 15 bb) Nach den Umst344nden des Schadensfalles war es auch nicht v366llig unwahrscheinlich, dass die bei der AOK L. gesetzlich krankenversicherte I. in-folge des bei ihrer Geburt erlittenen irreversiblen Hirnschadens in Zukunft in 16 - 10 - einem Umfang pflegebed374rftig werden w374rde, der eine Leistungspflicht der ge-setzlichen Krankenkasse gem344337 247247 53 ff. SGB V a.F. ausgel366st h344tte. cc) Der eingetretene Forderungs374bergang erfasste dem Grunde nach die Anspr374che der Versicherten I. auf Ersatz der ihr schadensbedingt entstandenen Pflegeaufwendungen. Er war nicht auf die Anspr374che auf Ersatz nur derjenigen Aufwendungen beschr344nkt, die im Falle ihrer Schwerpflegebed374rftigkeit im Sin-ne der 247247 53 ff. SGB V a.F. angefallen w344ren oder waren, sondern erstreckte sich auch auf solche Ersatzanspr374che, denen lediglich eine erhebliche Hilfsbe-d374rftigkeit der Versicherten unterhalb der Schwelle der Schwerpflegebed374rftig-keit im Sinne des 247 53 SGB V a.F. zugrunde lag. 17 Dem steht nicht entgegen, dass die Versicherte I. im Streitfall Leistungen nicht gem344337 247247 53 ff. SGB V a.F., sondern auf der Grundlage des durch Art. 1 PflegeVG neu geschaffenen 247 37 SGB XI bezogen hat. Denn entgegen der Auf-fassung des Berufungsgerichts bedeutet die Neuregelung des Anspruchs auf h344usliche Pflegehilfe in 247247 36 ff. SGB XI keinen erneuten Systemwechsel, son-dern lediglich eine Modifizierung der bereits seit 1989 in 247247 53 ff. SGB V a.F. vorgesehenen Pflegeleistungen. Durch die gesetzliche Neuregelung wurde nicht infolge einer System344nderung eine Anspruchsberechtigung neu geschaf-fen, die im bisherigen Leistungssystem noch 374berhaupt nicht enthalten war. Vielmehr wurde eine im Kern bereits angelegte sozialversicherungsrechtliche Leistungsberechtigung lediglich inhaltlich umgestaltet und fortentwickelt (vgl. Senatsurteil vom 17. April 1990 - VI ZR 276/89, aaO). Hiermit mussten der Sch344diger bzw. sein Versicherer seit der Einf374hrung der 247247 53 ff. SGB V a.F. auch grunds344tzlich rechnen (vgl. zu diesem Gesichtspunkt BGH, Urteil vom 10. Juli 1967 - III ZR 78/66, aaO S. 192 f.; Geigel/Plagemann, Der Haftpflicht-prozess, 25. Aufl., 247 30 Rn. 32). 18 - 11 - (1) Allerdings kann sich das Berufungsgericht f374r seine abweichende Auffassung auf obergerichtliche Rechtsprechung und Stimmen in der Literatur st374tzen, die in der zum 1. April 1995 in Kraft getretenen Abl366sung der Regelun-gen in 247247 53 ff. SGB V a.F. durch die Vorschriften 374ber die soziale Pflegeversi-cherung im Sozialgesetzbuch XI einen erneuten Systemwechsel sehen. Be-gr374ndet wird dies damit, dass mit der sozialen Pflegeversicherung ein v366llig neuer, eigenst344ndiger Zweig der Sozialversicherung geschaffen und dabei das Leistungsspektrum sowie der leistungsberechtigte Personenkreis erweitert wor-den sei (vgl. OLG Koblenz, VersR 1999, 911; OLG Saarbr374cken, OLG-Report 1999, 323, 324; OLG Bamberg, OLG-Report 2000, 256, 