BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS Xa ZR 68/07 vom 16. Dezember 2010 in der Patentnichtigkeitssache - 2 - Der Xa-Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 16. Dezember 2010 durch den Richter Keukenschrijver, die Richterin M374hlens und die Richter Dr. Grabinski, Dr. Bacher und Hoffmann beschlossen: Die Verg374tung des gerichtlichen Sachverst344ndigen Prof. Dr. S. f374r die Vorbereitung und die Teilnahme an der m374ndlichen Verhandlung vom 9. September 2010 wird festgesetzt auf 987,50 Euro. Gr374nde: Dem Sachverst344ndigen steht der abgerechnete Betrag von insgesamt 1.975 Euro, den der Senat je zur H344lfte auf die beiden Verfahren Xa ZR 68/07 und Xa ZR 14/10 verteilt hat, gem344337 247 8 JVEG in voller H366he zu. 1 2 Entgegen der Auffassung des Streithelfers der Beklagten ist der angesetz-te Stundensatz von 95 Euro nicht zu beanstanden. Wie auch der Streithelfer nicht verkennt, kann die T344tigkeit des Sachverst344ndigen keinem der in Anlage 1 zu 247 9 Abs. 1 JVEG aufgef374hrten Sachgebiete zugeordnet werden. Die Zuord-nung zu einer Honorargruppe hat deshalb gem344337 247 9 Abs. 1 Satz 3 JVEG nach billigem Ermessen zu erfolgen. Nach der st344ndigen Rechtsprechung des Bun-desgerichtshofs kann die Verg374tung von Sachverst344ndigen im Patentnichtig-keitsverfahren im Einzelfall der Honorargruppe 10 zugeordnet werden (BGH, Beschluss vom 7. November 2006 - X ZR 138/04, GRUR 2007, 175 - Sachver-st344ndigenentsch344digung IV; Beschluss vom 15. Mai 2007 - X ZR 75/05, DS - 3 - 2007, 349 Rn. 4 mwN). Die Voraussetzungen f374r eine solche Zuordnung sind auch im Streitfall gegeben. Entgegen der Auffassung des Beklagten kann der Sachverst344ndige f374r die angefallenen Reisezeiten nicht nur Tagegeld gem344337 247 6 Abs. 1 JVEG abrech-nen. Gem344337 247 8 Abs. 2 Satz 1 JVEG f344llt das nach Stunden bemessene Hono-rar auch f374r Reise- und Wartezeiten an. 3 Keukenschrijver M374hlens Grabinski Bacher Hoffmann Vorinstanz: Bundespatentgericht, Entscheidung vom 17.01.2007 - 4 Ni 72/05 -
Full & Egal Universal Law Academy