ECLI:DE:BGH:2018:150518BXIZA5.18.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS XI ZA 5/18 vom 15. Mai 2018 in dem Rechtsstreit - 2 - Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 15 . Mai 2018 durch den Vizepräsidenten Prof. Dr. Ellenberger , die Richter Dr. Grüneberg und Dr. Matthias sowie die Richterinnen Dr. Derstadt und Dr. Dauber beschlossen: Der Antrag des Antragstellers vom 3 . April 2018 auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für die Durchführung einer Nichtigkeitskl a- ge gegen den Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 25. Juni 1990 (II ZR 186/89) über die Nichtannahme der Revision gegen das Urteil des 3. Zivilsenats des Kammergerichts vom 26. Juli 1989 (3 U 1223/89) wird abgelehnt. Gründe: Die beabsichtigte Rechtsverfolgung hat keine hinreichende Aussicht auf Erfolg. Es fehlt - wiederum (vgl. Senatsbeschluss vom 18. Oktober 2016 - XI ZA 4/16, juris Rn. 7 f.) - bereits an dem für die Statthaftigkeit der beabsichtigten Nichtigkeitsklage notwendigen (vgl. BGH, Urteile vom 28. Oktober 1971 IX ZR 79/67, BGHZ 57, 211, 212 f., vom 22. Novembe r 1994 X ZR 51/92, NJW 1995, 332, 333 und vom 17. September 1998 I ZR 93/96, NJW 1999, 796 s o- wie Beschluss vom 7. Dezember 2006 IX ZB 257/05, WM 2007, 229 Rn. 9; Büscher in Wieczorek/Schütze, ZPO, 4. Aufl., § 588 Rn. 2, § 589 Rn. 5; Zöller/ Greger, Z PO, 32 . Aufl., § 589 Rn. 2; Musielak in Musielak/Voit, ZPO, 15 . Aufl., § 578 Rn. 15) schlüssigen Behaupten eines Wiederaufnahmegrundes. 1 - 3 - Der Antragsteller, der dem Vorprozess auf Seiten des Beklagten beig e- treten war, kann nicht geltend machen, es liege der Nichtigkeitsgrund des § 579 Abs. 1 Nr. 4 ZPO vor, weil die Kläger im Vorprozess nicht ordnungsgemäß ve r- treten gewesen seien. Zur Geltendmachung dieses Nichtigkeitsgrundes ist nur die Partei berechtigt, die in dem vorangegangenen Rechtsstreit nicht ordn ung s- gemäß vertreten war, nicht aber ihr Gegner (BGH, Urteil vom 20. September 1974 IV ZR 55/73, BGHZ 63, 78, 79 sowie Beschlüsse vom 11. Mai 1988 IVb ZB 191/87, juris Rn. 6 , vom 17. Dezember 2015 IX ZA 37/15, juris Rn. 3 und vom 22. Dezember 2016 - I X ZR 259/15, WM 2017, 925 Rn. 6 ) und damit auch nicht der Nebenintervenient dieses Gegners. Denn das Erfordernis der ordnungsgemäßen Vertretung dient nur dem Schutz der zu vertretenden Partei. Der i n dem Rechtsstreit unterlegene Gegner und ebenso sein Nebe ninterv e- nient sind nicht dadurch beschwert, dass die andere Partei nicht ordnungsg e- mäß vertreten war (vgl. BGH , Urteil vom 20. September 1974 , aaO und B e- schluss vom 11. Mai 1988 , aaO ; Senatsbeschluss vom 18. Oktober 2016 - XI ZA 4/16, juris Rn. 8). Ellenb erger Grüneberg Matthias Derstadt Dauber Vorinstanzen: LG Berlin, Entscheidung vom 17.01.1989 - 84 O 11/88 - KG Berlin, Entscheidung vom 26.07.1989 - 3 U 1223/89 - 2
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