257; KG, KGR Berlin 2002, 56, 57; Wiesner, VersR 1995, 134, 144; K374ppersbusch, NZV 1997, 30, 32; Budel in 35. Deutscher Verkehrsgerichtstag 1997, S. 269, 283 f. = r+s 1997, 133, 137 f.; Schrinner in 35. Deutscher Verkehrsgerichtstag 1997, S. 248, 254 f.; Wussow/Schneider, Unfallhaftpflichtrecht, 15. Aufl., Kap. 73, Rn. 21; Jahnke, VersR, 1996, 924, 929; Wegmann, VersR 1995, 1288, 1289 f.; v. Wulf-fen/Bieresborn, SGB X, 7. Aufl., 247 116 Rn. 4c; a.A. Geigel/Plagemann, aaO). 19 (2) Dieser Auffassung vermag sich der erkennende Senat jedoch nicht anzuschlie337en. 20 (a) Die 247247 53 ff. SGB V a.F. sahen als "Einstieg" in eine versicherungs-rechtliche Gesamtl366sung bereits von einer Krankheit unabh344ngige, allein an die Pflegebed374rftigkeit des Versicherten ankn374pfende Leistungen in Form der h344uslichen Pflegehilfe, der Leistungen bei Urlaub oder Verhinderung der Pfle-geperson und des Pflegegeldes vor (vgl. BT-Drucks. 11/2237, S. 145, 156, 182; Wagner in Hauck/Wilde, SGB XI, K 247 14 Rn. 6 - Stand: Dezember 2001). Nach dem Willen des Gesetzgebers sollten die 247247 53 ff. SGB V a.F. die krankheitsun-abh344ngigen Pflegeleistungen von vornherein nur vorl344ufig bis zu einer vollst344n-digen Absicherung der Pflegebed374rftigen au337erhalb der gesetzlichen Kranken- 21 - 12 - versicherung regeln. Es wurden weitere Schritte zur besseren sozialen Absiche-rung der Pflegebed374rftigen f374r erforderlich gehalten und ein Gesamtkonzept au337erhalb der gesetzlichen Krankenversicherung in Aussicht genommen (vgl. BT-Drucks. 11/2337, S. 145, 156, 182; Senatsurteil vom 18. Februar 1997 - VI ZR 70/96, BGHZ 134, 381). Daran kn374pfte der Gesetzgeber bei Schaffung des Sozialgesetzbuchs XI an (vgl. BT-Drucks. 12/5262, S. 80, 94 f.). Dement-sprechend wurden die 247247 53 bis 57 SGB V a.F. in Art. 4 Nr. 4 PflegeVG mit Wirkung vom 1. April 1995 aufgehoben und der Anspruch auf h344usliche Pflege aus gesetzessystematischen Gr374nden in das Sozialgesetzbuch XI 374berf374hrt, weil Pflege, die nicht Krankenpflege ist, ein Fremdk366rper im Sozialgesetzbuch V ist (vgl. Senatsurteile vom 18. Februar 1997 - VI ZR 70/96, aaO; vom 3. De-zember 2002 - VI ZR 142/02, aaO; Jahnke, VersR 1996, 924 ff., 929). Die Defi-nition der Pflegebed374rftigkeit in 247 14 Abs. 1 SGB XI entspricht weitgehend der des 247 53 Abs. 1 SGB V a.F.. Sie stellt ebenfalls auf den dauernden krankheits- oder behinderungsbedingten Hilfebedarf f374r die gew366hnlichen und regelm344337ig wiederkehrenden Verrichtungen im Ablauf des t344glichen Lebens ab (vgl. BT-Drucks. 