BUNDESGERICHTSHOFBESCHLUSSVII ZR 81/01 vom12. September 2002in dem RechtsstreitNachschlagewerk:jaBGHZ:neinBGHR: ja VOB/B § 2 Nr. 5, Nr. 7 Abs. 1 Satz 4§ 2 Nr. 5 VOB/B ist bei einem Pauschalpreisvertrag auch dann anwendbar, wenn diegeändert ausgeführte Leistung zu keiner wesentlichen Abweichung vom vereinbartenPreis führt.BGH, Beschluß vom 12. September 2002 - VII ZR 81/01 - OLGKoblenzLGMainz - 2 -Der VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 12. September 2002 durchden Vorsitzenden Richter Dr. Dressler und die Richter Dr. Haß, Hausmann, Dr.Wiebel und Prof. Dr. Kniffkabeschlossen:Die Revision des Beklagten gegen das Urteil des 6. Zivilsenatsdes Oberlandesgerichts Koblenz vom 1. Februar 2001 wird nichtangenommen.Die Rechtssache hat keine grundsätzliche Bedeutung. Die Revisi-on hat im Endergebnis auch keine Aussicht auf Erfolg (vgl. § 26Nr. 7 EGZPO, § 554 b ZPO in der Auslegung des Beschlussesdes BVerfG vom 11. Juni 1980 - 1 PBvU 1/79 - BVerfGE 54, 277).Der Beklagte trägt die Kosten des Revisionsverfahrens (§ 97Abs. 1 ZPO).Streitwert: 152.236,98 Gründe: Zu Recht erkennt das Berufungsgericht der Klägerin einen Mehrpreis von2,48 % vom vereinbarten Preis zu. § 2 Nr. 5 VOB/B, der nach § 2 Nr. 7 Abs. 1Satz 4 VOB/B bei einem Pauschalpreisvertrag unberührt bleibt, setzt wegen dergeändert ausgeführten Leistung keine wesentliche Abweichung vom verein-barten Preis voraus. Die Senatsrechtsprechung, auf die sich die Revision imwesentlichen beruft, ist zu einer Zeit ergangen, in der Satz 4 noch nicht Inhaltder VOB/B war (h. Ansicht; so Beck'scher VOB-Komm/Jagenburg § 2 Nr. 7 - 3 -Rdn. 97 ff; vgl. Heiermann/Riedl/Rusam, VOB, 9. Aufl., B § 2 Rdn. 154 und 155zum Meinungsstand; a.A. Werner/Pastor, Der Bauprozeß, 9. Aufl., Rdn. 1201).In die Richtung der uneingeschränkten Anwendbarkeit des § 2 Nr. 5 VOB/B beieinem Pauschalpreisvertrag hat der Senat bereits in seiner Entscheidung vom29. Juni 2000 - VII ZR 186/99, NJW 2000, 3277 hingewiesen.DresslerHaßHausmannWiebelKniffka
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