ECLI:DE:BGH:2016:100916BIXZB18.15.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS IX ZB 18/15 vom 10. September 2016 in dem Insolvenzverfahren - 2 - Der IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Kays er , die Richter Prof. Dr. Gehrlein, Dr. Pape, Grupp und die Ric ht e- rin Möhring am 10. September 2016 beschlossen: Die Anhörungsrüge gegen den Senatsb eschluss vom 23. Juni 2016 wird auf Kosten der Schuldnerin zurückgewiesen. Gründe: Die Anhörungsrüge ist unbegründet. Die Gerichte sind nach Art. 103 Abs. 1 GG v erpflichtet, das Vorbringen der Parteien zur Kenntnis zu nehmen und in Erwägung zu ziehen. Hingegen ist es nicht erforderlich, alle Einzelpunkte des Parteivortrags in den Gründen der Entscheidung auch ausdrücklich zu b e- scheiden (BVerfGE 96, 205, 216 f). De r Senat hat in dem Beschluss vom 23. J uni 2016 die von der Anhörungsrüge der Schuldnerin umfassten Angriffe der Rechtsbeschwerde in vollem Umfang darauf geprüft, ob sie einen Recht s- beschwerdegrund ergeben. Er hat unter diesem Gesichtspunkt die Beansta n- dung en sämtlich für nicht durchgreifend erachtet und hat insoweit seinem die Rechtsbeschwerde zurückweisenden Beschluss eine den Kern der Angriffe b e- treffende Begründung (§ 577 Abs. 6 ZPO) beigefügt. Von einer weiterreiche n- den Begründung kann auch in diesem Ve rfahrensabschnitt in entsprechender Anwendung des § 577 Abs. 6 Satz 3 ZPO abgesehen werden. Weder aus § 321a Abs. 4 Satz 5 ZPO, nach dem der Beschluss kurz begründet werden 1 - 3 - soll, noch unmittelbar aus dem Verfassungsrecht ergibt sich eine Verpflichtung zu e iner weitergehenden Begründung der Entscheidung. Ansonsten hätte es eine Partei in der Hand, mittels einer Anhörungsrüge nach § 321a ZPO die B e- stimmung des § 577 Abs. 6 Satz 3 ZPO im Rechtsbeschwerdeverfahren ausz u- hebeln. Nach der Gesetzesbegründung kann e ine Gehörsrüge gegen die En t- scheidung über eine Nichtzulassungsbeschwerde nicht dazu eingelegt werden, eine Begründungsergänzung herbeizuführen (vgl. BT - Drucks. 15/3706 S. 16; BGH, Beschluss vom 24. Februar 2005 - III ZR 263/04, NJW 2005, 1432, 1433; v om 2 8. Juli 2005 - III ZR 443/04, NJW RR 2006, 63, 64; v om 6. Oktober 2005 - IX ZR 120/03; siehe ferner BGH, Beschl uss v om 19. Januar 2004 - II ZR 108/02, WM 2004, 1894, 1895); Entsprechendes gilt für das Rechtsbeschwe r- deverfahren (BGH, Beschl uss vom 10. Novem ber 2005 - IX ZB 264/04, nv; v om 12. Januar 2006 - IX ZB 223/04, FamRZ 2006, 408 Rn. 2 m wN ). Kayser Gehrlein Pape Grupp Möhring Vorinstanzen: AG Frankfurt am Main, Entscheidung vom 16.12.2014 - 810 IN 279/14 S - 1 - 7 - LG Frankfurt am Main, Entscheid ung vom 09.03.2015 - 2 - 09 T 88/15 -
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