12/5262, S. 80, 94 f.; Udsching/Udsching, SGB XI, 3. Aufl., Einleitung Rn. 14; Wagner in Hauck/Wilde, aaO Rn. 4; G374rtner in Kasseler Kommentar, 247 14 SGB XI, Rn. 2 f. - Stand: Dezember 2003). Unterschiedlich geregelt ist lediglich das anspruchserhebliche Ausma337 der Hilfebed374rftigkeit. W344hrend 247 53 Abs. 1 SGB V a.F. die Hilfebed374rftigkeit noch in sehr hohem Ma337e voraussetz-te, gen374gt nach 247 14 Abs. 1 SGB XI ein Hilfebedarf in erheblichem oder h366he-rem Ma337e. Dieser Umstand 344ndert jedoch nichts daran, dass die Berechtigung der Versicherten zum Bezug von Leistungen zur h344uslichen Pflegehilfe wegen Pflegebed374rftigkeit im Grundsatz im bisherigen Leistungssystem schon enthal-ten war. Durch die Herabsetzung des ma337geblichen Ausma337es der Hilfebed374rf-tigkeit ist die im Grundsatz bereits bestehende Leistungsberechtigung lediglich inhaltlich modifiziert und fortentwickelt worden. Dies gilt umso mehr, als durch - 13 - die Neuregelung auch die Kriterien f374r die Feststellung der anspruchserhebli-chen Pflegebed374rftigkeit modifiziert worden sind mit der Folge, dass die Schwerpflegebed374rftigkeit nach altem Recht nicht mit der Schwerpflegebed374rf-tigkeit im Sinne des 247 15 Abs. 1 Nr. 2 SGB XI (Pflegestufe II) gleichgesetzt wer-den kann und deshalb F344lle denkbar sind, in denen der Versicherte gem344337 den 247247 53 ff. SGB V a.F. als Schwerpflegebed374rftiger leistungsberechtigt gewesen w344re, nach den 247247 14, 15 SGB XI dagegen als erheblich pflegebed374rftig anzu-sehen ist (vgl. dazu ausf374hrlich Wagner in Hauck/Wilde, aaO, Rn. 6 mwN; s. auch BT-Drucks. 12/5262 S. 95). Eine derartige inhaltliche Umgestaltung von im Kern bereits angelegten sozialversicherungsrechtlichen Leistungen bewirkt aber keine System344nderung (vgl. Senatsurteil vom 17. April 1990 - VI ZR 276/89, aaO; BGH, Urteil vom 10. Juli 1967 - III ZR 78/66, aaO S. 184 f.). (b) Auch der Umstand, dass mit der sozialen Pflegeversicherung ein v366l-lig neuer, eigenst344ndiger Zweig der Sozialversicherung geschaffen und das So-zialversicherungsverh344ltnis zwischen der Versicherten I. und der Kl344gerin erst mit deren Entstehung im Jahr 1995 begr374ndet wurde, rechtfertigt nicht die An-nahme eines Systemwechsels. Hierdurch wurden lediglich die inhaltliche Aus-gestaltung einer im Kern bereits angelegten Leistungsberechtigung und die Or-ganisation der Leistungsgew344hrung, insbesondere die Leistungszust344ndigkeit, ver344ndert. Die Schaffung g344nzlich neuer, im bisherigen System nicht bestehen-der Berechtigungen war damit nicht verbunden (vgl. Senatsurteil vom 18. Februar 1997 - VI ZR 70/96, BGHZ 134, 381 Rn. 19 f.). 22 (c) Eine andere Beurteilung tr374ge auch dem hinter 247 1542 RVO (jetzt 247 116 SGB X) stehenden sozialversicherungsrechtlichen Anliegen nicht hinrei-chend Rechnung. Der gesetzliche Forderungs374bergang gem344337 247 1542 RVO, 247 116 Abs. 1 SGB X dient dem Schutz des Sozialversicherungstr344gers auch im Hinblick auf dessen R374ckgriff wegen seiner k374nftigen Leistungen; er hat zum 23 - 14 - Ziel, dem Verletzten Verf374gungen 374ber die k374nftigen Schadensersatzanspr374che schon dann zu verwehren, wenn zun344chst noch ungewiss ist, ob und in welcher H366he der Sozialversicherungstr344ger Leistungen erbringen wird, die ihn in Zu-kunft berechtigen werden, Rechte aus den 374bergegangenen Anspr374chen gel-tend zu machen (vgl. BGH, Urteil vom 10. Juli 1967 - III ZR 78/66, aaO S. 185). Damit ist ein m366glichst weitgehender Schutz des Sozialversicherungstr344gers vor anderweitigen Verf374gungen des Gesch344digten bezweckt (vgl. Senatsurteil vom 9. Januar 1990 - VI ZR 86/89, VersR 1990, 437, 438). Er wird nur dann erreicht, wenn in den Forderungs374bergang bereits im Zeitpunkt des sch344digen-den Ereignisses auch Ersatzanspr374che in Bezug auf solche Sozialversiche-rungsleistungen einbezogen werden, die nach dem Leistungssystem der sozia-len Sicherung in dem zu diesem Zeitpunkt bestehenden Sozialversicherungs-verh344ltnis im Kern rechtlich schon angelegt sind (vgl. Senatsurteile vom 30. November 1955 - VI ZR 211/54, BGHZ 19, 177, 183 f.; vom 17. April 1990 - VI ZR 276/89, aaO). Dem entspricht es, dass der zum Schutz der Versiche-rungstr344ger wegen k374nftig zu erbringender Versicherungsleistungen erfolgende Forderungs374bergang auch Ersatzanspr374che in Bezug auf solche Sozialversi-cherungsleistungen erfasst, die in der Folgezeit wesentlich zugunsten des Ver-sicherten umgestaltet werden (vgl. BGH, Urteil vom 10. Juli 1967 - III ZR 78/66, aaO S. 184 f., 190 f.). (d) Die Annahme eines Systemwechsels f374hrte auch zu unbefriedigen-den Ergebnissen. Das Ausma337 der Pflegebed374rftigkeit kann durchaus Schwan-kungen unterliegen, sei es durch Ver344nderungen des Gesundheitszustands des Versicherten, sei es infolge von medizinischen Rehabilitationsma337nahmen (vgl. BT-Drucks. 12/5262 S. 81, 96; Wagner in Hauck/Wilde, aaO Rn. 26). Gem344337 247247 5, 31 SGB XI haben die Pflegekassen nach dem Grundsatz "Rehabilitation vor Pflege" auch nach Eintritt der Pflegebed374rftigkeit darauf hinzuwirken, dass die Pflegebed374rftigkeit 374berwunden oder gemindert wird (vgl. BT-Drucks. 24 - 15 - 12/5262 S. 81, 96). Bejahte man einen Systemwechsel und beschr344nkte den Forderungs374bergang gem344337 247 116 Abs. 1 SGB X dementsprechend auf An-spr374che des Versicherten auf Ersatz der f374r seine Versorgung als Schwerpfle-gebed374rftiger im Sinne der 247247 53 ff. SGB V a.F. erforderlichen Aufwendungen (vgl. dazu Senatsurteil vom 3. Dezember 2002 - VI ZR 142/02, aaO), so w344re bei schwankendem Hilfebedarf des Versicherten die Regressberechtigung des Tr344gers der Pflegeversicherung Wechseln unterworfen. Zugleich w344ren wieder-holte Streitigkeiten zwischen dem Tr344ger der Pflegeversicherung und dem Sch344diger 374ber das nur mit hohem Tatsachenaufwand zu ermittelnde (vgl. Wagner in Hauck/Wilde, aaO Rn. 21) Ausma337 des jeweiligen Hilfebedarfs des Versicherten vorherzusehen. c) Am 1. Januar 1994 sind die mit der Klage geltend gemachten Ersatz-anspr374che aus 247 843 Abs. 1 BGB gem344337 247 146 Abs. 3 Satz 2 SGB V in der Fassung vom 20. Dezember 1988 von der AOK L. auf die AOK S. 374bergegan-gen, in der die AOK L. nach Vereinigung gem344337 247 145 SGB V aufgegangen ist. 25 d) Mit der Begr374ndung der Leistungszust344ndigkeit der Pflegekasse bei der AOK S. mit