BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS VI ZR 42/05 vom 22. Mai 2006 in dem Rechtsstreit - 2 - Der VI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 22. Mai 2006 durch die Vize-pr344sidentin Dr. M374ller, den Richter Wellner, die Richterin Diederichsen und die Richter St366hr und Zoll beschlossen: Die Anh366rungsr374ge des Kl344gers vom 8. Mai 2006 gegen das Se-natsurteil vom 7. M344rz 2006 wird zur374ckgewiesen. Die Kosten des R374geverfahrens hat der Kl344ger zu tragen. Gr374nde: Die gem344337 247 321a ZPO statthafte und auch im 334brigen zul344ssige Ge-h366rsr374ge ist nicht begr374ndet. 1 Nach Art. 103 Abs. 1 GG sind die Gerichte verpflichtet, das Vorbringen der Parteien zur Kenntnis zu nehmen und in Erw344gung zu ziehen. Die Gerichte brauchen jedoch nicht jedes Vorbringen der Beteiligten in den Gr374nden der Entscheidung ausdr374cklich zu bescheiden (BVerfGE 96, 205, 216 f.; BGH, Be-schluss vom 24. Februar 2005 - III ZR 263/04 - NJW 2005, 1432 f.). Art. 103 Abs. 1 GG gew344hrt keinen Schutz gegen Entscheidungen, die den Sachvortrag eines Beteiligten aus Gr374nden des formellen oder materiellen Rechts teilweise oder ganz unber374cksichtigt lassen (vgl. BVerfGE 21, 191, 194; 70, 788, 794; st.Rspr.). 2 - 3 - Hier war Gegenstand des Revisionsverfahrens die Frage, ob das Land-gericht Frankfurt (Oder) die Berufung des Kl344gers gegen das Urteil des Amtsge-richts Strau337berg zu Recht zur374ckgewiesen hat, nachdem dieses die verbun-dene Klage wegen der fehlenden sachlichen Zust344ndigkeit als unzul344ssig ab-gewiesen hatte. Bei den von der Anh366rungsr374ge angef374hrten Rechtsfragen handelt es sich deshalb nur um Vorfragen f374r die Entscheidung 374ber die sachli-che Zust344ndigkeit, welche nach dem Revisionsurteil einer Pr374fung durch das Revisionsgericht entzogen sind. 3 Anhaltspunkte f374r ein willk374rliches Verhalten des Amtsgerichts Cottbus, des Amtsgerichts Strau337berg oder des Berufungsgerichts sind entgegen der Auffassung der Anh366rungsr374ge nicht ersichtlich. Der Kl344ger hatte n344mlich ur-spr374nglich in seinem Mahnbescheidantrag vom 30. September 2003 das Amts-gericht Strau337berg als f374r ein streitiges Verfahren zust344ndiges Gericht bezeich-net. Nach Abgabe des Verfahrens hat er seine Klagebegr374ndung an das Amts-gericht Strau337berg gerichtet, ohne dessen Zust344ndigkeit zu r374gen. In seinem Schriftsatz vom 27. Februar 2004 hat er dann die 366rtliche Zust344ndigkeit des Amtsgerichts Strau337berg gem344337 247 32 ZPO begr374ndet. Noch nach Verbindung 4 - 4 - der Verfahren ging er mit Schriftsatz vom 22. April 2004 von einer Zust344ndigkeit des Amtsgerichts Strau337berg aus. Unter diesen Umst344nden ist kein Anhalts-punkt f374r ein willk374rliches Verhalten der Gerichte gegeben. M374ller Wellner Diederichsen St366hr Zoll Vorinstanzen: AG Strausberg, Entscheidung vom 23.06.2004 - 25 C 405/03 - LG Frankfurt (Oder), Entscheidung vom 08.02.2005 - 6a S 179/04 -
Full & Egal Universal Law Academy