BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS IX Z A 17 /1 4 vom 24 . Juli 2014 in dem Rechtsstreit - 2 - Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kayser, den Richter Prof. Dr. Gehrlein, d ie Richter in Lohmann, den Richter G rupp und die Richterin Möhring am 24 . Juli 2014 beschlossen: Der Antrag auf Prozesskostenhilfe für die beabsichtigte Rechtsb e- schwerde gegen den Beschluss des 15. Zivilsenats des Oberla n- desgerichts Frankfurt/Main vom 30. April 2014 wird abgelehnt. Grü nde: Die Prozesskostenhilfe ist zu versagen, weil die beabsichtigte Rechtsve r- folgung keine Aussicht auf Erfolg hat (§ 114 Satz 1 ZPO). Die gegen die Ve r- werfungsentscheidung des Berufungsgerichts gemäß § 522 Abs. 1 Satz 4, § 574 Abs. 1 Nr. 1 ZPO stattha fte Rechtsbeschwerde wäre gemäß § 574 Abs. 2 ZPO unzulässig, weil die Rechtssache weder grundsätzliche Bedeutung hat (§ 574 Abs. 2 Nr. 1 ZPO), noch die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Recht sbeschwerd e- gerichts erfordert (§ 574 Abs. 2 Nr. 2 ZPO). Es bedarf keiner Entscheidung, ob das Berufungsgericht verpflichtet war, die Klägerin vor Verwerfung der Berufung hierzu anzuhören ( vgl. BGH, B e- schluss vom 29. Juni 1993 - X ZB 21/92, NJW 1994, 39 2; vom 15. August 2007 - XII ZB 101/07, NJW - RR 2007, 1718 Rn. 8; vom 18. Juli 2008 - XII ZB 162/06, 1 2 - 3 - NJW - RR 2008, 78 Rn. 6) . Die Verwerfung der Berufung beruht jede n falls nicht auf dem Unterlassen eines solchen Hinweises . Die Klägerin begründet ihr Fris tversäumnis ausschließlich mit ihrer Mitte l- losigkeit. Aus diesem Grund hatte sie für das Berufungsverfahren Prozessko s- tenhilfe beantragt. Diesen Antrag hatte das Berufungsgericht im Zeitpunkt der Verwerfung der Berufung jedoch bereits für die Klägerin unan fechtbar (vgl. BGH, Beschluss vom 13. Juli 2013 - IX ZA 77/11, FamRZ 2011, 1581 Rn. 2) abgelehnt . Dies war der Klägerin aufgrund der Zustellung der ablehnenden En t- scheidung seit dem 26. März 2014 bekannt. Ab diesem Zeitpunkt konnte sie sich hinsichtlich ih rer Fristversäumnis nicht mehr auf Mittellosigkeit berufen (vgl. BGH, Beschluss vom 20. Januar 2009 - VIII ZA 21/08, NJW - RR 2009, 789 Rn. 7). Sie hätte das Berufungsverfahren unter Hinzurechnung einer kurzen Überlegungsfrist innerhalb der Frist des § 234 A bs. 1 Satz 2 ZPO auf eigene 3 - 4 - Kosten fortführen müssen (vgl. BGH, Beschluss vom 20. Januar 2009 , aaO Rn. 6 f; vom 27. Oktober 2011 - III ZB 31/11, NJW - RR 2012, 308 Rn. 23; MünchKomm - ZPO/Gehrlein, 4. Aufl., § 234 Rn. 10) . Kayser Gehrlein Lohmann Grupp Möhring Vorinstanzen: LG Marburg, Entscheidung vom 28.08.2013 - 2 O 259/11 - OLG Frankfurt in Kassel, Entscheidung vom 30.04.2014 - 15 U 215/13 -
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