Wirkung vom 1. April 1995 sind die Ersatzanspr374che von der AOK S. als gesetzlicher Krankenversicherung sodann auf die bei ihr bestehen-de Pflegekasse 374bergegangen. Denn nach der st344ndigen Rechtsprechung des erkennenden Senats gehen bei einem Wechsel der versicherungsrechtlichen Leistungszust344ndigkeit nach dem Forderungs374bergang die vom zuerst ver-pflichteten Sozialversicherungstr344ger gem344337 247 116 Abs. 1 Satz 1 SGB X er-worbenen Ersatzanspr374che kraft Gesetzes auf den nun zust344ndigen Sozialver-sicherungstr344ger 374ber, sofern die geschuldeten Versicherungsleistungen - wie im Streitfall - gleichartig sind (vgl. Senatsurteile vom 7. Dezember 1982 - VI ZR 9/81, VersR 1983, 262 f.; vom 4. November 1997 - VI ZR 375/96, VersR 1998, 124, 125; vom 8. Dezember 1998 - VI ZR 318/97, VersR 1999, 382, 383; vom 26 - 16 - 13. M344rz 2001 - VI ZR 290/00, VersR 2001, 1005 f.; vom 3. Dezember 2002 - VI ZR 142/02, aaO; vom 17. Juni 2008 - VI ZR 197/07, aaO Rn. 17, 29). e) Mit der Vereinigung der AOK S. und anderer allgemeiner Ortskran-kenkassen zur AOK N. sind die Ersatzanspr374che schlie337lich von der bei der AOK S. bestehenden Pflegekasse auf die Kl344gerin 374bergangen (vgl. 247 46 Abs. 5 SGB XI). 27 3. Die Sache war an das Berufungsgericht zur374ckzuverweisen, damit es die erforderlichen Feststellungen zum Bestehen und zur Durchsetzbarkeit des geltend gemachten Ersatzanspruchs sowie zu den weiteren Voraussetzungen des Anspruchs374bergangs gem344337 247 116 Abs. 1 SGB X treffen kann. Das Beru-fungsgericht wird dabei auch Gelegenheit haben, die Auslegung des zwischen der AOK L. und der Beklagten geschlossenen Vergleichs vom 28./29. Dezem-ber 1992 unter Ber374cksichtigung der vorstehenden Rechtsausf374hrungen zu 374-berpr374fen. Hinsichtlich der von der Beklagten eingewandten Verj344hrungseinrede wird das Berufungsgericht zu ber374cksichtigen haben, dass der mit der Klage geltend gemachte Schadensersatzanspruch wegen vermehrter Bed374rfnisse in der Zeit zwischen dem Schadensereignis am 22. M344rz 1981 bis zum 31. De-zember 1988 der Versicherten I. zustand, so dass es bez374glich der Vorausset-zungen der Verj344hrung f374r diesen Zeitraum nicht auf die Verh344ltnisse der AOK L., der AOK S., der bei dieser bestehenden Pflegekasse oder der Kl344gerin als Sozialversicherungstr344ger, sondern auf diejenigen der Versicherten I. als ur-spr374nglicher Anspruchsinhaberin ankommt. Einen vor dem Forderungs374ber- 28 - 17 - gang etwa erfolgten Ablauf der Verj344hrungsfrist m374sste die Kl344gerin als Zessio-narin nach 247247 412, 404 BGB gegen sich gelten lassen (vgl. Senatsurteil vom 13. April 1999 - VI ZR 88/98, aaO S. 1127). f374r den urlaubsbedingt an der Zoll Diederichsen Unterschriftsleistung gehinderten VRBGH Galke: Zoll Pauge von Pentz Vorinstanzen: LG L374beck, Entscheidung vom 16.12.2008 - 12 O 127/08 - OLG Schleswig, Entscheidung vom 04.06.2010 - 4 U 13/09 -
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