BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS V Z R 211/14 vom 12. Februar 2015 in dem Rechtsstreit - 2 - Der V. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 12. Februar 2015 durch die Vorsitzende Richterin Dr. Stresemann, den Richter Dr. Czub, die Richterinnen Dr. Brückner und Weinland und den Richter Dr. Kazele beschlossen: Die Nichtzulassungsbeschwerde der Kläger gegen den Beschluss des 14. Zivilsenats des Oberland esgerichts Dresden vom 15. Juli 2014 wird zurückgewiesen. Entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts lässt sich ein A n- nahmeverzug der Beklagten allerdings nicht deshalb verneinen, weil die Kläger die Eignung des von der Beklagten für die Zahlung angegebenen Kontos innerhalb der Zahlungsfrist nicht bea n- standet und ihre Zahlung auch nicht in einer dem Vergleich e n t- sprechenden Weise angeboten haben. Die Beklagte hätte schon dadurch in Annahmeverzug kommen können, dass sie den Kl ä- gern kein geeignetes Anderkonto benannt hat. Eine nach dem K a- lender be stimmte Mitwirkungsobliegenheit im Sinne des § 296 Satz 1 BGB liegt auch dann vor, wenn der Gläubiger ein Konto einzurichten hat, auf das der Schuldner bis zu einem bestimmten Termin seine Zahlung leisten muss (vgl. Senat, Urteil vom 16. Dezember 1994 - V ZR 114/93, WM 1995, 439, 440 f.). Die Entscheidung stellt sich aber nach der weiteren Begründung des Berufungs gerichts als richtig dar, dass die Kläger zu einer dem Vergleich gemäßen Zahlung ohne Modifizierungen ihrer Vo r- leistungspflicht nicht bereit waren. Nach § 296 Satz 1 BGB bedarf es zwar bei einem Verstoß des Gläub igers gegen eine dem K a- - 3 - lender nach bestimmte Mitwirkungsobliegenheit keines Angebots des Schuldners, um den Annahmeverzug herbeizuführen (BGH, Urteil vom 14. November 1990 VIII ZR 13/90, NJW - RR 1991, 267, 268). Weitere Voraussetzung des Annahmeverzuges b leibt aber auch in diesen Fällen, dass der Schuldner imstande und b e- reit ist, seine Leistung, so wie er sie schuldet, zu erbringen (BGH, Urteil vom 14. November 1990 - VIII ZR 13/90, aaO). Daran fehlte es nach den Feststellungen des Berufungsgerichts. Die darauf b e- zogenen Rügen der Nichtzulassungsbeschwerde sind unbegrü n- det. Die Kläger tragen die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO). - 4 - Der Gegenstandswert des Beschwerdeverfahrens beträgt 515.000 Stresemann Czub Brückner Weinland Kazele Vor instanzen: LG Dresden, Entscheidung vom 31.03.2014 - 1 O 2272/13 - OLG Dresden, Entscheidung vom 15.07.2014 - 14 U 637/14 -
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